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Langjähriger ZDF-Korrespondent war Mittler zwischen Ost und West
Joachim Jauer (1940 - 2022)
ZDF/Svea Pietschmann
"Kennzeichen D"-Moderator Joachim Jauer verstorben/ZDF/Svea Pietschmann

Sieben Jahre war er im ZDF das Gesicht eines Fernsehklassikers: Joachim Jauer leitete und präsentierte das Politmagazin  "Kennzeichen D" und wurde so zu einer Art Mittler zwischen Ost und West. Zuvor hatte er auch als Korrespondent aus dem ZDF-Büro in Ost-Berlin berichtet. Als Erklärer der Verhältnisse hinter dem eisernen Vorhang dürfte er zahllosen Zuschauern in Erinnerung sein. Am 29. Juli 2022 ist Jauer im Alter von 82 Jahren verstorben.

Joachim Jauer wurde in Berlin geboren, also in jener Stadt, in welcher der Ost-West-Konflikt der nächsten Jahrzehnte sehr deutlich seine Spuren hinterlassen würde. Nach dem Studium an der Freien Universität Berlin war Jauer zunächst für den Radiosender RIAS tätig, bevor er 1965 zum Zweiten Deutschen Fernsehen kam. Kurz danach drehte er als erster westdeutscher Korrespondent überhaupt einen Fernsehbericht in der DDR.

Von 1978 bis 1982 leitete Joachim Jauer dann das ZDF-Büro in Ost-Berlin. Seit 1971 hatte Joachim Jauer bereits an dem ZDF-Politmagazin "Kennzeichen D" mitgearbeitet. Ziel des Formats war es zunächst, bundesdeutschen Zuschauern einen realistischen Blick auf das Leben in der DDR zu bieten und so größeres Verständnis für die Situationen in Ost und West zu schaffen. 1982 übernahm Jauer dann die Leitung und damit auch die Moderation des Magazins, gab die Position dann 1984 aber an Dirk Sager ab. Für Jauer folgten drei Jahre im Studio Bonn, danach weitere drei Jahre als Leiter des ZDF-Studios in Wien und als Korrespondent für Osteuropa.

Von 1990 bis 1995 präsentierte Jauer dann einmal mehr "Kennzeichen D", wo nun gesamtdeutsche Themen rund um die Wendejahre präsentiert wurden. 2001 wurde die Sendung schließlich zugunsten des neuen ZDF-Politmagazins  "Frontal 21" eingestellt. Zwei Jahre zuvor hatte Joachim Jauer die Leitung des Berliner ZDF-Landesstudios übernommen, eine Position, die er dann bis zu seinem Ausscheiden im Juni 2002 innehatte.

ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey würdigte Joachim Jauer als Brückenbauer zwischen Ost und West und als unbequemer Beobachter seiner Zeit: Drei Jahrzehnte hat der geborene Berliner authentisch, kenntnisreich und aus eigener Anschauung aus der DDR und über die Länder Mittel- und Osteuropas berichtet - über die große Politik, aber auch darüber, wie die Menschen jenseits des Eisernen Vorhangs ihr Leben gestalteten.


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