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163

Easy Rider

USA, 1969

Turner / (C) COLUMBIA TRI-STAR PICTURES. ALL RIGHTS RESERVED.
  • Platz 804163 Fans  78%22% jüngerälter
  • Wertung4 17653.57Stimmen: 7eigene Wertung: -

Filminfos

19.12.1969
Der Kultfilm "Easy Rider" wird 50 Jahre alt. Kein anderer Film entsprach so sehr dem Zeitgeist der aufmüpfigen Jugend wie dieses erste Roadmovie mit dem Steppenwolf-Song "Born to Be Wild". Biker Wyatt und sein Freund Billy fahren auf ihren Harley-Davidson-Choppern von Kalifornien nach New Orleans, auf der Suche nach Amerika und der eigenen Identität. Doch ihr Traum von Freiheit wird für sie zum tödlichen Albtraum. Wyatt, alias Captain America (Peter Fonda) und sein Kumpel Billy (Dennis Hopper) schmuggeln Kokain aus Mexiko nach Kalifornien und sind durch das Drogengeld erst einmal unabhängig. Sie fahren auf ihren frisierten Harley-Davidson-Choppern von L.A. nach New Orleans zum Mardi Gras, dem dortigen Karneval. Unterwegs werden sie in einem Motel abgewiesen, aber von einer freundlichen Farmerfamilie bewirtet. Sie machen Halt bei einer Hippie-Kommune in den Bergen, fahren übermütig einer Parade hinterher und werden dafür in Las Vegas ins Gefängnis gesteckt. Hier treffen sie den jungen Anwalt George Hanson (Jack Nicholson) aus gutem Hause, der in der Zelle seinen Rausch ausschläft. Er holt sie aus dem Gefängnis, und sie nehmen ihn mit auf ihren Roadtrip. Sie verstehen sich gut, rauchen Joints und freuen sich an der schönen Landschaft.
In einem Örtchen in Louisiana wollen sie in einem Restaurant essen, flirten mit den Mädchen dort und werden von den aufgebrachten männlichen Einheimischen verjagt. So kampieren sie nachts im Freien, doch die Dorfbewohner überfallen sie und schlagen mit Baseballschlägern auf sie ein. George Hanson stirbt an den Verletzungen. Wyatt und Billy fahren am nächsten Tag zu einem von Hanson empfohlenen Bordell in New Orleans. Doch die Stimmung ist umgeschlagen, und als Wyatt dort ein düsteres I-Ging-Orakel erhält, verstärkt sich seine Todesahnung. Der gemeinsame LSD-Genuss mit zwei Prostituierten wird zu einem psychedelischen Trip.
Am Tag darauf wird Billy auf der Landstraße aus einem vorbeifahrenden Pick-up heraus von zwei Rednecks bedroht und zeigt ihnen den hochgestreckten Mittelfinger. Darauf erschießen die Rednecks Billy. Entsetzt versucht Wyatt Hilfe zu holen, doch der Pick-up wendet, rast auf ihn zu, und auch auf ihn wird geschossen. Schließlich explodiert das getroffene Motorrad mit seinem Fahrer am Straßenrand. Bei den Dreharbeiten zu Roger Cormans "The Trip", an denen Peter Fonda und Dennis Hopper 1967 teilnahmen, entstand die Idee zu "Easy Rider". Beide hatten bereits vorher an Rockerfilmen mitgewirkt und nutzten diese Erfahrungen für ihr neues Projekt.
Locker ließen sie sich von einer wahren Begebenheit inspirieren: In den Südstaaten waren in den 60er-Jahren zwei Motorradfahrer von Einheimischen ohne Grund umgebracht worden. Wenig Dialoge, kein festes Drehbuch, Improvisation, zeitgenössische Rockmusik (zehn Lieblingslieder von Peter Fonda), kein Bühnenbild, dafür die herrliche Landschaft, durch die Captain America und Billy auf ihren Harleys fuhren - das war das Rezept des Roadmovies. Abends wurde entschieden, was am nächsten Tag gedreht wurde, und die Statisten für kleinere Rollen holte man sich direkt vor Ort. Die Songs von Steppenwolf "Born to Be Wild" und von den Byrds "Wasn't born to follow" waren Programm, und der Band Steppenwolf gelang mit dem Film ihr Durchbruch. In Preview Flash Cuts wurden in kurzen Szenen Handlungselemente vorweggenommen, Farb- und Formvariationen zeigten Wahrnehmungsveränderungen unter Drogen. "Ein Mann suchte Amerika, doch er konnte es nirgends finden ..." - dieser Satz steht auf dem Kinoplakat des Films und zeigt die Intention des Dreigespanns Fonda, Hopper und Nicholson: Die Weite des Landes, die Wyatt und Billy - wie dereinst Wyatt Earp und Billy the Kid - mit enormen Pferdestärken durchstreifen, vermittelt zwar ein Gefühl von Freiheit, doch die viel gepriesene amerikanische Freiheit ist längst zur Illusion geworden.
Der Film löste beim größten Teil des Publikums Begeisterung aus und bewahrte auch die angeschlagene Motorradfirma Harley-Davidson vor dem Ruin. Er wurde zumeist als Verherrlichung der Hippiebewegung aufgefasst, obwohl er doch eher ihr Abgesang war. "Easy Rider" war am 8. Mai 1969 offizieller Beitrag der USA beim Filmfestival in Cannes und für die Goldene Palme nominiert. Die beliebte Trophäe konnte der Film nicht erringen, aber immerhin erhielt Dennis Hopper den Prix de la première oeuvre, den Preis als Bestes Erstlingswerk. Jack Nicholson verhalf "Easy Rider" zu seinem großen Durchbruch, während Peter Fondas Karriere danach eher im Sande verlief.
Dennis Hopper konnte sich einen festen Platz unter den Film-Bösewichten schaffen. Als Hopper im Mai 2010 starb, wollte er in Taos in New Mexico beerdigt werden. An diesem Ort und in dessen Umgebung waren große Teile des Kultfilms "Easy Rider" gedreht worden. Peter Fonda (geboren am 23. Februar 1940 in New York City) verstarb am 16. August im Alter von 79 Jahren in Los Angeles.
Peter stammte aus dem Fonda-Clan, einer der berühmtesten Schauspieler-Dynastien Hollywoods. Sein Vater war Westernheld Henry Fonda, Jane Fonda ist Peters Schwester, Bridget Fonda seine Tochter. Die Mutter von Peter und Jane beging 1950 Suizid, Peter war damals 10 Jahre alt. Sowohl Jane als auch Peter haben das Leben mit der Kinolegende Henry Fonda als schwierig empfunden und darüber offen gesprochen bzw. geschrieben. Peter Fonda hatte zwei Kinder und war dreimal verheiratet, zuletzt teilte er seine Zeit zwischen einer Ranch in Montana und Los Angeles, wo er am vergangenen Freitag den Folgen eines Krebsleidens erlag.
Für "Easy Rider" agierte Peter Fonda sowohl als Koproduzent und Co-Autor. Der Film machte ihn zu einer Ikone der US-Gegenkultur. Mit diesem, seinem berühmtesten Film, erinnert das ZDF an Peter Fonda, Hollywoods bekanntesten Rebellen.
(ZDF)
Mit seiner Geschichte der modernen Outlaws demontiert Regiedebütant Dennis Hopper nicht nur den Mythos vom amerikanischen Traum. Er erzählt vom Untergang der Illusionen einer ganzen Generation und vom Scheitern eines selbstbestimmten Lebens in einem von Konformismus geprägten Land. "Easy Rider" ist ein Kultfilm und Roadmovie aus dem Jahr 1969, der das Lebensgefühl der 60er Jahre beschreibt. "Easy Rider" avancierte 1969 in den USA und bald auch in Deutschland zum Kinohit des Jahres und gilt als Vorreiter des unabhängigen Hollywoods der 70er Jahre.
(arte)

