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TV-Kritik/Review: "Unter Freunden stirbt man nicht": Schwarzhumorige Miniserie gelingt dank brillanten Berben, Lauterbach & Co.
von Marcus Kirzynowski(17.03.2021/ursprünglich erschienen am 17.12.2020)

Mit deutschen Serientiteln ist es oft eine Krux.
Nein, nicht um das nach der schwedischen Hauptstadt benannte Syndrom geht es in den vier Folgen, sondern um die dort alljährlich verliehenen Nobelpreise, genauer gesagt den für Wirtschaftswissenschaften. Weil einer ihrer Freunde als heißer Kandidat für die höchste Auszeichnung gehandelt wird, die ein Wissenschaftler anstreben kann, geraten vier schon ältere Herrschaften in eine Spirale von Vertuschung und Verschlimmbesserung, die sie schließlich sogar zu Mordverdächtigen macht. Denn der Anwärter ist schon gestorben - ausgerechnet fünf Tage vor der Bekanntgabe des Preisträgers.
Seine langjährige, mehr oder weniger heimliche Lebenspartnerin Annette (Adele Neuhauser,

Diese Ausgangssituation liefert reichlich Material für komödiantische Situationen, die Claudius Pläging (
Was die Miniserie aus der Masse deutscher Produktionen heraushebt, ist aber, dass die Autoren nicht dabei stehenbleiben. Denn der unerwartete Tod des Jugendfreundes bringt auch die vier Hinterbliebenen dazu, sich mit ihrem eigenen Altern auseinanderzusetzen, das eigene Leben zu überdenken - und nicht zuletzt auch die gemeinsame Freundschaft. Was ist aus den Träumen der Jugend geworden, als die Fünf schon zusammen Urlaub in Italien machten? Joachim (Heiner Lauterbach) ist zwar schon als Student durch eine Alltagserfindung reich geworden, als "spätberufener" Lyriker aber eher unbegabt. Ella (Iris Berben) schläft sich nach der Scheidung durch alle Betten und nervt die Freunde mit den detaillierten Berichten über ihre Sexkapaden, während Friedrich (Michael Wittenborn,

So gibt es zwischen den Vertrauten eine Menge Neid und nicht nur sie selbst fragen sich manchmal, ob sie nicht nur aus Gewohnheit noch befreundet sind. Die Serie erzählt das einfühlsam und trotz der überzogenen Komik höchst glaubhaft und liefert sogar noch eine optimistische Antwort. Gemeinsam ist das Leben dann eben doch lebenswerter und das Altern zumindest erträglicher. Eine positive Botschaft, die das hervorragend aufspielende Ensemble mit viel Energie und komödiantischem Talent rüberbringt, wobei Wittenborn als wohl Unbekanntester der Hauptdarsteller besonders herausstischt. Sein Friedrich ist eine im Grunde tragi(komi)sche Figur, die er aber so menschlich verkörpert, dass man gleichzeitig über ihn lachen und mit ihm fühlen kann. Aber auch Lauterbach beweist, dass er viel mehr draufhat, als ihm viele zutrauen, Berbens Talent zweifelt ja ohnehin kaum jemand an.
Ach ja, und dann ist da noch Walter Sittler (
Heraus kommt dabei jedenfalls eine ebenso vergnügliche wie bisweilen tiefgründige Miniserie, die entgegen des ersten Anscheins eben nicht nur die Generation 60+ anspricht. Denn mit den existentiellen Fragen des Alterns und der eigenen Endlichkeit müssen wir uns schließlich alle früher oder später auseinanderzusetzen.
Dieser Text basiert auf der Sichtung der kompletten vierteiligen Miniserie.
Die vier Episoden von "Unter Freunden stirbt man nicht" sind seit dem 17. Dezember bei TVNOW zu sehen. VOX zeigt die Serie am 17. und 24. März 2021 in zwei Doppelpacks jeweils ab 20.15 Uhr.
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