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Karriere von Oscar-Ehren über Theater und TV-Rollen bis MCU
William Hurt in einer seiner letzten Serienrollen in "Condor"
DirecTV
William Hurt im Alter von 71 Jahren verstorben/DirecTV

Der US-amerikanische Schauspieler William Hurt ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Das gab die Familie des Oscar-Gewinners ( "Der Kuss der Spinnenfrau") bekannt. Laut Deadline erlag Hurt den Folgen einer Krebserkrankung, die er 2018 bekannt gemacht hatte.

Sein Sohn Will machte die traurige Neuigkeit bekannt: Mit großer Traurigkeit muss die Hurt-Familie den Tod von William Hurt verkünden, meinem geliebten Vater und Oscar-Gewinner, der am 13. März 2022 eine Woche vor seinem 72. Geburtstag aus dem Leben geschieden ist. Er ist an natürlichen Ursachen im Kreis seiner Familie verstorben. Die Familie bittet in dieser schwierigen Zeit um Wahrung der Privatsphäre.

William McChord Hurt wurde im Jahr 1950 in der US-amerikanischen Bundeshauptstadt Washington, D.C. geboren. Über den Vater, der im Außenministerium arbeitete, kam der junge William nach Südostasien und Afrika. Nach der Scheidung der Eltern wuchs er in Massachusetts auf. Bereits in der Schule interessierte Hurt sich für Theater, begann nach dem Abschluss aber zunächst ein Theologie-Studium. Das brach er zugunsten eines Besuchs der Juilliard School ab, die er 1976 abschloss.

Danach zog es ihn zunächst auf die Theaterbühnen. Für seine erste große Filmrolle in  "Der Höllentrip" (1980) als wahnsinniger Wissenschaftler erhielt Hurt in der Branche erste Anerkennung - unter anderem eine Nominierung in der damaligen Kategorie "Neuer Star des Jahres" bei den Golden Globes (Timothy Hutton gewann in jenem Jahr).

Hurts Gravitas machte ihn zu einem prädestinierten Darsteller für Rollen als Intellektueller, aber auch Psychodramen konnte er seinen Stempel aufdrücken. So sollte die erste Golden-Globe-Nominierung aus dem Jahr 1981 bei weitem nicht die einzige Auszeichnung bleiben.

In den 1980ern gelang es William Hurt unter anderem, drei Jahre hintereinander für einen Academy-Award nominiert zu werden: Für das Psychodrama "Der Kuss der Spinnenfrau" über zwei unterschiedliche Gefängnisinsassen gewann Hurt 1986 einen Oscar, Nominierungen folgten 1987 für  "Gottes vergessene Kinder" und 1988 für die Komödie  "Nachrichtenfieber - Broadcast News". 2006 gab es für  "A History of Violence" eine letzte Nominierung.

Erst nach 2010 begann William Hurt, auch regelmäßiger im TV aufzutreten - bereits 2000 hatte er allerdings die Rolle als Duke Leto Atreides in einer Adaption von  "Dune" als Miniserie durch den Sci-Fi-Channel gespielt. 2009 lockte ihn dann eine Hauptrolle in  "Damages - Im Netz der Macht" zu einer ersten längeren Serienrolle - in der zweiten Staffel der Serie porträtierte Hurt den Wissenschaftler Daniel Purcell, der als Whistleblower an Patty (Glenn Close) herantritt, mit ihr aber auch eine komplizierte Vorgeschichte hat. Für die Rolle erntete Hurt eine Emmy- und eine weitere Golden-Globe-Nominierung.

Danach war Hurt in der Miniserie  "Moby Dick" als Captain Ahab dabei und übernahm eine Rolle im HBO-Fernsehfilm  "Too Big to Fail - Die große Krise" - die ihm eine zweite Emmy-Nominierung einbrachte. 2008 gehörte er erstmals als Thaddeus Ross zum Marvel Cinematic Universe: In  "Der unglaubliche Hulk" ist der noch als General tätig; nachdem er aus medizinischen Gründen in den Ruhestand ging, wurde Ross US-Außenminister und tauchte in vier weiteren Filmen auf, zuletzt  "Black Widow".

Auf dem TV-Bildschirm übernahm William Hurt in en letzten zehn Jahren noch Serienrollen in  "Humans",  "Beowulf",  "Condor" und zuletzt in  "Goliath".

