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Kritik an Spendenpraxis heute Abend im Satire-Magazin
Bild: NDR

In Berlin erhielten am Donnerstag Vormittag die Redaktionen zahlreicher Hauptstadt-Medien eine Einladung per Fax. Auf dem Vordruck der FDP-Bundestagsfraktion wurde ein Presseauftritt Guido Westerwelles im Tagungsraum eines Luxushotels angekündigt, bei dem sich der Chef der Liberalen zu der "Spendenpraxis der FDP" äußern wolle. So pilgerten zahlreiche Fernsehteams und Vertreter anderer Medien zum Veranstaltungsort. Doch schnell stellte sich heraus: nicht die FDP, sondern das NDR-Satire-Magazin "extra-3" hatte zu dem Presse-Termin geladen.

Klaas Butenschön und Christoph Schmidt, beides Autoren der Sendung, verlasen in ihren Rollen als FDP-Sprecher das folgende Statement: "Wie sie alle wissen, gab es in den vergangen Tagen Verwirrungen über einen eventuellen Zusammenhang zwischen der Parteispende eines Hoteliers und der von uns durchgesetzten Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen. Diese Diskussion hat uns überrascht. Denn: Selbstverständlich gibt es diesen Zusammenhang. Wer in Deutschland 1,1 Millionen Euro an die FDP spendet, der kann von uns Liberalen auch ein gewisses Entgegenkommen erwarten. (...) Wer uns in diesem Land jetzt 'Klientelpartei' nennt, dem rufe ich zu: 'Ja, wir sind eine Klientelpartei'"

Kurz darauf folgte die freiwillige Enttarnung der beiden Fernsehmacher. Zu den Gründen ihrer Aktion sagten sie: "Für uns war der Bogen überspannt, als die Hotelspende bekannt wurde. Wir wollten mit dieser Aktion ausdrücken, was alle denken". Die FDP reagierte recht gelassen: "Wenn das eine Spaßaktion sein soll, dann geht das auf Kosten des Veranstalters", so Parteisprecher Wulf Oehme auf Anfrage der Online-Plattform stern.de. Das ebenfalls getäuschte Tagungshotel prüft dagegen rechtliche Schritte: "Wir sind ein großes Veranstalterhotel, wir können nicht den Hintergrund von jedem Mieter nachprüfen", so ein Sprecher.

Die Redaktion von "extra-3" verteidigite die Aktion: "'extra-3' hat ein hochaktuelles, brisantes Thema, nämlich die Spendenpraxis in diesem Land, aufgegriffen und zugespitzt. Das ist die Aufgabe von politischer Satire". Der Beitrag über die falschen FDPler ist Teil der aktuellen "extra-3"-Ausgabe, die am Sonntagabend (24.1.) um 22.30 Uhr im NDR ausgestrahlt wird.


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