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Für "Der Flug des Phoenix" und später als "Weltenbummler" bekannt
Schauspiellegende Hardy Krüger ("Flug des Phoenix") verstorben
20th Century Fox
Filmlegende Hardy Krüger mit 93 Jahren verstorben/20th Century Fox

Schauspieler, Schriftsteller, Pilot und Weltenbummler Hardy Krüger gehört zu den wenigen deutschen Filmschauspielern, die auch in Hollywood Karriere machen durften. Mit Filmklassikern wie  "Der Flug des Phoenix" und  "Die Wildgänse kommen" feierte er in den 1950er und 1960er Jahren internationale Erfolge. Jetzt ist die in Berlin geborene Schauspiellegende im Alter von 93 Jahren plötzlich und unerwartet in seiner Wahlheimat Palm Springs, Kalifornien verstorben.

Seine Herzenswärme, seine Lebensfreude und sein unerschütterlicher Gerechtigkeitssinn werden ihn unvergessen machen, teilte ein Sprecher der Familie mit.

Eberhard August Franz Ewald Krüger, genannt Hardy Krüger, ist 1928 in Berlin-Wedding geboren und feierte als Filmschauspieler, Hörspielsprecher, Synchronsprecher und Schriftsteller internationale Erfolge. Er zählt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Schauspielern Deutschlands, der sich auch politisch stark etwa gegen Rechtsextremismus engagierte.

Als Kind wuchs er während der Nazi-Zeit in Deutschland auf und gehörte auf Wunsch seiner Eltern der Hitler-Jugend an. Seine erste Filmrolle erhielt er als Jugendlicher in dem NS-Propaganda-Film "Junge Adler" unter Regie von Alfred Weidenmann, der im Jahr 1943 in den UFA-Studios in Babelsberg gedreht wurde und ein Jahr später in die Kinos kam. Als 16-Jähriger wurde er in den letzten Kriegsmonaten an die Westfront eingezogen, jedoch weigerte er sich, bei der Erschießung von Gefangenen teilzunehmen und wurde zum Tode verurteilt. Schließlich desertierte er und floh nach Hamburg, wo er sich bis zum Kriegsende versteckte.

In den 1950er Jahren nahm Hardy Krüger seine Schauspielkarriere wieder auf, zunächst noch als Statist im Hamburger Schauspielhaus. Recht bald wurde sein schauspielerisches Talent entdeckt und er spielte in internationalen Filmproduktionen wie  "Einer kam durch",  "Hatari",  "Die Wildgänse kommen" mit Richard Burton und Roger Moore,  "Die Brücke von Arnheim" sowie in dem hochkarätig besetzten Kinofilm  "Der Flug des Phoenix" neben Hollywoodstars wie James Stewart, Richard Attenborough und Peter Finch mit. Der Film wurde für einen Golden Globe nominiert, Krüger lehnte jedoch seine Nominierung als bester Nebendarsteller ab. Zudem übernahm er die Hauptrolle in dem französischen Drama  "Sonntage mit Sybill", das 1963 mit einem Oscar als "Bester fremdsprachiger Film" ausgezeichnet wurde.

In den 1970er Jahren startete Hardy Krüger auch beim Fernsehpublikum mit einer Hauptrolle im Durbridge-Fernsehkrimi  "Das Messer" durch. Außerdem ist er bei den Zuschauern bekannt für seine Reiseberichte in der Serie  "Hardys Bordbuch", die für Radio Bremen produziert wurde. Ende der 1980er Jahre ging mit  "Weltenbummler" ein ebenso erfolgreiches Nachfolgeformat bei der ARD auf Sendung, das bis 1995 produziert wurde.

Neben seiner Schauspielkarriere verfasste Hardy Krüger zahlreiche Romane und Reiseberichte wie "Eine Farm in Afrika", auch wurde er regelmäßig als Synchronsprecher für Fernsehsendungen und Dokumentationen eingesetzt. Für den TV-Film  "Familiengeheimnisse" stand er im Jahr 2011 an der Seite von Dennenesch Zoudé noch einmal vor der Kamera. Er hinterlässt seine Ehefrau Anita Park in dritter Ehe sowie drei Kinder, Christiane Krüger, Malaika Krüger und Hardy Krüger Jr., der als gefragter Schauspieler in die Fußstapfen seines Vaters trat.

