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Ko-Architektin der aktuellen Erfolge geht zur direkten Konkurrenz
BBC
Bericht: BBC verliert erfolgreiche Drama-Chefin Polly Hill an ITV/BBC

Update: Der Ablauf des Vorgangs in der beschriebenen Form wurde am Freitag (8. April 2016) bestätigt.

Rückschlag für die ohnehin zuletzt arg gebeutelte BBC. Dort wird heute Drama-Chefin Polly Hill ihre Kündigung einreichen, wie Radiotimes meldet. Sie wird demnach in vergleichbarer Position bei der privaten Konkurrenz von ITV anfangen, was am Freitag offiziell gemacht werden soll. Für die BBC ist es der zweite Verlust auf der Position binnen eines Jahres und wohl auch das Ende einer Ära.

Im vergangenen Mai hatte Hills Vorgänger und enger Kollege Ben Stephenson der BBC und dem dortigen Job als "controller of drama commissioning" den Rücken gekehrt . Er hatte einen neuen Job in verantwortlicher Position in der TV-Abteilung von J.J. Abrams' Produktionsfirma Bad Robot gefunden. Stephenson gilt vielen Branchenbeobachtern als Wegbereiter des aktuellen "Goldenen Zeitalters" in Sachen Drama bei der BBC. Der Verlust wog zwar schwer, wurde jedoch dadurch gemindert, dass mit Hill eine frühere Untergebene von Stephenson aufrückte, die dessen Arbeit kannte und in den Augen vieler Beobachter fortführte. In den letzten beiden Jahren hatte die BBC etwa mit  "Wölfe",  "Line of Duty",  "War & Peace",  "Poldark",  "Doctor Foster",  "The Night Manager" und weiteren Formaten Erfolge gefeiert.

Anfang April hatte Steve November seinen Abschied bei ITV als Drama-Chef angekündigt. Er war 2013 in diese Position aufgestiegen, insgesamt war November seit der Jahrtausendwende bei ITV. Damals fasste Deadline zusammen, dass sich die Senderkette ITV in einer schwierigen Zeit befände: Aushängeschild  "Downton Abbey" hat nach sechs Jahren geendet, andere Großinvestitionen wie  "Jekyll and Hyde" oder  "Beowulf: Return to the Shieldlands" wären im Erfolg deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die BBC befindet sich derzeit generell in einer schwierigen Lage. Aus der Politik bläst dem öffentlich-rechtlichen Unternehmen heftiger Gegenwind entgegen. Jüngst wurde das Ende von Ausgleichszahlungen für die gebührenbefreiten Rentner beschlossen (statt der Rentenanstalt trägt nun die BBC die Last dieser Befreiung, wunschliste.de berichtete), eine Umwandlung der "BBC Steuer" in eine "Gebühr" wird diskutiert (wodurch eine deutlich schlechtere Zahlungsmoral erwartet würde, weil derzeit die Nichtzahlung tatsächlich ein Steuervergehen ist), zudem will die konservative Regierung die Aufgaben der BBC beschneiden (die sie häufig in Konkurrenz zur Privatwirtschaft sieht, etwa bei den Online-News). Diskutiert wird auch die Zukunft der BBC-Verwaltung, die derzeit durch einen Trust in einer Art Selbstverwaltung erfolgt und die die Regierung durchaus gerne unter ihre Aufsicht stellen würde.

Nun wird es also auch auf der kreativen Schiene für den Sender schwieriger. Man darf davon ausgehen, dass sowohl Stephenson als auch Hill in ihren neuen Jobs mehr verdienen werden als bei der "Tante BBC".


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