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Neue Serien in Entwicklung, Starttermine für "Ash" und "Blunt Talk"
Bild: STARZ
Starz: "Girlfriend Experience" erhält zweite Staffel und mehr von der TCA/Bild: STARZ

Am gestrigen Abend gab sich der amerikanische Pay-TV-Sender Starz die Ehre bei der Presseveranstaltungsreihe TCA Summer Press Tour. Programmchef Chris Albrecht konnte zunächst verkünden, dass die Seriendaption von Steven Soderberghs Film "The Girlfriend Experience" für eine zweite Staffel verlängert wird. Soderbergh fungiert dort als einer der Executive Producer.

Allerdings wählt man dabei den "Anthologie"-Ansatz: Die 14-teilige zweite Staffel wird sich um neue Charaktere und neue Konflikte in einem ähnlichen Setting drehen, wo Frauen neben sexuellen Diensten eben auch gegen Geld die "Girlfriend Experince" bieten. Lodge Kerrigan und Amy Seimetz werden erneut alle Folgen schreiben, die Regie übernehmen und als Showrunner fungieren.

Fusion mit Lionsgate
Kürzlich hatten Starz und das Produktionsstudio Lionsgate ("Mad Men", "The Hunger Games") eine Fusion bekannt gegeben. Senderchef Albrecht geht davon aus, das Starz in dieser strategischen Partnerschaft weitestgehend eigenständig seiner Programmstrategie nachgehen kann.

Er sieht es aber als eindeutigen Vorteil, nun zwei unterschiedliche Medienfirmen unter einem Dach zu haben, was noch anziehender für die Kreativen Hollywoods werde. Und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es im aktuellen Medienklima vorteilhaft ist, Serienproduktion und ausstrahlenden Sender in einem Medienkonzern vereint zu haben.

Emmy Snubs
Bei den jüngsten Emmy-Nominierungen gehört Starz zu den Sendern, die nach Meinung zahlreicher Kritiker unter Wert geschlagen wurden. Albrecht äußerte, dass er aus seiner Zeit bei HBO wisse, dass man eben viel Geld für seine Emmy-Kampangne in die Hand nehmen müsse. Und da Starz das nicht tut, sei es bei weitem kein ausgeglichener Kampf um die Nominierungen gewesen.

So erinnerte Albrecht daran, dass zu seiner Zeit die Emmys die erste Staffel von "Die Sopranos" übergangen hätten, obwohl die Kritik und die (HBO-)Zuschauer damals begeistert waren. Daraufhin entwickelte HBO eine neue Emmy-Strategie. Bei Starz sei man stolz auf die Eigenproduktionen, unabhängig vom Abschneiden bei den Emmys.

Outlander
Grundsätzlich kommt die TCA für "Outlander"-Neuigkeiten zeitlich ungelegen: Staffel zwei wurde gerade fertig gezeigt, die Staffeln drei und vier bestellt. Insofern hatte Albrecht nur wenig konkretes zu sagen. Nur soviel: "Outlander" wird noch für eine ganze Weile beim Sender bleiben.

Startdaten
Ebenfalls im Gepäck hatte Chris Albrecht zwei Startdaten für den Herbst. Die jeweils zweite Staffel von "Ash vs. Evil Dead" (mit Bruce Campbell) und "Blunt Talk" (mit Patrick Stewart) werden am Sonntag, den 2. Oktober, als Doppelpack an den Start gehen.

Starz hatte seine Strategie für Eigenproduktionen jüngst geändert und lässt diese nun statt am Samstag am Sonntag erstmalig laufen. Auch wenn dort die Programm-Konkurrenz größer ist, konnten der jüngste Neustart - "Power" Staffel drei - einen neuen Quotenhöchstwert erreichen und übertrumpfte den Auftakt der zweiten Staffel um fast 60 Prozent.