UPDATE: Inzwischen haben einige Sender Programmänderungen zu Ehren von Hardy Krüger angekündigt:

  • arte zeigt heute Abend (20. Januar) um 20.15 die Dokumentation  "Die Hardy-Krüger-Story", in der Patrick Zeilhofer das faszinierende Leben des Überlebenskünstlers nachzeichnet.
  • Das Erste zeigt in der Nacht auf Freitag (21. Januar) um 0.15 Uhr den 15-minütigen Nachruf "Die Welt war mein Zuhause".
  • Das ZDF zeigt um 0.55 Uhr  "ZDF-History"-Folge "Hardy Krüger - Eine deutsche Legende", die vor zwei Jahren erstmals lief
  • Im rbb Fernsehen ist ebenfalls in der Nacht auf Freitag (21. Januar) um 0.15 Uhr eine Wiederholung der Talkshow  "Thadeusz" zu sehen, in der Hardy Krüger 2016 zu Gast war. Um 0.45 Uhr folgt ein weiterer Nachruf.
  • Der Pay-TV-Sender Sky Cinema Classics zeigt von Freitag, 21. Januar, 20.15 Uhr bis Samstagnachmittag elf Filmklassiker mit Hardy Krüger hintereinander, darunter  "Banktresor 713",  "Die tödliche Falle" und  "Die Schlacht an der Neretva".

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Leserkommentare

  • Blitzbirne schrieb via tvforen.de am 23.01.2022, 15.23 Uhr:
    Laut einem Teletext-Bericht haben seine Kinder (Tochter und Sohn) erst durch das Internet erfahren, dass ihr Vater gestorben ist, weil die Stiefmutter sie nicht informiert hat! Wie traurig ist das denn?
  • Sir Hilary 2.0 schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 13.46 Uhr:
    Offenbar liegt das Zerwürfnis in der Familie doch sehr tief. Das ist wirklich traurig. Anita Krüger hätte ja zumindest jemanden mit dieser Nachrichtenübermittlung beauftragen können....
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 16.51 Uhr:
    Ich glaube, das kommt leider in einigen Familien vor.
    Die 2. Frau meines Vaters schickte mir eine e-mail, als mein Vater Ende November 2011 vollkommen unerwartet und schnell an einer Lungenentzuendung verstarb, und sie beraumte seine Beerdigung in der Schweiz fuer 3 Tage spaeter (!!!) an.
    Wir konnten nicht mal mehr einen Flug nach Zuerich buchen, um an der Beerdigung teilzunehmen, weil es dermassen kurzfristig war.
    Schickten einen Kranz ueber Fleurop.
    Gruss,
    Chrissie

    Blitzbirne schrieb:
    Laut einem Teletext-Bericht haben seine Kinder
    (Tochter und Sohn) erst durch das Internet
    erfahren, dass ihr Vater gestorben ist, weil die
    Stiefmutter sie nicht informiert hat! Wie traurig
    > ist das denn?
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 16.54 Uhr:
    Ich las einmal, dass Hardy Krueger erst 16 oder 17 Jahre alt war, als er zum 1. Mal Vater wurde (Christina Krueger).
    https://www.imdb.com/name/nm0473228/bio?ref_=nm_ov_bio_sm
  • Sir Hilary 2.0 schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 16.55 Uhr:
    Ja, sowas ist unwürdig. Gerade wenn es Angehörige in Übersee gibt, sollte man doch mindestens 1 Woche Zeit geben...
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 16.58 Uhr:
    Das finde ich auch. Im Sommer kann ich es noch irgendwo verstehen, aber Ende November haelt sich eine Leiche doch durchaus fuer eine Woche.
    C.

    Sir Hilary 2.0 schrieb:
    Ja, sowas ist unwürdig. Gerade wenn es
    Angehörige in Übersee gibt, sollte man doch
    > mindestens 1 Woche Zeit geben...
  • Sir Hilary 2.0 schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 17.07 Uhr:
    Zumal heute ja immer mehr Urnenbestattungen machen, da spielt die Zeit quasie überhaupt keine Rolle mehr.
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 17.48 Uhr:
    Richtig!
    C.

