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45

So weit die Füße tragen

D, 2001
So weit die Füße tragen
Bild: Archiwum
  • 45 Fans   62% 38%
  • Wertung0 19652noch keine Wertungeigene Wertung: -

Filminfos

Deutschlandpremiere: 27.12.2001
Neuverfilmung des gleichnamigen TV-Klassikers von 1959: Oberstleutnant Clemens Forell wird 1946 zusammen mit 3.000 deutschen Soldaten in ein sibirisches Straflager deportiert. Allein der Gedanke an Flucht hält ihn in den Bleiminen am Leben. Mithilfe des an Krebs erkrankten Arztes Dr. Stauffer gelingt Forell der Ausbruch. Seine dreijährige Odyssee durch Asien endet nach über 14.000 Kilometern in Teheran, wo der Flüchtling von seinem Onkel identifiziert wird und 1952 endlich heimkehren kann. Der deutsche Oberstleutnant Clemens Forell (Bernhard Bettermann) wird 1946 von einem russischen Kriegsgericht zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und zusammen mit 3.000 deutschen Soldaten in ein entlegenes sibirisches Straflager am Kap Deshnev deportiert. Im Gegensatz zu vielen Mitgefangenen kommt Clemens lebend in Sibirien an. Hier, am Ende der Welt und inmitten einer endlosen Eiswüste, sind nicht einmal Wachen nötig, um die Gefangenen an der Flucht zu hindern. Die Funktion des deutschen Lagerarztes Dr. Stauffer (Michael Mendel) beschränkt sich auf das Ausstellen von Totenscheinen: Denn durch die auszehrende Arbeit in den Bleiminen werden die gefangenen Soldaten langsam vergiftet. Auch der Arzt selbst ist bereits an Krebs erkrankt und verwirft daher seinen detailliert ausgetüftelten Fluchtplan. Er schenkt Clemens seine heimlich zusammengestellte Ausrüstung, mit der dieser wenigstens eine minimale Chance hat, nach Hause zu kommen. Tatsächlich gelingt Clemens im zweiten Anlauf im Oktober 1949 der Ausbruch. Verfolgt vom Lagerkommandanten Kamenev (Anatoly Kotenyov) beginnt eine drei Jahre währende Odyssee durch die Eiswüsten, Tundren und Wälder Russlands, die nach insgesamt 14.208 Kilometern endet. Zuvor wird der Flüchtling, nachdem er in Teheran den sowjetischen Machtbereich hinter sich gelassen hat, unter Spionageverdacht erneut inhaftiert, kann aber nach Identifizierung durch seinen Onkel 1952 - nach acht Jahren in der Fremde - endlich heimkehren. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Tatsachenroman von Josef Martin Bauer. Ebenso abenteuerlich wie die Geschichte waren die Dreharbeiten an Originalschauplätzen in Russland. Auch hier mussten die Beteiligten oft an ihre Grenzen gehen. Im Gegensatz zum gleichnamigen sechsteiligen Fernsehfilm von Fritz Umgelter aus dem Jahre 1959, der sich nah an die Romanvorlage hält, weicht die Verfilmung von Hardy Martins deutlich davon ab. Er fokussiert sich auf die Jagd des sowjetischen Offiziers Oberleutnant Kamenev nach Clemens Forell. Dieser kommt weder im Roman noch in der schwarz-weiß Verfilmung vor. Da der Film zum großen Teil an Originalschauplätzen in Russland spielt, ließ der Regisseur in weiten Teilen des Films russische Schauspieler agieren, die auch Russisch sprachen. Der Film erhielt beim Filmfest in Mailand im Jahr 2002 einen Preis für das beste Produktionsdesign. "Weniger am politischen Hintergrund als am Abenteuer-Potenzial der Geschichte interessiert, überzeugt der Film trotz einiger erzählerischer Redundanzen vor allem durch die großartigen Bilder und einen ausgesprochen präsent agierenden Hauptdarsteller." (Lexikon des internationalen Films)
(BR Fernsehen)
Rubrik: Drama

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  • Clemens Forell (Bernhard Bettermann, Mitte) ist zu 25 Jahren Zwangsarbeit in einem sibirischen Kriegsgefangenenlager verurteilt worden.
    Clemens Forell (Bernhard Bettermann, Mitte) ist zu 25 Jahren Zwangsarbeit in einem sibirischen Kriegsgefangenenlager verurteilt worden.
    Bild: © ARD Degeto/BR
  • Bild: © Archiwum
  • Bild: © Archiwum
  • Für kurze Zeit findet Clemens Forell (Bernhard Betterman) Zuflucht bei der Schamanentochter Irina (Irina Pantaeva).
    Für kurze Zeit findet Clemens Forell (Bernhard Betterman) Zuflucht bei der Schamanentochter Irina (Irina Pantaeva).
    Bild: © ARD/Degeto

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