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Aufwendige Serie startet im ZDF
"Das Boot": Zwischen dem neuen Kommandanten, Kapitänleutnant Klaus Hoffmann (Rick Okon, r.), und Oberleutnant Tennstedt (August Wittgenstein) kommt es schnell zu Konflikten.
Bild: ZDF/Nik Konietzny
Vor dem Start: "Das Boot" taucht im Free-TV auf/Bild: ZDF/Nik Konietzny

Ab heute kommt "Das Boot" auch ins deutsche Free-TV: Bereits seit heute Morgen ist die Serie in der Mediathek des ZDF abrufbar, die lineare Ausstrahlung beginnt heute (3. Januar 2020) um 20.15 Uhr mit den ersten beiden Episoden.

Danach geht es zügig mit der Eventprogrammierung weiter: Am Samstag, 4. Januar ab 22.00 Uhr, am Sonntag ab 22.15 Uhr und am Montag (ebenfalls um 22.15 Uhr) stehen die weiteren Doppelfolgen an - damit ist die achtteilige erste Staffel gezeigt. Im Rahmenprogramm gibt es Dokumentationen von "ZDF History" zu "Jäger" und "Gejagte" im U-Boot-Krieg des Zweiten Weltkriegs im Atlantik. Die beiden Episoden gibt es ebenfalls in der Mediathek, sowie am heutigen Freitag und Montag im Anschluss an die Serienfolgen im ZDF.

Hintergrund
Sky hat die Produktion von "Das Boot" angestoßen und mit einem internationalen Cast umgesetzt. Die Deutschlandpremiere war im November 2018 beim Pay-TV-Sender, der auch schon eine zweite Staffel herstellt.

Wie der berühmte Film "Das Boot" aus dem Jahr 1981 von Wolfgang Petersen beruht die neue Serie auf einer Buchvorlage von Lothar G. Buchheim - Buchheims Bücher wiederum basieren auf eigenen Erfahrungen als journalistischer Begleiter einer U-Boot-Fahrt im Zweiten Weltkrieg. Er hatte "Das Boot" und "Die Festung" geschrieben, wobei der Film vor allem auf dem ersten Buch basiert, die Serie auf dem zweiten. Während in der Vorlage die Figuren aus dem ersten Buch auch im zweiten vorkommen, verzichtet die Serie im Wesentlichen darauf, die gleichen Namen zu verwenden.

Die Drehbuchadaption für Sky besorgte das deutsch-britische Gespann Johannes W. Betz und Tony Saint. Beide wollten nicht die historischen Kriegsgeschehnisse wiedergeben, sondern am Beispiel des Zweiten Weltkriegs zeigen, wie die Jugend in fanatischen Gesellschaften ihre Zukunft im Krieg verliert.

Daher brachten die Autoren auch Figuren, Vorgänge und Archetypen in die Handlung, die in der Realität kein Gegenstück haben. Teilweise hat dieser freie Umgang mit der Geschichte - und der geschichtlichen Verantwortung der Deutschen und Nazideutschlands im Zusammenhang mit einem ausländischen Waffenhändler - zu harscher Kritik wegen Geschichtsverfälschung geführt.. Zuletzt auch gegen das ZDF, das die Serie nun ausstrahlt.

Die Geschichte
"Das Boot" hängt sich an der Geschichte der erwachsenen Strasser-Geschwister Frank (Leonard Scheicher) und Simone (Vicky Krieps) auf, die beide im Dienst der Marine im U-Boot-Stützpunkt La Rochelle an der französischen Atlantikküste stehen. Beide wurden zu einer Zeit im Elsass geboren, als dieses zum Deutschen Kaiserreich gehörte. Nach dem Versailler Friedensvertrag fiel die Region in der Jugend der Geschwister an Frankreich, so dass die Strassers als "verhasste Deutsche" gesehen wurden. Eingangs des Zweiten Weltkriegs wurde die Region von den Nazis erobert - für Simone durchaus ein Grund, den Kopf als Deutsche hochzuhalten.

Frank dient im Hafen von La Rochelle als Funker, während Schwester Simone gerade hierher versetzt wurde, um am Militärstandort im Sekretariat der deutschen Marine als Übersetzerin zu arbeiten - sie kann ja Deutsch und Französisch.

Kurz vor Simones Ankunft wurde der junge Admiralsspross Klaus Hoffmann (Rick Okon) zum Kapitän des neuen U-Bootes U 612 gemacht, dessen restliche Besatzung auf einem anderen Boot schon ein eingespieltes Team gebildet hatte. Insbesondere hatte die Mannschaft erwartet, dass der bisherige erste Offizier Karl Tennstedt (August Wittgenstein) zu ihrem Kapitän wird - doch dem wird nun ein "Neuling" vorgesetzt. Als U 612 auslaufen soll, verletzt sich der Bordfunker bei einem Brand, so dass Frank Strasser kurzfristig als Ersatz einspringen muss. Auch er ist - wie der Kapitän - eher ein besonnener Typ. während der Rest der Besatzung von Wut, Propaganda und einem Glauben an die deutsche Überlegenheit beseelt ist. Zwischen Hoffmann und Tennstedt knirscht es kräftig, zumal Hoffmann mit der Unterstellung leben muss, er habe seinen Rang nicht eigenen Leistungen, sondern dem berühmten Vater zu verdanken. Daneben machen Gerüchte über ihn an Bord die Runde...

