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TV-Kritik/Review: King

TV-Kritik/Review: King

TV-Kritik zur neuen VOX-Krimiserie - von Gian-Philip Andreas (16.10.2012)
TV-Kritik/Review: King
King
Die Chefin ist King: Amy Price-Francis zwischen Detective Spears (Alan van Sprang, l.) und Ehemann Danny (Gabriel Hogan).

Die Frau ist wohlfrisiert, sieht fantastisch aus und versprüht das Charisma einer taffen Karriere-Lady. Trotzdem muss sie im Polizei-Callcenter Beruhigungsdienste leisten, wenn wieder mal Leute mit Minimalproblemchen klingeln. Doch der Krimi-Routinier sieht sofort: Diese Frau ist am falschen Platz! Nur ein paar Schnitte später folgt denn auch prompt die Beförderung. Weil Derek Spears, der bisherige Leiter der "Major Crimes Task Force" von Toronto, in einem Entführungsfall patzte, darf nun Detective Sergeant Jessica King (Amy Price-Francis) der Abteilung präsidieren. Die brünette Callcenter-Königin, die wegen ihrer kompromisslosen Art ins Telefonstraflager versetzt worden war, kann endlich wieder Fälle lösen. Und in ihrer Abteilung, einer Art Resterampe für hoffnungslose Fälle, geht’s exakt so zu, wie man es kennt: Cops mit Kaffeebecher in der Hand schreiten durch Präsidiumsflure, werfen sich schnoddrige Dialoge zu und lösen innerhalb einer Dreiviertelstunde ganz sicher jeden Fall.

Nun gibt es Crime-Serien bekanntlich an jeder Senderecke, und es ist nicht vermessen zu behaupten, dass auf eine durchschnittliche Variante wie "King" wohl niemand gewartet hat. Folgerichtig wurde der kanadische Krimi, der es beim Sender Showcase seit Frühjahr letzten Jahres immerhin auf zwei Staffeln mit insgesamt 21 Folgen brachte, unlängst eingemottet.

Doch irgendwas muss es ja gewesen sein, was die "King"-Schöpfer Greg Spottiswood und Bernard Zukerman anders machen wollten. Aber das ist nicht leicht zu finden. Erstens: Jess King ist trotz ihres männlichen Nachnamens eine Frau. Allerdings sind forsche Querdenkerinnen in Police Procedurals von "Heißer Verdacht" bis "The Closer" längst gang und gäbe. Zweitens: King ist stets topmodisch gekleidet und hat einen Schuhfetisch. Aha! Es soll hier also ein Hauch "Sex and the City"-Glamour ins übliche Krimischema hineinwehen und viele weibliche Zuschauer anlocken. Das merkt man schon am Acid-Jazz-lastigen Soundtrack und daran, dass die beiden Männer, zwischen denen King steht, der Besetzungsschublade attraktiver Machos entstammen: sehnig und aggressiv der eine, sanft und muskulös der andere. Der eine, das ist der erwähnte Spears (Alan van Sprang), der ein Problem damit hat, dass jetzt King seinen Job hat. Gemeinsam bilden sie trotzdem ein perfektes Team. Der andere, das ist Danny Slass (Gabriel Hogan), Kings dritter Ehemann. Von den Machern wird er dazu verdammt, möglichst oft seinen trainierten Body herzuzeigen.
Revolution
Schöne Haare: Jessica King

Moment: dritter Ehemann? Richtig, King hat private Probleme. Keine seelischen Verkorkstheiten, wie man sie heute von "Dr. House" bis zur "Tatort"-Kommissarin fast von jedem ermittelnden Arzt oder Cop kennt, sondern eher alltagspraktische Sorgen: Mit Ende Dreißig möchte sie noch ein Baby bekommen. Das führt parallel zum Job-Stress zu genau getakteten Befruchtungsversuchen und äußert sich vor allem darin, dass King entkoffeinierten Grüntee mit Himbeerblättern trinkt.

Ein Krimi-Drama also. Im Ergebnis ist das nur mäßig aufregend. Die wenig originell ersonnenen Fälle werden in hohem Tempo abgewickelt, mal als klassische Whodunits (ein Kindesentführer in der ersten Folge, ein Vergewaltiger in der dritten), mal etwas unkonventioneller, wenn King etwa (in Episode 2) mittels eines Undercover-Sträflings an Hintermänner im Drogenmilieu herankommt. Statt forensischen Brimboriums steht dabei klassische Polizeiarbeit im Mittelpunkt, wobei optisch durch Montagen mit zackigen Zooms, Jumpcuts und Überblendungen durchaus an den schick monochromisierten Look des "C.S.I."-Universums angedockt wird.

Problematisch ist Kings Team, denn das bleibt - mit Ausnahme von Spears - in den ersten Folgen fatal unterdefiniert. Eine Bärbeißige, eine Aufsässige, ein blasser Neuling, ein väterlicher Chef - damit wäre schon alles darüber gesagt. Eigentlich sind sie nur da, um Kings Sprüche abprallen zu lassen, was nicht immer geschickt gelöst ist. Kings Modefimmel manifestiert sich in hochhackigen Schuhen und figurbetonten Outfits sowie in pflichtschuldig ins Skript geschriebenen Einwürfen wie "Wie kann man denn darin laufen?" oder "Sind wir hier bei der Modepolizei?" oder "Gibt’s hier einen neuen Dresscode?" Das war’s. Daraus hätte man sicher ebenso mehr machen können wie aus dem Spiel- und Drehort Toronto, der enttäuschenderweise keine Rolle spielt.

Amy Price-Francis, die man aus der Dramaserie "The Cleaner" kennen kann, ist in der Hauptrolle als Powerfrau gut besetzt. Optisch erinnert sie, langbeinig und mit tadelloser Mähne, an Hollywoods Leading Ladies aus dem klassischen Film Noir, allerdings wird die Glaubwürdigkeit ihrer Figur dadurch beeinträchtigt, dass sie in fast jeder Szene gleichzeitig mit Fall, Kollegen und privatem Eisprungschaos jonglieren muss. Sitzt sie dann plötzlich heulend auf dem Präsidiums-Klo, weiß der Zuschauer nicht so ganz, ob die Frau tatsächlich kurz vorm Burnout steht oder von den Autoren nur ein plakatives Bild für die sensible Seite der harten Frau gesucht wurde.

Großes Drama jedenfalls ist "King" ganz sicher nicht. Eher Routinekost für Krimi-Aficionados, die sowieso alles schauen, was unter Crime einzusortieren ist.

Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten drei Folgen von "King".

Meine Wertung: 2.5/5
© Alle Bilder: VOX/Beta

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