    Sir Hilary 2.0 schrieb:
    Zumal heute ja immer mehr Urnenbestattungen
    machen, da spielt die Zeit quasie überhaupt keine
    > Rolle mehr.
  • Red Cloud schrieb via tvforen.de am 24.01.2022, 23.55 Uhr:
    Hardy Krueger jr. monierte, dass sein Vater ihn nicht mal anrief, nach dem
    sein kleines Kind am ploetzlichem Kindstod starb. Sie hatten sieben Jahre
    keinen Kontakt. Als Hardy Krueger 2018 in Hamburg einen Auftritt bei DAS (rotes Sofa), hatte war auch "Funkstille". Es hiess lapidar, er will seine
    Ruhe haben. Hardy Krueger galt als schwieriger Zeitgenosse
    Er lebte seine letzten Jahre ja bekanntlich in Palm Springs (Kalifornien).
  • Sir Hilary 2.0 schrieb via tvforen.de am 25.01.2022, 00.23 Uhr:
    Red Cloud schrieb:
    Hardy Krueger jr. monierte, dass sein Vater ihn
    nicht mal anrief, nach dem
    sein kleines Kind am ploetzlichem Kindstod starb.
    Sie hatten sieben Jahre
    keinen Kontakt. Als Hardy Krueger 2018 in Hamburg
    einen Auftritt bei DAS (rotes Sofa), hatte war
    auch "Funkstille". Es hiess lapidar, er will
    seine
    Ruhe haben. Hardy Krueger galt als schwieriger
    Zeitgenosse
    Er lebte seine letzten Jahre ja bekanntlich in
    Palm Springs (Kalifornien).
    Nach Deinem nicht ganz einzuordnenden ersten Beitrag, hättest Du Dich entweder dazu geäußert, oder besser geschwiegen!
  • Red Cloud schrieb via tvforen.de am 25.01.2022, 12.47 Uhr:
    Ob ich zu Hardy Krueger schweige, dass lass man lieber meine Sorge
    sein.
    Was hast du daran rumzumaekeln ?
  • Sir Hilary 2.0 schrieb via tvforen.de am 25.01.2022, 15.56 Uhr:
    Red Cloud schrieb:
    Ob ich zu Hardy Krueger schweige, dass lass man
    lieber meine Sorge
    sein.
    Was hast du daran rumzumaekeln ?
    Zum einen finden ich, das hier nicht Platz für Dreckwäsche ist, zum anderen hast Du Dich in Deinem ersten Beitrag undeutlich ausgedrückt. Du weißt schon, das Krüger noch während der NS Zeit ein überzeugter Gegner der Nazis wurde. Er hat sogar als Kurier in einer Widerstandsgruppe gearbeitet, die Juden zur Flucht verhalf. Die Organisation wurde unter anderem von Hans Söhnker geleitet.
  • Laird schrieb via tvforen.de am 23.01.2022, 06.24 Uhr:
    Ich fand es bewundernswert das man selbst noch im hohen Alter ,sich da für ein setzt,darüber auf zu klären,was für eine furchtbare und grausame Zeit die Naziherrschaft von Deutschland aus gehend,in der Welt angerichtet hat.Er spielte zwar des öfteren einen deutschen Soldaten aus jener Zeit,aber er soll sich angeblich in Hollywood nicht drauf fest legen gelassen haben wollen,nur den
    Deutschen Soldaten spielen zu wollen.Ob wohl in "Die Brücke von Arnheim" er sogar einen SS-General" spielte.Des wegen fand ich genau das Gegenteil dieser Figur so beeindruckend,nämlich als "Hauptmann Fürstenwerth" in "Der Fuchs von Paris 1957",wo er einen Offizier spielt der durch Verrat von Geheimnissen an die französchiche Resistance unzählige Leben retten will.
    Hardy Krüger war schon ein bemerkenswerter idealistischer Mensch und Schauspieler.
    Mögest du in Frieden ruhen.
    Laird
  • Tarja schrieb via tvforen.de am 21.01.2022, 18.28 Uhr:
    Ich mochte immer den Film "Hatari" besonders.
    R.I.P.
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 22.01.2022, 15.07 Uhr:
    Mir gefiel ganz besonders gut sein Film "Einer kam durch" ueber die Flucht des Franz von Werra aus einem kanadischen POW Camp.
    https://www.imdb.com/title/tt0050803/reference
    C.
  • Stefan_G schrieb am 20.01.2022, 19.54 Uhr:
    Einer der besten deutschen Schauspieler, die auch international zu grossem Ruhm kamen. Es war ja um ihn herum zuletzt sehr ruhig gewesen - genau wie bei seiner Tochter Christiane.
    Mir war zwar bekannt, dass er noch eingezogen wurde kurz vor Kriegsende. Wusste aber nicht, dass er um ein Haar zum Kriegsverbrecher würde.
    Das war wirklich sehr mutig gewesen, Gefangene nicht zu erschießen.
    Da hatte er wirklich Glück gehabt, dass er noch rechtzeitig die Biege gemacht hatte...
  • Clopin schrieb am 20.01.2022, 12.22 Uhr:
    Hardy Krüger habe ich so gerne zugesehen und zugehört. Vielleicht mochte ich seine Reihe „Weltenbummler“ sogar noch mehr als seine Filme. Seine jungenhafte Art und seine Stimme mit dem einmaligen Tonfall hatte für mich immer etwas zutiefst Beruhigendes, vergleichbar nur mit Volker Lechtenbrink, Elmar Gunsch & Co. Ihr wisst vermutlich, was ich meine. Ich wünsche ihm eine gute letzte Reise. PS: Auch Christiane Krüger ist eine sehr bekannte Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin, auch wenn es heute ruhig um sie geworden ist.
  • Red Cloud schrieb via tvforen.de am 20.01.2022, 12.04 Uhr:
    In einer Talkshow sagte er, das sein Schauspielerkollege Hans Soehnker ihm die Augen geoeffnet hatte. Hitler sei ein Verbrecher, wende
    dich ab von ihm. Er selbst war gluehender Verehrer der Naziideologie.
    Er liess sich aber zum Ende des Krieges nicht als junger Soldat verheizen
    und desertierte. Es haette auch anders laufen koennen. Er hatte Glueck gehabt. Danach hatte er eine grossartige Karriere als Schauspieler hingelegt. Seine Reihe Weltenbummler habe ich immer gerne gesehen.
    Hardy Krueger ist viel rum gekommen in seinem Leben. 93 ist ein biblisches Alter.
    R.I. P.
  • Stefan_G schrieb am 20.01.2022, 19.47 Uhr:
    Das kam aber auch daher, weil die Eltern - beeinflusst durch das damalige Umfeld - selbst glühende Nazi-Verehrer waren...
  • Sir Hilary 2.0 schrieb via tvforen.de am 20.01.2022, 22.42 Uhr:
    Red Cloud schrieb:
    In einer Talkshow sagte er, das sein
    Schauspielerkollege Hans Soehnker ihm die Augen
    geoeffnet hatte. Hitler sei ein Verbrecher,
    wende
    dich ab von ihm. Er selbst war gluehender Verehrer
    der Naziideologie.