In Franks Abwesenheit lernt Simone das Leben in der Stadt kennen. Einerseits wirft der Gestapo-Mann Hagen Forster (Tom Wlaschiha) ein Auge auf sie und zieht sie schnell als Dolmetscherin bei brutalen Verhören hinzu. Andererseits lernt sie ein wichtiges Geheimnis von Frank kennen und gerät in die Mühlen zwischen Widerstand und der unnachgiebigen Besetzermentalität von Forster.

Das Interview
Anlässlich der ZDF-Ausstrahlung hat unser Redakteur Glenn Riedmeier ein Interview mit den drei Schauspielern August Wittgenstein, Stefan Konarske und Tom Wlaschiha geführt: "Ein Remake wäre das Falscheste gewesen, das man hätte machen können.".

Die Kritik
Sky hat altbekannte Elemente des Films - vor allem Teile des Scores - für seine Neuauflage geschickt eingesetzt und hängt sich so an den Filmerfolg. Gemäß der abweichenden Buchvorlage geht man aber neue Wege und erzählt die Geschichte zweigleisig, parallel an Land und auf See.

Beides ist gut inszeniert. Auch wenn nicht alle Einzelteile der Geschichte überzeugen können, die Darsteller können es. Ein altes Sprichwort warnt allerdings bekanntlich "Getretener Quark wird breit, nicht stark": "Das Boot" erzählt zu viele kleine, persönliche Geschichtchen, um als großes Ganzes mitreißen zu können. Die Serie zeigt die Situation einer besetzten Stadt und der Soldatenexistenz auf See sowie des Krieges in Schlaglichtern, die zum Nachdenken anregen - was ja durchaus die Zielvorstellung war: All die modernen Konflikte der Welt und ihre Beteiligten durch den Rückblick auf ein historisches Setting zu beleuchten.

Letztendlich kann "Das Boot" mit einiger Spannung unterhalten und eben durchaus zum Nachdenken über Sichtweisen und Schicksale anregen. Aber wenn man seiner Serie den Titel "Das Boot" gibt, dann legt man sich die Sprunglatte auf eine ziemliche Höhe - und die Serie kann diese nicht nehmen.

Unsere ursprüngliche Kritik zur Serie: "Das Boot": Skys Prestigeserie mangelt es an Tiefgang (basierend auf den damals vorab verfügbaren vier Review-Episoden; dem obigen Text liegt die komplette Staffel zugrunde)


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Leserkommentare

  • Cugel schrieb am 15.01.2020, 00.07 Uhr:
    CugelMan torpediert größere Schiffe, gerne auch zivile, aber wenn ein Zerstörer erscheint, geht man schnell auf Tauchstation und ist dann den Wasserbomben ausgeliefert. ^^


    Der Name Zerstörer bezieht sich im Grunde direkt auf U-Boote. Auch heute noch schützen Zerstörer oder Fregatten die grossen Schiffe. U-Boote haben damals Handelsschiffe und Grosskampfschiffe torpediert. Diese konnten sich nicht, bzw. nur sehr bedingt gegen solche Angriffe wehren. Vergleichbar mit einem Elefanten, der gegen eine Maus wehrlos ist.


    Hund und Katze dagegen sind tödliche Gegner für eine Maus, da sie flink und agil sind. Genauso ist es mit Zerstörern. Ein aufgetauchtes U-Boot ist langsamer und weniger wendig als ein zerstörer, der zudem besser bewaffnet ist. Über Wasser würde ein U-Boot beschossen und torpediert werden, während der Zerstörer besser ausweichen kann und Luftunterstützung anfordern könnte.


    Die einzige Chance zu entkommen ist abtauchen. Doch Sonar und Wasserbomben lassen sich nur durch Tricks, Geduld und Hoffnung abschütteln. Trotzdem allemal besser als über Wasser mit Sicherheit erledigt zu werden. 
  • chrisquito schrieb via tvforen.de am 07.01.2020, 21.24 Uhr:
    chrisquitoSchon gut gemacht. Den Zusammenhang zum Film habe ich noch nicht herstellen können. Erinnert ein wenig an Charite.

    Was ich kriegstechnisch nicht verstehe, das war wohl auch im Film so: Man torpediert größere Schiffe, gerne auch zivile, aber wenn ein Zerstörer erscheint, geht man schnell auf Tauchstation und ist dann den Wasserbomben ausgeliefert. Warum feuert man nicht auf diesen die Torpedos ab?