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TV-Kritik/Review: "Die Kaiserin" auf Netflix: Viel heiße Luft statt Neuem?
(28.09.2022)

Und alle Phrasen eingeübt. Was bleibt da noch? Nach einer RTL+-Serie, Marie Kreutzers Film
Netflix versucht dabei in seiner Serie
So ist Elisabeth (Devrim Lingnau) zu Beginn das schwarze Schaf ihrer Familie. Ihre Mutter Ludovika (Jördis Triebel) hat reichlich Mühe, sie zu vermählen, da ihre Sisi nur solch sonderbare Interessen wie Lyrik, Tiere und Natur hat. Die Serie etabliert also einen "Sonderling", der sich nicht dem patriarchalen System hingeben möchte. Doch ist dieses System so patriarchal? Denn auch Kaiser Franz Joseph (Philip Froissant) leidet unter seiner herrischen Mutter (Melika Foroutan), die sich stetig um ihre Macht am Hof sorgt und versucht, sich gegen sie und seine Berater durchzusetzen. Er hingegen möchte Österreich erneuern.

Diese beiden "unterdrückten" treffen sich nun ganz zufällig und verlieben sich ineinander. Kitsch oder doch was Neues? Die Symbiose macht's! "Die Kaiserin" ist nämlich unterm Strich eine in Pomp und Ekstase gehüllte neo-liberale Wunschvorstellung, in der zwar Toleranz gepredigt wird, die doch weiter in traditionalistischen Denkmustern verharrt.
So sind die Probleme all dieser Gestalten in Schönbrunn reine Luxusprobleme und haben gar nichts mit Modernismus und Erfindergeist zu tun. Es geht, ob in der Politik, in der Wirtschaft oder im Bett nur um den Wettbewerb. Wenn Franz Joseph also eine Eisenbahn plant, dann ist das nicht fürs Volk, sondern für sein Ego. Auch alle anderen an diesem Hof, sogar Sisi, sind die Belange des Volkes im Grunde egal; sogar die Terroristen tun's eigentlich nicht fürs Volk, sondern für ihre Namen im Geschichtsbuch.

Die augenscheinliche Moral, die Netflix hier im Wokeness-Diskurs vertritt ist dabei jedoch genauso verlogen wie das aufgesetzte Wesen Elisabeths in dieser Serie. Denn wer sie wirklich war, das werden wir aus keinem Buch und keinem Film erfahren. Und auch "Die Kaiserin" verballhornt den Mythos dieser Kaiserin zu einer viel zu perfekten Liebesgeschichte, die mal
Diese Kritik basiert auf Sichtung der ersten drei Episoden der Serie "Die Kaiserin".
Die sechsteilige Auftaktstaffel der Serie "Die Kaiserin" wird am 29. September weltweit bei Netflix veröffentlicht.
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Leserkommentare
User 1546032 schrieb am 21.11.2022, 14.25 Uhr:
Aufwendige Serie mit guten schauspielerischen Leistungen!
Abgesehen von den fehlenden historische Genauigkeiten erwartet
zwar niemand das die Dialoge im originalen bayerischen oder Wiener Dialekt
gesprochen werden - aber Berliner Dialekt passt hier überhaupt nicht!
Bei der Schauspielerin Almila Bagriacik und dem Darsteller welcher Sisis Vater
(Herzog Maximilian Joseph in Bayern) spielt, ist eindeutig Berliner Dialekt zu erkennen.
Schade.User 1444810 schrieb am 30.09.2022, 22.18 Uhr:
" Ihre Mutter Ludovika (Jördis Triebel) hat reichlich Mühe, sie zu vermählen, da ihre Sisi nur solch sonderbare Interessen wie Lyrik, Tiere und Natur hat. "
So ein Quatsch - Elisabeth war erst 15!
Es werden genauso historische Fehler drin sein wie in allen anderen Sisi-FilmenErikPhantom schrieb am 29.09.2022, 19.05 Uhr:
Ich hatte, nach dem TV now Desaster, meine Hoffnung darauf gesetzt, daß endlich mal eine Serie über das wahre Leben Elisabeths gezeigt wird.
Leider wurde ich wieder enttäuscht.
Auch dieser Serie (wie schon alle Versuche vorher diesem Stoff gerecht zu werden) fehlt die historische Genauigkeit. Angefangen mit Elisabeths Bestehen darauf nicht Sisi genannt zu werden (sie selbst hat ihre Schriften gern mit Sisi oder Lisi unterzeichnet), über die Haarfarben der Mutter und Schwester Helene (keine war blond), dem Vorstellen als Herzogin (sie wurde meist als Prinzessin in Bayern angekündigt) bis zum Heiratsantrag welcher öffentlich auf dem Fest gemacht wurde (Franz-Joseph hat schriftlich um ihre Hand angehalten).
Und das sind nur einige Fehler, die ich in der ersten Folge festgestellt habe.
Des Kaisers Bruder Maximilian mit Ohrring und Sonnenbrille? Kaum vorstellbar, daß dies so historisch abgelaufen ist.
Natürlich will jeder "seiner" Elisabeth einen eigenen Stempel aufdrücken...
Doch ich hatte wirklich gehofft, daß sich endlich mal jemand traut zu zeigen wie es damals wirklich abgelaufen sein könnte, fern der wunderbaren Sissi-Trilogie oder allen Sendungen, die diesen nachfolgten.
Aber wer weiß: vielleicht wird es eines Tages passieren.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf :)User 1444810 schrieb am 30.09.2022, 22.23 Uhr:
Oh je, schon wieder falsche Haarfarben? In dem Film, wo Brandauer einen dicken Kaiser gab, war die Vetsera blond und groß und die Larisch schwarz und klein. Genau umgekehrt ist es richtig. Merkwürdigerweise tauchte Brigitte Hamann als "wissenschaftliche Beratung" im Abspann auf.
Tatsächlich unterschrieb sie in der Jugend mit Lisi.
Ausgerechnet auf Netflix sollte man aber keine Doku erwarten.
Ich fand Elisabeth am besten analysiert in "Jene Gräfin Larisch".Sven68 schrieb am 30.09.2022, 07.56 Uhr:
Wenn man mit den falschen Erwartungen an die Serie geht, wird man natürlich enttäuscht. Dass Netflix "nur" eine moderne Interpretation des Stoffs veröffentlicht, war eigentlich immer klar. Hier geht es um kurzweilige Unterhaltung, in der historische Fakten jederzeit geopfert werden, wenn es dem Zweck dient.Groovy Crowley schrieb am 28.09.2022, 18.43 Uhr:
Schreibst du auch Kritiken über Filme die du nur halb geguckt hast?Sven68 schrieb am 29.09.2022, 10.58 Uhr:
Man muss ein Gericht nicht aufessen, um zu wissen, ob's schmeckt.
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