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Neue Höchstmarke für Serienneustarts in den USA
"The Witcher" ist eine von 532 Serienstaffeln, die 2019 gestartet ist
Bild: Netflix
"Peak TV"? Serienproduktion hat 2019 die 500-Marke geknackt/Bild: Netflix

Alljährlich bei TCA blickt John Landgraf - das Mastermind des amerikanischen Kabelsenders FX ("The Americans", "American Horror Story") - auf den Stand der Serienproduktion. Zumindest seit er 2015 verkündet hatte, dass es einfach "zu viel Fernsehen" gibt.

2019 gab es - mal wieder - "noch mehr": FX hat errechnet, dass in den USA 532 Staffeln im Kalenderjahr 2019 neu veröffentlicht wurden - das sind sieben Prozent mehr als noch im Jahr davor. Allerdings hat die Marktforschung von FX in diesem Jahr darauf verzichtet, die Serienveröffentlichung nach Anbietern (Networks, Kabel, Pay-TV und Streaming) zu unterteilen (weswegen es in diesem Jahr auch kein Update der in Vorjahren häufig geteilten Übersichtsgrafik gibt; s. u.): Die Veröffentlichungsmethoden überschneiden sich mittlerweile zu sehr. So etwa für Landgrafs Sender FX, der demnächst seine Serieneigenproduktion parallel zur linearen Ausstrahlung auch direkt beim Schwester-Dienst Hulu streamt.

Landgraf betrachtete die Sache mit "zu viel TV" damals vornehmlich aus geschäftlicher Sicht: Mit dem Fernsehen als Unterhaltungsmedium kann nur eine begrenzte Menge an Geld verdient werden - auch, wenn sich Landgraf 2015 vermutlich nicht hatte träumen lassen, was dieser Tage an neuen Streaming-Diensten Abogebüren einnehmen will und das vermutlich auch tun wird.

Aber irgendwann ist eben die Grenze des "re-finanzierbaren" nicht nur erreicht, sondern auch überschritten. Dann wird es, so Landgraf damals, diverse "Opfer" geben, die einfach Pleite gehen. So konstatierte Landgraf damals "Peak TV" - also diejenige Zeit, in der mehr (fiktionales) TV produziert wird als je zuvor - und je danach.

Wie gesagt, manche Entwicklungen hatte Landgraf damals nicht vorhergesehen. Einerseits die zahllosen Importe aus Großbritannien, aber auch die ganzen Netflix-Lokalproduktionen. Daneben muss man auch sagen, dass der Trend ganz klar zu immer kürzeren Serienstaffeln geht, so dass mit dem gleichen Geld mehr Serien entstehen können.

Entsprechend hat die Fernsehwirtschaft seit der Zeit, als Landgraf erstmals vom Peak sprach, nochmal fast 50 Prozent mehr Serien aufgelegt.

Entwicklung der Serienproduktion 2011 bis 2018 - FX Networks Research
Entwicklung der Serienproduktion 2011 bis 2018 FX Networks Research


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Leserkommentare

  • Sentinel2003 schrieb am 15.01.2020, 10.00 Uhr:
    Sentinel2003Was hasse ich geradezu den weiterhin starken Trend zu Mini Serien mit gerade mal 6-8 Folgen!! Wo bitte soll das noch hin führen!!!


    Gefühlt ist ja beinahe schon fast jede 3. oder 4. Meldung über eine neue Serie eine weitere Mini - Serie!
  • Aymalin schrieb am 14.01.2020, 04.53 Uhr:
    AymalinGerade die kürzeren Staffeln relativieren die "Masse" schon gewaltig. Früher waren 22+ Episoden der Normalfall, heute wird man mit Staffeln von 10- Episoden zugesch***en.