In ihrem ersten Kinospielfilm erzählt Caroline Link die emotionale Geschichte einer aussergewöhnlichen Kindheit: Lara wächst als Tochter gehörloser Eltern auf. Liebevoll und verantwortungsbewusst stellt sie für ihre Eltern die Verbindung zur Aussenwelt her. Schon als Achtjährige ist Lara bei Kreditgesprächen mit der Bank dabei, sie dolmetscht alle Telefonate und übersetzt auch - mit kleinen Veränderungen - den Tadel der Lehrerin für ihre Eltern in die Gebärdensprache. Ein besonders inniges Verhältnis hat Lara zu ihrem Vater, mit dem sie am liebsten Geräuscheraten spielt. An Weihnachten bekommt Lara von der lebenslustigen Tante Clarissa eine Klarinette geschenkt und entdeckt damit die wundersame Welt der Musik und ihre eigene musikalische Begabung. Schmerzlich bewusst wird ihr dabei die Kluft zwischen der Welt der Töne und der Welt der Stille. Laras Ablösung von den Eltern und ihr Kampf um ein eigenes Leben nehmen einen dramatischen Verlauf, an dessen Ende Lara erfährt, dass es einen Weg geben wird, die beiden Welten miteinander zu vereinen.
(SRF)
Der mehrfach preisgekrönte Debütfilm von Caroline Link wurde 1998 für den Oscar nominiert und lockte eine grosse Zahl von Zuschauerinnen und Zuschauern in die Kinos. Der deutsche Gehörlosenbund attestierte dem Film, er habe mehr zum Verständnis für Gehörlose beigetragen als zehn Jahre Verbandsarbeit. Unterstützt von hervorragenden Darstellern - darunter die gehörlosen Emmanuelle Laborit und Howie Seago als Eltern von Lara - von den Bildern des renommierten Kameramanns Gernot Roll und von der Musik des Baslers Niki Reiser gelang Caroline Link ein emotional sehr bewegendes Werk.
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Durch ihre Tante Clarissa (Sibylle Canonica, li.) eröffnet sich Lara (Sylvie Testud, re.) eine ganz neue Welt. Clarissa schenkt ihr eine Klarinette und möchte ihr ein Musikstudium ermöglichen.
Als Lara die Musik entdeckt und auf das Konservatorium will, kommt es zum Konflikt mit den Eltern. 'Jenseits der Stille' erzählt die Geschichte eines Mädchens, das als Tochter gehörloser Eltern aufwächst. Regisseurin Caroline Link ist damit eine sensible Darstellung der Welt von Gehörlosen gelungen. Ihr Film wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und sogar mit einer Oscar-Nominierung belohnt.