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TV-Kritik/Review: "Beste Schwestern": Neue Mirja-Boes-Comedy verliert sich in Klamauk

TV-Kritik/Review: "Beste Schwestern": Neue Mirja-Boes-Comedy verliert sich in Klamauk

von Glenn Riedmeier (17.01.2018)
RTL-Serienstart wirkt aus der Zeit gefallen
Toni (Sina Tkotsch, l.) und Eva (Mirja Boes, r.) sind "Beste Schwestern"
Bild: MG RTL D / Guido Engels
TV-Kritik/Review: "Beste Schwestern": Neue Mirja-Boes-Comedy verliert sich in Klamauk/Bild: MG RTL D / Guido Engels

RTL nimmt seit einiger Zeit wieder aktiv Serienproduktionen in Angriff und startete 2017 gleich drei neue Sitcoms. Während "Magda macht das schon!" auf Anhieb ein Erfolg war, konnten die anderen beiden Comedyserien "Nicht tot zu kriegen" und "Triple Ex" nicht überzeugen und sind schon wieder Geschichte. Doch nur wer viel produziert und ausprobiert, kann am Ende auch mit einem neuen Erfolg belohnt werden - eventuell klappt das mit der neuen Serie "Beste Schwestern", die ab dieser Woche (18. Januar) immer donnerstags um 21.45 Uhr im Anschluss an die zweite "Magda"-Staffel gezeigt wird. In den Hauptrollen der zunächst achtteiligen Warner-Bros.-Produktion sind Sina Tkotsch und Mirja Boes zu sehen - für die Comedienne handelt es sich um die erste Hauptrolle in einer fiktionalen Serie seit "Angie" aus dem Jahr 2006.

Die drei Gumpert-Generationen
Die drei Gumpert-Generationen: Mutter Gabriele (Leslie Malton), Eva (Mirja Boes) mit Tochter Marie (Laurena Marisol Lehrich), Toni (Sina Tkotsch)

Die Serie erzählt von zwei Schwestern, die sich den Herausforderungen des Lebens in der Familie, im Job und in der Liebe stellen, jedoch immer wieder in ungeahnte Verwicklungen geraten. Mirja Boes spielt die alleinerziehende Tierpflegerin Eva Gumpert, die im Kölner Zoo arbeitet. In der Auftaktfolge steht ungewollter Besuch vom Jugendamt ins Haus, nachdem ihre Tochter Marie (Laurena Marisol Lehrich) gerade noch aus dem Löwengehege gerettet werden konnte. Zu allem Überfluss wird Eva plötzlich auch noch von ihrer kleinen Schwester Toni (Sina Tkotsch, Krimi-Fans bekannt aus der "Ein Fall für zwei"-Neuauflage) überrascht. Toni hat einige Zeit auf Ibiza gelebt und bat nach ihrer Rückkehr nach Köln zunächst Mutter Gabriele (überzeugend, aber auch überzeichnet: Leslie Malton) um Unterstützung. Die jedoch winkte ab mit den Worten: "Erst ruinierst du meine Figur, dann meine besten Jahre und jetzt willst du auch noch mein Geld?!"

Deshalb will Toni nun bei ihrer großen Schwester Eva einziehen, die Übles ahnt, allerdings nicht "Nein" sagen kann - auch wenn Evas Freund kürzlich sogar einen Seitensprung mit Toni hatte. So zieht Schwesterchen ein und bringt frischen Wind in den Haushalt - allerdings auch ordentlich Chaos. Denn während die taffe Eva sehr struktiert lebt, ist Toni ein Partygirl, das in den Tag hineinlebt und alles versucht, um sich vor Verantwortung zu drücken. Eva und Toni geraten aufgrund dieser unterschiedlichen Lebensvorstellungen immer wieder aneinander. Doch wenn es hart auf hart kommt, sind sich Eva und Toni ähnlicher als gedacht und helfen sich gegenseitig aus der Patsche.

Jugendamt-Prüfer Rabe (Marc Benjamin Puch) ist geschockt
Jugendamt-Prüfer Rabe (Marc Benjamin Puch) ist geschockt.
Plötzlich steht Herr Rabe (Marc Benjamin Puch), der Prüfer vom Jugendamt, vor der Tür. Er ist entsetzt von dem fahrlässigen Verhalten der beiden Schwestern und zeichnet per Kamera auf, wie Töchterchen Marie auf dem Hausdach steht. Um zu verhindern, dass Marie ins Kinderheim muss, brechen die beiden Schwestern daraufhin nachts ins Jugendamt ein, um das aufgezeichnete Filmmaterial verschwinden zu lassen. Doch natürlich ist dies einfacher gesagt als getan, und Eva und Toni geraten in ein noch größeres Dilemma.