Easy Rider Streams

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im Fernsehen

In Kürze:
  • Easy Rider
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  • User_308787 (geb. 1961) schrieb am 19.08.2019, 22.08 Uhr:
    Hallo Fans, hier ein zusätzlicher Ausstrahlungstermin für den Kultfilm am morgigen Abend im ZDF 00.35 - 02.05 Uhr (in der Nacht zu Mittwoch). Ich denke als Hommage den gerade verstorbenen Darsteller Peter Fonda (RiP).

Bilder

  • Dennis Hopper (Billy).
    Dennis Hopper (Billy).
    Bild: © ORF/Sony Pictures
  • Unterwegs zum Mardi Gras Festival in New Orleans: Wyatt (Peter Fonda, vorne r.) und Billy (Dennis Hopper, l.) begeben sich auf eine Reise ins Verderben ...
    Unterwegs zum Mardi Gras Festival in New Orleans: Wyatt (Peter Fonda, vorne r.) und Billy (Dennis Hopper, l.) begeben sich auf eine Reise ins Verderben ...
    Bild: © ORF/Sony Pictures
  • Dennis Hopper (Billy).
    Dennis Hopper (Billy).
    Bild: © ORF/Sony Pictures
  • "Easy Rider". Im Bild: Jack Nicholson (George Hanson).
    "Easy Rider". Im Bild: Jack Nicholson (George Hanson).
    Bild: © ORF/Sony Pictures
  • Jack Nicholson (George Hanson).
    Jack Nicholson (George Hanson).
    Bild: © 3sat
  • Jack Nicholson (George Hanson).
    Jack Nicholson (George Hanson).
    Bild: © ORF/Sony Pictures

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