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Warner Bros. Discovery: Neuer Medienkonzern erhält grünes Licht von europäischen Wettbewerbshütern

Der Zusammenschluss von Discovery mit dem Unternehmen WarnerMedia hat eine wichtige Hürde genommen und ist laut dem designierten Unternehmenschef von Warner Bros. Discovery, David Zaslav, auf dem Weg, bis Mitte 2022 abgeschlossen zu werden. Die erwähnte Hürde ist die bedingungslose
Zustimmung der für die Europäische Union zuständigen Wettbewerbshüter.
Mit anderen Worten: Die Verwaltung der EU sieht nicht die Gefahr, dass das neu entstehende Unternehmen in einem Gebiet automatisch zum Monopolisten werde (also dass in dem neu geschmiedeten Unternehmen bisher für Konkurrenz sorgende Unternehmensteile nun im Zusammenschluss den Markt beherrschen). Daher wurden für den Zusammenschluss keine Auflagen gestellt, die etwa den Verkauf gewisser Unternehmensteile eben als "Bedingung" für die Zustimmung gefordert hätten.
Formal wird Warner Bros. Discovery durch Discovery gestartet, das vom Telekommunikationsunternehmen AT&T die Kontrolle über dessen Sparte WarnerMedia übernimmt - dadurch wird auch der aktuelle Discovery-CEO Zaslav der neue Chef im Gesamtkonzern. AT&T bleibt über einen großen Aktienanteil am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt.
Eigentlich hatte der in den USA als Kabelnetzbetreiber etablierte Konzern AT&T (ehemals American Telephone and Telegraph Company) sich vor einigen Jahren mit dem Einkauf von Warner breiter auch in der Content-Produktion aufstellen wollen (das klassische TV-Kabelgeschäft unterliegt wegen Internet und Streaming Einbrüchen) - analog zum Vorgehen von Kabel-Konkurrent Comcast, der sich NBCUniversal einverleibt hatte. Allerdings war es AT&T nie gelungen, die eher wirtschaftliche
Kultur des Konzernhauptquartiers AT&T mit der kreativen Seite der Film- und Serienproduktion zu vereinen. So stimmte die Unternehmensführung der Abgabe der Kontrolle über die Sparte WarnerEntertainment an Discovery zu.
Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen entsteht nach Ansicht vieler Branchenbeobachter ein starker, neuer Konzern im Medienmarkt: Denn Discovery ist vor allem für non-fiktionale Produktionen bekannt, während WarnerMedia für seine fiktionalen Produktionen in Film und Fernsehen weltberühmt ist und mit CNN auch Nachrichtenkompetenz beisteuert. So entsteht ein neues, alle notwendigen inhaltlichen Bereiche abdeckendes Gesamtangebot mit mehr als 100 etablierten Marken, mit dem Warner Bros. Discovery gute Chancen für eine erfolgreiche Positionierung im weltweiten Streaming-Markt zugestanden werden.
Für Warner Bros. Discovery stehen noch einige weitere Hürden an, bevor die geplante Übernahme wirksam werden kann. Einerseits die entsprechende Zustimmung der US-amerikanischen Wirtschaftsaufsicht, wo aber auch keine Probleme erwartet werden. Und daneben die Zustimmung der Discovery-Aktionäre: Der "Kauf" wird letztendlich finanziell über einen Aktientausch realisiert. Ab Mitte 2022 kann dann damit begonnen werden, die bisherigen Einzelteile zu einem großen Ganzen zusammenzuschmieden.
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von Bernd Krannich


















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