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Erfolgreicher Journalist und Schriftsteller wurde 83 Jahre alt
"Tatort"-Autor Felix Huby
SWR/Jürgen Haas (2009)
"Tatort"-Autor Felix Huby ("Ernst Bienzle", "Max Palu") gestorben/SWR/Jürgen Haas (2009)

Der renommierte TV-Autor Felix Huby ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Das bestätigte der SWR. Huby hatte eine vielschichtige Karriere, die Etappen als Journalist sowie später als erfolgreicher Autor für fiktionale Geschichten umfasste. Für den  "Tatort" schuf er unter anderem die beliebten Kommissare Ernst Bienzle, Max Palu und Jan Casstorff und schrieb auch für Schimanski.

Kurz vor dem Jahresende 1938 war Huby unter dem bürgerlichen Namen Eberhard Hungerbühler in Dettenhausen im Landkreis Tübigen geboren worden. Zunächst schlug er eine Karriere als Zeitungsjournalist ein. 1972 kam er zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel und berichtete aus Baden-Württemberg - auch in der Zeit, in der dort dann der sogenannte Stammheim-Prozess gegen die Mitglieder der ersten Generation der RAF geführt wurde.

Hungerbühler wollte nach eigenen Aussagen aber nicht sein Leben lang für ein Magazin schreiben, kreativ so eingeengt sein. Aus journalistischen Recherchen über eine Atommüllgeschichte entwickelte er den Roman Der Atomkrieg in Weihersbronn. Über den kam es zum Streit mit Spiegel-Chefredakteur Rudolf Augstein, der nicht über den Namen des bekannten Spiegel-Autors Hungerbühler seine Zeitung mit diesem Buch verbunden sehen wollte - als Kompromiss wählte der Autor Felix Huby für den 1977 erschienenen Roman schließlich als Künstlernamen und behielt ihn auch später bei.

Der SWR hebt aus Hubys Journalisten-Zeit noch ein denkwürdiges Interview aus dem Jahr 1978 mit dem damaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg hervor, Hans Filbinger. Der stand zu der Zeit bereits in der Kritik, da er als Richter in der Nazi-Zeit nach Nazi-Recht Todesurteile gesprochen hatte - was zusammen mit Filbingers Rechtfertigung noch 30 Jahre später (Zitat aus dem Interview: Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein) für Huby, der sich selbst mal um die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer bemüht hatte, schwer zu verkraften war. Filbinger trat schließlich noch 1978 zurück, 1979 verließ Huby dann den Job beim Spiegel und den Journalismus.

Denn Hubys Roman Der Atomkrieg in Weihersbronn - mit dem er die Figur Ernst Bienzle geschaffen hatte - war ein Erfolg geworden, so dass er sich nun komplett auf das Fiktionale verlegte. Zunächst mit Romanen, später als Drehbuchautor vor allem fürs Fernsehen. Mit Bienzle als Protagonisten etwa erschienen 18 Romane sowie 25 "Tatort"-Folgen.

Hubys sehr fruchtbare TV-Karriere begann 1982 mit Drehbüchern für  "Die Krimistunde". Bis 2012 schrieb Huby für zahllose Serien und galt als Vielschreiber, was der Beliebtheit seiner Werke keinen Abbruch tat. Huby arbeitete unter anderem an 33 "Tatort"-Folgen mit, verfasste zwölf Drehbücher für  "Oh Gott, Herr Pfarrer", schrieb im Alleingang die Serien  "Abenteuer Airport",  "Hafendetektiv" und  "Tierarzt Dr. Engel" mit zusammen deutlich mehr als 100 Folgen und war an 40 Episoden vom  "Großstadtrevier" beteiligt. Dazu kamen diverse Fernsehfilme.

Sein Schaffen brachte Huby auch diverse Auszeichnungen ein, darunter den Robert-Geisendörfer-Preis, den Berliner Krimipreis sowie den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg als herausragender Schriftsteller und Fernsehautor.

Zuletzt hatte Huby mit seiner Frau langfristig in Berlin gelebt, wo er nun auch verstorben ist. Das Paar hinterlässt zwei erwachsene Kinder.


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Leserkommentare

  • Mitschi01 schrieb am 21.08.2022, 03.00 Uhr:
    Ein großer Dank, für die tollen Drehbücher und die dadurch entstandenen Filme.
    Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Platz im Paradies ... Ruhe in Frieden, lieber Felix Huby.