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"Ausgerechnet Alaska": Cast wäre für Revival offen

Aktuell findet in Austin, Texas das ATX Television Festival statt, bei dem die Veranstalter Panels für zahlreiche aktuelle und vergangene Serien veranstalten. Dazu gehört auch
Die Serie handelt von Großstadt-Mensch Joel Fleischman (Rob Morrow), der sein Medizinstudium vom US-Bundesstaat Alaska bezahlen lässt und im Gegenzug nun auf Zeit in dessen Dienst arbeiten muss. Allerdings landet er nicht - wie erwartet - in der Hauptstadt Anchorage, sondern im kleinen Nest Cicely und muss sich dort mit den skurrilen Bewohnern und dem mangelnden Komfort abfinden. Dabei macht er auch metaphysische Erfahrungen, die den Rahmen des Rationalen zu sprengen scheinen.
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Cynthia Geary, die die Schönheitskönigen Shelly spielte, fasste zusammen: "Jedenfalls sieht es so aus, als wären alle für ein Revival offen".
Laut Hollywood Reporter erinnert der Versuch, ein Revival auf die Beine zu stellen, an die Anfänge der Serie, als es darum ging, das Format überhaupt zu launchen. Denn CBS hatte "Ausgerechnet Alaska" eine achtteilige erste Staffel gegeben, aber eine vollkommen andere Vorstellung davon als die Ko-Schöpfer Joshua Brand und John Falsey. Brand erinnert sich, dass CBS die Serie eher als klassische Arztserie sah und sie ursprünglich "Dr. Snow" nennen wollte. In üblicher Manier wäre Fleischman dann ein Wildnisdoktor gewesen, der Woche für Woche heroisch Patienten in Lebensgefahr in letzter Sekunde gerettet hätte.
Das führte zu Problemen bei der Abnahme der jetzigen Kultfolge "Aurora Borealis: A Fairy Tale for Grown-Ups" ("Vollmond"), die der Sender einfach für "zu abgefahren" hielt, da sie metaphysische Erfahrungen für Joel enthielt. Brand konnte den Sender davon überzeugen, sie einfach als letzte Folge der ersten Staffel "zu versenden", womit sie im Zweifelsfall keinen Schaden anrichten könnte. Der spätere Erfolg der Episode bei den Zuschauern verschaffte den Produzenten Rückenwind und Selbstbewusstsein beim Umgang mit dem Sender: "Wir hatten gelernt, dass das Publikum bereit war, uns auf jeder Exkursion zu folgen - das erschloss die ganze Serie für uns".
Da man bei CBS den anfänglichen Erfolg von "Ausgerechnet Alaska" nicht ganz nachvollziehen konnte, da er den üblichen Fernsehgepflogenheiten zuwiderlief, ließ man die Kreativen weitgehend gewähren. Danach gab es nur ein weiteres Mal eine Konfrontation der Produzenten mit CBS: Als sich in der Folge "War and Peace" ("Krieg und Frieden") der zweiten Staffel Joel Fleischman direkt an die Zuschauer wenden sollte ("die vierte Wand durchbrechen"), kam es zu einer harten Auseinandersetzung zwischen Brand und dem Sender, der das nicht wolte. Als Brand auf seiner Version beharrte, wurde er nach New York beordert und letztendlich mit dem Verlust seines Jobs bedroht - immerhin kann sich ein Sender einen Showrunner nicht leisten, der Millioneninvestitionen mit seinen Eigenmächtigkeiten bedroht. Brand war bereit, seinen Job zu riskieren, mehr noch, er war nach der Auseinandersetzung ausgelaugt und selbst bereit, hinzuschmeißen. Am Ende stand das Einlenken des Senders, der sich daraufhin nicht mehr in die kreative Seite der Serie einmischte - aber in typischer Sender-Manier klar machte, dass Brand es "nicht wagen solle", ein höheres Budget für die Serie zu verlangen.
Morrow fasste beim Panel zusammen, dass "Ausgerechnet Alaska" damals das seltene Kunststück gelang, sowohl die intellektuellen Zuschauer wie auch die "bodenständigen" anzusprechen ("Highbrow and Lowbrow"). "Zumindest die Drehbücher lasen sich wie nichts, was mir zuvor untergekommen war".
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von Bernd Krannich















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