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Quoten: Champions-League-Finale siegt haushoch, Eishockey-WM und "Elsbeth" gehen völlig unter

von Glenn Riedmeier in News national
(31.05.2026, 11.49 Uhr)
RTL-Doku "Das kann nur Fernsehen!" schlägt sich wacker
ZDF/Corporate Design
Quoten: Champions-League-Finale siegt haushoch, Eishockey-WM und "Elsbeth" gehen völlig unter/ZDF/Corporate Design

In wenigen Tagen beginnt die Fußball-WM 2026, doch schon am gestrigen Samstag dominierte das runde Leder das Fernsehprogramm: Das ZDF übertrug das Finale der UEFA Champions League live ab 18 Uhr. Insgesamt 5,30 Millionen Fußballfans verfolgten am Vorabend die Finalpartie zwischen Paris Saint-Germain und FC Arsenal und bescherten dem Mainzer Sender satte 35,2 Prozent Marktanteil. In der jungen Zielgruppe stieß das ZDF noch in ganz andere Dimensionen vor: 1,40 Millionen 14- bis 49-Jährige sorgten für 54,1 Prozent.

Bereits die  "sportstudio"-Vorberichterstattung war ab 17.05 Uhr mit 3,09 Millionen Zuschauern bei 22,6 Prozent sehr gefragt. Für die nachfolgende Dokumentation  "Mission Sommermärchen - Deutschlands Weg zur WM 2006" blieben ab 21.30 Uhr noch 1,97 Millionen Menschen bei 11,7 Prozent dran. In der jungen Zielgruppe kam die Doku gar noch auf weit überdurchschnittliche 20,6 Prozent. Wacker schlug sich Das Erste gegen Live-Fußball: Die 20-Uhr- "Tagesschau" sahen 3,67 Millionen Menschen bei 20,6 Prozent insgesamt und 11,9 Prozent in der Zielgruppe. Für die anschließenden Krimi-Wiederholung  "Spurlos in Athen" blieben 2,85 Millionen Zuschauer dran, die für solide 15,2 Prozent Marktanteil sorgten.

Von der privaten Senderkonkurrenz kam RTL am erfolgreichsten durchs Ziel: Der zweite Teil der nostalgischen XXL-Doku  "Das kann nur Fernsehen! - Die größten TV-Momente aller Zeiten" erreichte 1,47 Millionen Menschen bei 9,6 Prozent. Auch beim jungen Publikum stieß die Reise in die TV-Vergangenheit auf Interesse: 323.000 14- bis 49-Jährige bescherten dem Kölner Sender 12,4 Prozent in der Zielgruppe.

Deutlich weniger zu holen gab es für ProSieben, wo man sich von der Übertragung der  "ran Eishockey-WM" wohl deutlich mehr versprochen hatte. Auch die gestrige Partie zwischen Kanada und Finnland blieb ein Ladenhüter und dümpelte bei Werten zwischen anfangs 150.000 und bestenfalls 470.000 Zuschauern herum. Insbesondere das junge Publikum wurde schmerzlich vermisst: In der Spitze sahen lediglich 10.000 14- bis 49-Jährige zu, weshalb der Marktanteil bei miesen Werten zwischen 1,2 und 2,9 Prozent verharrte.

Auch Schwestersender Sat.1 hatte keinen guten Tag und musste sich mit 430.000 Zuschauern und überschaubaren 4,1 Prozent Zielgruppen-Marktanteil für die US-Komödie  "Der Prinz aus Zamunda 2" begnügen. Der Action-Klassiker  "Con Air" konnte sich am späteren Abend immerhin auf 6,7 Prozent steigern. VOX schickte mit  "James Bond 007: Im Angesicht des Todes" ebenfalls einen Filmklassiker ins Rennen und erreichte damit 700.000 Zuschauer sowie 5,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Dahinter sortierte sich RTL Zwei mit der Musik-Komödie  "School of Rock" ein. 240.000 Menschen waren dabei, bei den 14- bis 49-Jährigen sprangen immerhin 3,7 Prozent heraus. Auf ähnlicher Flughöhe war Kabel Eins unterwegs, wo zwei neue Folgen der US-Crimeserie  "Elsbeth" als Free-TV-Premiere gezeigt wurden. Dennoch blieb das Interesse überschaubar: Zwischen 270.000 und 320.000 Zuschauer erreichten die beiden Episoden ab 20.15 Uhr. Besonders bitter: Insbesondere junge Menschen musste man mit der Lupe suchen. Die erste Folge sahen nur 10.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Die zweite Episode steigerte sich auf 20.000. Diese Reichweiten resultierten in kaum noch messbaren 0,4 und 0,7 Prozent Marktanteil.



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Leserkommentare

  • Blue_Jazzmann schrieb am 31.05.2026, 12.03 Uhr:
    Ich möchte nicht wissen, was das CL Finale gekostet hat. Selbst wenn es nur 15 Millionen (und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Zahl viel zu niedrig ist) sind, wären das 10 Tatorts, 25 ESCs oder 150 Wer weiss denn sowas.
    Bei der WM 2026 finden 104 Spiele statt. Um 60 Spiele im „Free-TV“ zeigen zu dürfen, haben die ÖR 150 Millionen auf den Tisch gelegt. Zur Relation, das sind 100 Tatorts, 250 ESCs oder 1500 WWDS.
    Ich finde es aus Solidaritätsgründen fair, Gebühren für etwas zu zahlen, was ich mir nie ansehen würde aber anderen gefällt. Nur die Relationen sollten stimmen und in Sachen Sport stimmen die einfach nicht mehr.
    Was die Quoten angeht, sind ESC, Fußball und Tatort durchaus vergleichbar. 
    Die ÖR müssen sparen, aber für Fußball und Sport ist kein Preis zu hoch.