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24

ARD-Morgenmagazin

D, 1992–

ARD-Morgenmagazin
Das Erste
Serienticker
  • Platz 95324 Fans
  • Serienwertung4 11162 3.80von 5 Stimmeneigene: –

Serieninfos & News

Frühstücksfernsehen, Magazin
Seit 1992. Tägliches Frühstücksfernsehen von 5.30 bis 9.00 Uhr mit Nachrichten, Interviews und Service, das im wöchentlichen Wechsel mit dem ZDF-Morgenmagazin in beiden Programmen ausgestrahlt wird.
Harald Schmidt empfahl folgendes Merkmal zur Erkennung, welcher Sender an der Reihe ist: "Beim ARD-Morgenmagazin sehen die Moderatoren immer genauso müde aus wie die Menschen, die ihnen zu dieser Zeit zuschauen." Die Moderatoren waren Julitta Münch, Jürgen Drensek, Judith Schulte-Loh, Sven Kuntze, Inka Schneider, Peter Schreiber, Elke Bröder, Gert Scobel. Das aktuelle Moderatorenduo besteht aus Anne Gesthuysen und Sven Alexander Lorig.
Verantwortlich ist, im Unterschied zur Tagesschau-Familie, der WDR. Vorläufer der Sendung war das Frühstücksfernsehen, das die ARD gemeinsam mit dem ZDF 1991 während des Golfkriegs realisierte.
Das Fernsehlexikon*, Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.
Stand: 2005
Daten
Deutsche TV-PremiereMo, 13.07.1992 (Das Erste)
Originalsprache:Deutsch
siehe auch ZDF-Morgenmagazin (D, 1992)
Weitere Titel: Morgenmagazin
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    Kommentare, Erinnerungen und Forum