    Vielleicht nur unglücklich formuliert. Aber nachdem Hans Söhnker ihm die Augen aufgemacht hatte, wandte sich Krüger vollständig von der Ideologie ab . Krüger war auch zur weder ein Rassist noch Antisemit. Eines seiner Jugendidole war Jesse Owens!
    Krüger blieb bis zum Schluss ein engagierter Kämpfer gegen Rechts. Einige seiner Bücher befassen sich mit dieser Thematik. Außerdem hielt er Vorträge in Schulen zu dem Thema!
  • Sir Hilary 2.0 schrieb via tvforen.de am 20.01.2022, 22.44 Uhr:
    Hardy Krüger war nicht nur eine Legende, sondern auch ein wunderbarer Mensch mit Charakter und klarer Haltung!
    Ich hatte mal die Gelegenheit ihm kurz zu begegnen. Eine unglaublich sympathische und empathische Persönlichkeit.
    Ich werde ihn nie vergessen....
    Gruß
    Sir Hilary
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 21.01.2022, 13.42 Uhr:
    Obwohl ich in Hamburg lebte, begegnete ich ihm leider nie.
    "Weltenbummler" sah ich mir regelmaessig an, auch seine alten Filme aus den 50er Jahren:
    https://www.imdb.com/name/nm0473228/?ref_=tt_rv_t38
    R. I. P.
    Chrissie

    Sir Hilary 2.0 schrieb:
    Hardy Krüger war nicht nur eine Legende, sondern
    auch ein wunderbarer Mensch mit Charakter und
    klarer Haltung!
    Ich hatte mal die Gelegenheit ihm kurz zu
    begegnen. Eine unglaublich sympathische und
    empathische Persönlichkeit.
    Ich werde ihn nie vergessen....
    Gruß
    > Sir Hilary