Der junge belgische Zeichner Morris, mit bürgerlichem Namen Maurice de Bévère (1923-2001), verbrachte in den 40er Jahren einige Zeit in Amerika. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten entflammte seine Leidenschaft für Wild-West-Storys. Cowboys, rauchende Colts und Saloon-Schießereien fesselten und inspirierten den ambitionierten Zeichner, der den alten Kuhhirten schon bald nach seiner Rückkehr in die Heimat ein Denkmal setzte - mit dem Comic-Helden Lucky Luke. Der erschien erstmals 1946 auf Papier. Der Cowboy, der schneller schießt als sein Schatten, wurde bis 1955 im "L'Amanach de Spirou" gedruckt. Als netter, kleiner Comicstrip. Das änderte sich, als Bévère dem Geschichtenschreiber René Goscinny begegnete. Die beiden vereinten ihre Stärken (Bévères Strich und Goscinnys Fantasie) und stellten eine der kultigsten Comic-Serien weltweit auf die Beine. Fortan erlebte der coole Cowboy Lucky Luke Abenteuer, die ganze Comic-Bände füllten und zum begehrten Sammlerobjekt wurden. Nach Goscinnys Tod 1973 zog sich Bévère vorerst zurück. Doch schon ein Jahr darauf setzte er die Lucky-Luke-Abenteuer alleine fort. Nur selten holte er sich Hilfe von Seiten belgischer und französischer Autoren. In seinem letzten Band, "Die Wildwest Legende", erzählt Morris einmal mehr eine Geschichte der Daltons, der vier verblödeten Brüder, die Lucky Luke das Leben erschweren. Am 16. Juli 2001 starb Maurice de Bévère in Brüssel.
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