    • Rora schrieb am 14.08.2026, 08.54 Uhr:
      Ich fand den heutigen Beitrag im ARD-Morgenmagazin zum Thema Smart Glasses und Datenschutz grundsätzlich interessant. Bei einer Aussage des Experten bin ich allerdings etwas stutzig geworden.
      Sinngemäß ging es um die Frage, was man tun kann, wenn man den Eindruck hat, von jemandem mit einer Smart Glasses gefilmt zu werden – beispielsweise im Freibad. Neben dem Hinweis, sich an Bademeister, Betreiber oder gegebenenfalls die Polizei zu wenden, fiel sinngemäß auch der Rat, am besten selbst eine Smart Glasses zu haben. Dann könne man die betreffende Person aufnehmen, während sie einen selbst filmt, und hätte einen entsprechenden Nachweis.
      Das erscheint mir juristisch deutlich zu pauschal formuliert.
      Denn nur weil jemand möglicherweise unzulässig mich filmt, entsteht daraus nicht automatisch ein Recht für mich, diese Person ebenfalls zu filmen. Beide Aufnahmen müssen grundsätzlich für sich rechtlich beurteilt werden. Ein einfaches „Er filmt mich, also darf ich zurückfilmen“ gibt es so nicht.
      Natürlich kann eine kurze und gezielte Aufnahme zur Beweissicherung unter bestimmten Umständen anders zu bewerten sein als ein anlassloses oder dauerhaftes Filmen. Dabei spielen unter anderem Anlass, Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit eine Rolle. Aber daraus eine allgemeine Empfehlung abzuleiten, selbst eine Smart Glasses zu tragen und im Zweifelsfall zurückzufilmen, halte ich für problematisch.
      Hinzu kommt, dass Smart Glasses häufig nicht nur Bilder, sondern auch Ton aufzeichnen können. Bei nichtöffentlich gesprochenen Gesprächen können dadurch noch einmal ganz andere rechtliche Probleme entstehen (§ 201 StGB). Gerade in sensiblen Bereichen wie Freibädern, Umkleiden oder Duschen können zudem weitere strafrechtliche Vorschriften eine Rolle spielen.
      Für wesentlich sinnvoller halte ich deshalb den anderen Teil des Hinweises aus dem Beitrag: Wenn man den begründeten Verdacht hat, unzulässig gefilmt zu werden, sollte man beispielsweise den Bademeister bzw. Betreiber oder Sicherheitsdienst einschalten und bei einem ernsthaften Verdacht auf eine Straftat die Polizei verständigen. Außerdem lassen sich Uhrzeit, Ort, Aussehen der Person und mögliche Zeugen festhalten.
      Eine gezielte Aufnahme zur konkreten Beweissicherung mag im Einzelfall rechtlich gerechtfertigt sein. Das ist aber etwas völlig anderes als die pauschale Aussage: „Wenn der mich filmt, filme ich ihn eben auch.“
      Gerade bei einem Beitrag über Datenschutz hätte ich mir an dieser Stelle deshalb eine etwas genauere rechtliche Einordnung gewünscht.
    • Rora schrieb am 13.08.2026, 07.38 Uhr:
      Anna Planken heute im ARD-Morgenmagazin sinngemäß: Die russische Bevölkerung, die derzeit am Schwarzen Meer Urlaub macht, sei von Putin auf eine solche Gefahrenlage gar nicht vorbereitet worden.
      Aber nach welchem Maßstab wird hier eigentlich gemessen?
      Werden wir in Deutschland umfassend darauf vorbereitet, was im Ernstfall eines militärischen Angriffs, eines Drohnenangriffs oder einer anderen kriegerischen Eskalation konkret zu tun wäre? Wissen Urlauber in Deutschland oder Europa jederzeit, welche militärischen Risiken an ihrem Aufenthaltsort entstehen könnten?
      Natürlich trägt Putin die Verantwortung für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das steht außer Frage. Aber daraus folgt nicht, dass jede denkbare Kritik an Russland automatisch schlüssig wird.
      Wenn mangelnde Vorbereitung der Zivilbevölkerung ein berechtigter Vorwurf ist, dann sollte dieser Maßstab für alle Regierungen gleichermaßen gelten – auch für Friedrich Merz und Deutschland.
      Gerade beim Bevölkerungsschutz gibt es auch bei uns genügend offene Fragen. Deshalb wäre etwas weniger pauschale Schuldzuweisung und etwas mehr konsequenter Maßstab im Journalismus angebracht.
      Gleiche Maßstäbe machen glaubwürdigen Journalismus aus – unabhängig davon, ob es um Putin, Merz oder irgendeine andere Regierung geht.
    • Rora schrieb am 13.08.2026, 07.27 Uhr:
      Hitzeschutz im Krankenhaus: Warum sprechen wir so wenig über Wundheilung und Wundinfektionen?
      Die aktuelle Diskussion über Hitzeschutz in deutschen Krankenhäusern ist dringend notwendig. Dabei fehlt mir allerdings ein Aspekt, den wir in der Pflege unmittelbar erleben: Was bedeuten dauerhaft hohe Temperaturen auf den Stationen für Patienten mit großen und komplizierten Wunden?
      Ich arbeite als Krankenpfleger in der Gefäßchirurgie. Gerade dort versorgen wir viele Patienten mit großen, teilweise sehr komplexen Wunden. Während ausgeprägter Hitzeperioden erleben wir auf der Station nicht nur, wie sehr die Patienten körperlich unter den Temperaturen leiden. Wir beobachten auch immer wieder gerötete und problematische Wunden und langwierige Heilungsverläufe.
      Natürlich ist eine Beobachtung aus dem Stationsalltag noch kein wissenschaftlicher Beweis dafür, dass die Hitze die Ursache dafür ist. Aber genau deshalb sollte diese Frage viel stärker untersucht werden.
      Denn einen Zusammenhang zwischen warmer Witterung und postoperativen Wundinfektionen hat die Forschung durchaus bereits gefunden. Eine große deutsche Untersuchung mit mehr als zwei Millionen Operationen zeigte bei höheren Außentemperaturen eine signifikant höhere Rate chirurgischer Wundinfektionen. Auch internationale Untersuchungen und eine große Meta-Analyse weisen in diese Richtung.
      Warum spielt dieser Aspekt dann in der öffentlichen Diskussion über Hitzeschutz in Krankenhäusern kaum eine Rolle?
      Es geht schließlich nicht nur um das Wohlbefinden bei 30 Grad und mehr im Patientenzimmer. Eine Wundinfektion oder verzögerte Heilung kann für einen Patienten bedeuten: zusätzliche Verbandswechsel und Behandlungen, Antibiotikatherapie, weitere Eingriffe, eine längere Liegedauer und im schlimmsten Fall schwere Komplikationen. Für Pflegekräfte und Ärzte bedeutet sie zusätzlichen Aufwand – und für das Gesundheitssystem zusätzliche Kosten.
      Deshalb sollte aus meiner Sicht wissenschaftlich untersucht werden, ob eine kontrollierte Raumtemperatur insbesondere auf chirurgischen Stationen mit hoher Wundlast die Komplikations- und Infektionsrate senken kann. Und wenn sich dieser Zusammenhang bestätigt, müsste man bei Klimatisierung von Krankenhäusern völlig anders rechnen:
      Eine Klimaanlage wäre dann nicht nur eine Investition in Komfort oder Hitzeschutz, sondern möglicherweise auch eine Investition in Patientensicherheit, Infektionsprävention und Wirtschaftlichkeit.
      Wenn über Milliarden für Krankenhausstrukturen und Klimaanpassung gesprochen wird, sollte deshalb nicht nur gefragt werden: Was kostet es, unsere Krankenhäuser vernünftig zu klimatisieren?
      Man sollte genauso fragen:
      Was kostet es uns jedes Jahr, wenn wir es nicht tun?
      Diese Diskussion würde ich mir gerade aus Sicht der Pflege und der täglichen Arbeit mit Wundpatienten sehr viel stärker wünschen.