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Die Akte Odessa

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Die Akte Odessa

(The O.D.E.S.S.A. File / The Odessa File)D/GB, 1974
Die Akte Odessa
Bild: ARD
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Filminfos

Dem Journalisten Peter Miller fällt 1963 das Tagebuch eines verstorbenen Juden in die Hände, in dem dieser von den Gräueltaten des berüchtigten SS-Kommandanten Roschmann während des 2. Weltkriegs berichtet. Miller beschließt, den untergetauchten Naziverbrecher zu suchen. Dabei kommt er der mächtigen Geheimorganisation Odessa auf die Spur. Die ehemaligen SS-Angehörigen setzen einen Profikiller auf Miller an ... Hamburg, 22. November 1963. Während auf allen Kanälen über die Ermordung John F. Kennedys berichtet wird, kommt der deutsche Reporter Peter Miller (Jon Voight) durch Zufall einer mörderischen Verschwörung ganz anderer Art auf die Spur: Ein befreundeter Polizist überlässt ihm das Tagebuch eines alten jüdischen Mannes namens Tauber, der an diesem Tag Selbstmord begangen hat. Die Aufzeichnungen erweisen sich als erschütterndes Protokoll eines Holocaust-Überlebenden. Detailliert schildert Tauber die Gräueltaten des SS-Kommandanten Eduard Roschmann (Maximilian Schell), auch bekannt als "Schlächter von Riga". Von einem Freund des Verstorbenen erfährt der Journalist, dass Roschmann noch am Leben ist und sich seit Kriegsende versteckt hält. Trotz der Vorbehalte seiner Freundin Sigi (Mary Tamm) und seiner Mutter (Maria Schell) beginnt er, die Fährte des NS-Verbrechers aufzunehmen. Obwohl er fast überall auf Mauern des Schweigens stößt, kommt Miller einer unfassbaren Verschwörung auf die Spur: Zahllose ehemalige SS-Schergen haben sich nach dem Krieg in einer Geheimorganisation namens Odessa zusammengeschlossen. Viele der Männer bekleiden hochrangige Positionen in Wirtschaft und Justiz - ihre Macht und ihr Einfluss sind so groß, dass niemand ihnen etwas anhaben kann. Durch einen Spitzel (Günter Strack) bei der Kriminalpolizei erfahren sie von Millers Suche nach Roschmann und setzen einen Profikiller (Klaus Löwitsch) auf ihn an. Zur gleichen Zeit wird der Reporter von Agenten des israelischen Geheimdienstes kontaktiert: Mit einer neuen Identität als ehemaliger SS-Mann ausgestattet, soll er Odessa infiltrieren. Die Zeit drängt, denn ein Unternehmen der Altnazis ist im Begriff, für das ägyptische Militär ein neuartiges Raketenlenksystem für eine vernichtende Attacke auf Israel zu entwickeln. "Die Akte Odessa", nach dem Bestseller von Frederick Forsyth inszeniert, vermischt auf geschickte Weise Realität und Fiktion zu einem packenden Thriller: Die Geschichte des Reporters Peter Miller ist fiktiv, den berüchtigten Kriegsverbrecher Eduard Roschmann gab es jedoch wirklich: 1977 wurde er in Argentinien verhaftet. Umstritten ist bis heute, ob es die Geheimorganisation Odessa (für "Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen") wirklich gab. Simon Wiesenthal, der auch als Berater der Filmemacher fungierte, war von ihrer Existenz überzeugt, andere Historiker zweifeln daran. Die Hauptrolle spielt Oscar-Preisträger Jon Voight. In prägnanten Nebenrollen sind zahlreiche deutsche Schauspieler zu sehen, darunter Maximilian Schell, Klaus Löwitsch und Günter Strack.
(mdr)
Rubrik: Thriller
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