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Skurrile Spiegel-TV-Reportage wird nach 15 Jahren fortgesetzt
Spiegel-TV-Autor Markus Grün setzt seine beliebte Reportage fort
Spiegel TV/Screenshot
"Penny-Markt auf der Reeperbahn": Neue Folgen starten in Sat.1/Spiegel TV/Screenshot

Im Frühjahr 2020 stellte Spiegel TV die vierteilige Reportage  "Der Penny-Markt auf der Reeperbahn" aus dem Jahr 2007 auf YouTube online und erreichte mit den kuriosen Beobachtungen aus einem Discounter in Hamburg innerhalb kurzer Zeit ein Millionenpublikum. Nun gehen die langersehnten neuen Folgen auf Sendung. Los geht es bereits am morgigen Dienstag (23.11.) in Sat.1.

Bislang sind zwei einstündige Folgen angekündigt: Am Dienstag, 23. November, um 23.25 Uhr geht es in der  "Spiegel TV - Reportage" "Lockdown Penny-Markt! Neues vom Kult-Discounter" unter anderem um den Stammkunden Walter, für den der Discounter "ein Stück zu Hause und eine Quelle der Inspiration ist". Die Reportage zeigt den selbsternannten Musikproduzenten, wie er beim Kauf eines Sacks Orangen einen Gassenhauer durch den Laden schmettert. Eine Woche später folgt am 30. November um 23.20 Uhr der nächste Teil mit dem Titel "Penny Reeperbahn - Der Kult geht weiter", der die 80-jährige Brigitte bei einer lasziven Tanzeinlage an der Käsetheke zeigt.

Hinter den neuen Reportagen aus dem Penny-Markt an der Reeperbahn steckt wie schon 2007 der Spiegel-TV-Autor Markus Grün, der vor eineinhalb Jahren die Fortsetzung der Reihe angekündigt hat (TV Wunschliste berichtete). Damals bat er das Publikum noch um Geduld - nun aber steht die Ausstrahlung neuer Folgen aus der inzwischen renovierten Filiale unmittelbar bevor.

Die Original-Reportage, deren erster Teil auf YouTube inzwischen über 6,6 Millionen Aufrufe zählt, verhalf zahlreichen Protagonisten zu schnellem Ruhm, etwa dem selbsternannten Seefahrer und Harvard-Student Harald, der die "Patente A, B, C und die 6" vorweisen kann, oder dem von seinem Freund verlassenen Ferdinand, dessen Nachname mehrmals für Verwirrung sorgt.

Die Darstellung von Alkoholikern und Obdachlosen in der Filiale des Supermarkts wurde jedoch auch kritisiert: Die ironischen Kommentare des Erzählers würden die Schicksalsschläge der Betroffenen ins Lächerliche ziehen. Matthias Dell vom Deutschlandfunk verglich die Reihe im vergangenen Jahr mit einem "90 Minuten langen Meme". Tatsächlich zog der Hype um die Reportage inmitten der ersten Pandemiemonate zahlreiche solcher Memes etwa auf Instagram nach sich, in denen Szenen der Sendung aus dem Kontext gerissen und humoristisch neu aufbereitet werden.


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Leserkommentare

  • markox schrieb am 27.11.2021, 20.16 Uhr:
    Also die Filiale selbst ist tatsächlich recht lustig und spannend, live.
    Mit 17 war ich 2002 auf Klassenfahrt in Hamburg in einem Hotel auf der Reeperbahn und hatte bei diesem Penny mindestens ein Mal eingekauft. Ich weis sogar noch genau einen Artikel: ein 100g Marzipan Nougat Osterei mit zwei Hälften zum Halben Preis nach Oster :-). Jedenfalls stand ich dort in einer längeren Schlange mit ein paar Teilen in der Hand irgendwann am späten Vormittag in der Woche und die Vielfalt an anderen Kunden in dieser Schlange habe ich bis heute auch nicht und nirgends mehr erlebt. Da standen wirklich Prostituierte, ein Müllmann (heute "Müllentsorger" genannt), zwei Polizisten, mindestens ein offensichtlich Obdachloser, eine Frau die nach Putzfrau aussah (heute "Raumpflegerin"), mindestens eine Person in Business Kleidung, also Anzug und Krawatte und ich meine ein Zuhälter könnte auch noch dabei gewesen sein. Naja, und ich als minderjähriger Schüler. Absolut herrlich dieser Anblick und dieses Gefühlt. Nun weiß ich also endlich, warum ich mich gefühlt habe wie im Film, der Laden war halt tatsächlich Filmreif.
    Solche Sendungen kucke ich zwar eigentlich mal so überhaupt nicht, aber da muss ich dann wohl doch mal einen Blick rein werfen.
  • SerienFan_92 schrieb am 22.11.2021, 16.11 Uhr:
    Mal sehen, ob das immer noch so lustig ist.