Insgesamt ist "Beste Schwestern" auf Pointen und nicht auf glaubhafte Geschichten ausgerichtet. Die Gagdichte ist ziemlich hoch, doch zu oft ist der Humor billiger Klamauk. Toni verhält sich arg kindisch - in der zweiten Folge wirft sie etwa Ziegel vom Dach, um dem Vermieter Kurt (Oliver Fleischer) eins auszuwischen. Dieser trägt stets ein Tarnmuster-Oberteil, Sandalen und kurze Hosen. Ein weiterer Running Gag: Immer wenn Eva den attraktiven Tierarzt Dr. Seemann (Simon Böer) erblickt, ist in Slowmotion zu sehen, wie er sein Hemd auszieht - begleitet von Justin Timberlakes "Sexyback" als Soundtrack.

In der zweiten Folge will Eva den Tierarzt beeindrucken und versichert, dass sie alleine auf die brütende Papageiendame Paula aufpassen kann. Doch dummerweise schüttet Eva Paula versehentlich Schnaps ins Wasser. Dadurch fällt die Papageiendame berauscht von der Stange - und Eva und Toni müssen sich selbst um das Ausbrüten des Eis kümmern. In der dritten Folge wiederum sorgt der hohe Männerverschleiß von Toni für einen schiefen Haussegen - schließlich soll die kleine Marie keinen schlechten Einfluss durch Toni erfahren. Auch die keineswegs prüde Mutter Gabriele legt einen ausgeprägten Hunger nach Sex an den Tag. Lediglich Eva tut sich beim Daten äußerst schwer und erhält von Toni Nachhilfe in Sachen Verführung.

"Beste Schwestern" will in der Tradition von Sitcoms wie "Nikola" oder "Ritas Welt" stehen. Tatsächlich wirkt die Serie so, als wären die Macher in den 90er Jahren hängengeblieben, allerdings fehlt dem Neustart eine gehörige Portion Charme, um es mit diesen Vorbildern aufnehmen zu können. Die Produktion unterliegt dem Irrglauben, dem viele deutsche Comedyserien von Mainstream-Sendern aufsitzen: nämlich, dass Komik nur dadurch entsteht, dass sich Erwachsene möglichst kindisch und unreif verhalten. Evas altkluge Tochter Marie ist noch die normalste Figur der Serie. Daher bleiben die Charaktere auch nach drei Folgen nur cartoonhafte Schablonen, zu denen man als Zuschauer keinerlei Bindung aufbauen kann.

Toni (Sina Tkotsch) bevorzugt die unkomplizierte Art, sich auszudrücken.
Toni (Sina Tkotsch) bevorzugt die unkomplizierte Art, sich auszudrücken.

Weniger platte Gags und etwas ernsthaftere Storys hätten der Serie gut getan - denn Potential ist durchaus vorhanden. Lobenswert ist zudem, dass in der Serie gleich drei Generationen unangepasster Frauen im Mittelpunkt stehen. Mirja Boes und Sina Tkotsch sind als Hauptdarstellerinnen passend besetzt, sie bleiben allerdings unter ihren Möglichkeiten. Quotentechnisch stehen die Chancen für einen Erfolg dennoch gut - schließlich läuft "Beste Schwestern" im Anschluss an die Zugpferde "Der Lehrer" und "Magda macht das schon!".

Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten drei Episoden der Serie "Beste Schwestern".

Meine Wertung: 2.5/5

Glenn Riedmeier
© Alle Bilder: RTL/Guido Engels

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Über den Autor

  • Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier ist Jahrgang '85 und gehört zu der Generation, die in ihrer Kindheit am Wochenende früh aufgestanden ist, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Die Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben, zusätzlich begeistert er sich für Gameshows wie z.B. "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!". Auch für Realityshows wie den Klassiker "Big Brother" hat er eine Ader, doch am meisten schlägt sein Herz für Comedyformate wie "Die Harald Schmidt Show" und "PussyTerror TV", hält diesbezüglich aber auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten offen. Im Serienbereich begeistern ihn Sitcomklassiker wie "Eine schrecklich nette Familie" und "Roseanne", aber auch schräge Mysteryserien wie "Twin Peaks" und "Orphan Black". Seit Anfang 2013 ist er bei TV Wunschliste vorrangig für den nationalen Bereich zuständig und schreibt News und TV-Kritiken, führt Interviews und veröffentlicht Specials.