William Hurts Privatleben ging mehrfach durch die Schlagzeilen. So endete seine erste Ehe nach einer außerehelichen Beziehung, bei der seine Partnerin schwanger wurde. Später war Hurt in einer dreijährigen Beziehung mit der 15 Jahre jüngeren "Gottes vergessene Kinder"-Darstellerin Marlee Matlin, die in ihrer Autobiografie über gemeinsamen Drogenkonsum und häusliche Gewalt berichtete. Insgesamt hinterlässt William Hurt vier zwischen 1982 und 1998 geborene Kinder mit drei Frauen.

2018 hatte Hurt eine Erkrankung an Prostata-Krebs öffentlich gemacht, die zum damaligen Zeitpunkt bereits Metastasen gebildet hatte und daher als unheilbar eingestuft werden musste.

Stellvertretend für zahlreiche Würdigungen für den Verstorbenen seien die Worte von Matthew Modine:


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Leserkommentare

  • Informationen schrieb am 15.03.2022, 08.31 Uhr:
    Wirklich sehr schade. War immer eine Bereicherung wo er auch mitgewirkt hat, hat er seinen Stempel aufgedrückt.
  • StP schrieb via tvforen.de am 14.03.2022, 12.31 Uhr:
    Warum wird in den ganzen Nachrufen/Meldungen über seinen Tod nie der ganz klasse Film 'Gorky Park' erwähnt?
    Oder darf man jetzt nichts mehr nennen, was mit Russland zu tun hat? :-)
  • re787 schrieb via tvforen.de am 14.03.2022, 23.50 Uhr:
    Der Film ist auch immer meine erste Assoziation, wenn ich den Namen William Hurt lese!
  • re787 schrieb via tvforen.de am 14.03.2022, 23.50 Uhr:
    Der Film ist auch immer meine erste Assoziation, wenn ich den Namen William Hurt lese!
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 15.03.2022, 15.38 Uhr:
    Der gefiel mir auch sehr!
    Spielten da nicht auch Lee Marvin und Joanna Pakula mit?
    Gruss,
    Chrissie

    StP schrieb:
    Warum wird in den ganzen Nachrufen/Meldungen über
    seinen Tod nie der ganz klasse Film 'Gorky Park'
    erwähnt?
    Oder darf man jetzt nichts mehr nennen, was mit
    > Russland zu tun hat? :-)
  • StP schrieb via tvforen.de am 16.03.2022, 21.06 Uhr:
    Chrissie777 schrieb:

    Spielten da nicht auch Lee Marvin und Joanna
    Pakula mit?

    Genau.
    Einige Darsteller:
    William Hurt
    Lee Marvin
    Brian Dennehy
    Ian Bannen
    Joanna Pacula
    Michael Elphick
    Richard Griffiths
    Rikki Fulton
    u.v.a.
    StP
  • Fernsehsenf schrieb am 20.03.2022, 10.08 Uhr:
    Mir hat "Gorky Park" auch sehr gut gefallen, wenn auch vor allem wegen Joanna Pacula... ;-)
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 24.03.2022, 23.24 Uhr:
    Danke Dir!
    Wir schauen ihn uns morgen nochmal an.
    Gruss,
    Chrissie
    StP schrieb:
    Genau.
    Einige Darsteller:
    William Hurt
    Lee Marvin
    Brian Dennehy
    Ian Bannen
    Joanna Pacula
    Michael Elphick
    Richard Griffiths
    Rikki Fulton
    u.v.a.
    > StP
  • DerLanghaarige schrieb am 14.03.2022, 09.22 Uhr:
    Es wird immer vergessen zu erwähnen, dass der Mann auch in der 100. Folge von "King Of Queens" dabei war, was einerseits eine ziemliche Überraschung war, da es zu der Zeit schon fast ein Karriererückschritt für einen Schauspieler seines Kalibers war, in einer wenig prestigeträchtigen Sitcom mitzuspielen, andererseits aber auch ziemlich auf der Hand lag, wenn man von seiner Freundschaft mit Jerry Stiller wusste.
  • Tom_Cat schrieb am 14.03.2022, 17.25 Uhr:
    "King of Queens" war Ende der 90er bis 2006 DIE Sitcom Serie schlechthin!!! Halt noch in der Zeit vor Two And A Half Men, How I Met Your Mother und nach Eine schrecklich nette Familie.
    An Popularität war King of Queens zu der Zeit nicht zu überbieten.
  • Sentinel2003 schrieb am 13.03.2022, 23.36 Uhr:
    OMG, das ist jetzt echt nicht wahr....ich bin praktisch mit seiner Karriere aufgweachsen....was für ein so genialer Schauspieler!! Ruhe in Frieden William!