Havana Quartett
Schon seit einem Jahr arbeitet Starz an einer neuen Serie namens "Havana Quartet" (wunschliste.de berichtete). Antonio Banderas ist für die Hauptrolle in der Adaption der Kriminalromane "Havana Blue", "Havana Gold", "Havana Red" und "Havana Black" vorgesehen, die auf Deutsch unter den Titeln "Ein perfektes Leben", "Handel der Gefühle", "Labyrinth der Masken" und "Das Meer der Illusionen" beim Union-Verlag in Zürich erschienen sind. Besonderheit ist, dass es die erste Serie sein soll, die dann weitgehend in Kuba gedreht wird - mit dem die USA gerade erst nach Jahrzehnten eines kalten Krieges die Beziehung normalisieren.

Neu an Bord ist nun der Produzenten-Veteran Tom Fontana, der mit seinem langjährigen Know How vor allem die logistischen Probleme bewältigen helfen soll. Seit 30 Jahren produziert Fontana Serien, darunter "Chefarzt Dr. Westphall", "Homicide", "Oz - Hölle hinter Gittern", "Copper - Justice is brutal" und "Borgia".

Neue Projekte
Bei der TCA stellte Albrecht vier neue Projekte vor, die aktuell für Starz entwickelt werden.

- Tomorrow, Today (Superheldendrama, 60 Minuten): Starz hat den "Powers"-Produzenten Curtis "50 Cent" Jackson unter einen Entwicklungsvertrag genommen, unter dem 50 Cent weitere Projekte für den Sender entwickeln und produzieren soll. Gleichzeitig wurde ein Filmdrehbuch vom Rapper erworben, das nun zu einer Serie ausgebaut werden soll. Die Geschichte "Tomorrow, Today" handelt von einem Kriegsveteranen aus Chicagos Southside, der unschuldig inhaftiert wurde. Dort wird er zum unfreiwilligen Versuchskaninchen eines verrückten Wissenschaftlers, der den perfekten Menschen und gleichzeitig eine perfekte Tötungsmaschine schaffen will. Als der Veteran entkommen kann, muss er seinen Frieden mit der Welt schließen, die ihn jagt und töten will, während er seine Kräfte einsetzt, um anderen zu helfen. Anthony Cipriano ("Bates Motel") und Dan Kay sind weitere Produzenten von "Tomorrow, Today".

- Pussy Valley (Drama, 60 Minuten): Im Zentrum dieses Projekts stehen fünf Pole-Dancer, die im berühmt berüchtigte Pink Pony in Mississippi arbeiten. Auf der einen Seite sind die Stripperinnen, die Geld, Einfluss und Respekt in ihrer Umgebung erlangen wollen. Auf der anderen Seite sind die männlichen Gäste - wohlhabende Sportler und Politiker - die einfach nur ihren Willen durchsetzen und ihre niedere Gelüste befriedigen möchten. Die renommierte, afro-amerikanische Theaterautorin Katori Hall hat das Konzept entworfen, an der Produktion beteiligt ist Chernim Entertainment.

- Dirty Girls Social Club (Dramedy, 30 Minuten): Sechs Frauen mit unterschiedlicher Herkunft wurden auf dem College zu Freundinnen. Nun, zehn Jahre später, stehen sie weiterhin einander bei, wenn es darum geht, die Herausforderungen im Privat- und Berufsleben zu meistern. Alisa Valdes schuf das Drehbuch, Ligiah Villalobos fungiert als Showrunnerin.

- Teresa: Adaption einer mexikanischen Telenovela, die in Zusammenarbeit mit Televisa USA und Lionsgate entsteht. Die Vorlage handelt von der Titelfigur, einer illegal in den USA lebenden, jungen Latino-Einwanderin. Sie ist besessen vom Ziel, Geld und Einfluss in Los Angeles zu erlangen und bereit, alles dafür zu tun. Carlos Portugal fungiert als Drehbuchautor und Showrunner.

Mit einer Serienbestellung für "Teresa" würde Starz seine bisherige Erfolgsstrategie fortsetzen und denjenigen Bevölkerungsgruppen Serien bieten, die bisher von den Premium-Anbietern (HBO, Showtime) eher übergangen wurden.


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