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TV-Kritik/Review: The Newsroom
(27.06.2012)

Das Ensemble
Die Besetzung von
Emily Mortimer (
Eine wahre Freude ist es auch Dev Patel ("The Best Exotic Marigold Hotel") als bislang unterforderten Blogger Neal Sampat zu sehen. Durch die neuen Verhältnisse im Newsroom wird Neal nun endlich einmal gebraucht. Das Gleiche gilt auch für Alison Pill als Maggie Jordan, die sich plötzlich von der Assistentin zum Associate Producer befördert sieht. Ihre geheime Beziehung zum bisherigen Executive Producer Don Keefer kratzt an ihrem eigenen Selbstwertgefühl, zumal sich Keefer aktiv als Antagonist zu Will in Stellung bringt, der ja noch immer Maggies Boss ist. Vor allem Thomas Sadoski ist es hier zu verdanken, dass Don stets interessant und nachvollziehbar bleibt und nicht in die Rolle des üblen Miesmachers abgleitet.
Schließlich ist da noch der wunderbare Sam Waterston, zuletzt 15 Jahre lang als Staatsanwalt Jack McCoy bei
Buch und Regie
Aaron Sorkins Sprachstil, der in "The Social Network" bestenfalls verwässert das Licht der Leinwand erblickte, ist in "The Newsroom" wieder vollkommen präsent. Die Mischung aus schnellen, gewitzten Dialogen, selbstironischen Charaktermomenten und überraschenden Fakten, die dem Zuschauer entgegen geschleudert wird, ist im besten Sinne des Wortes herausfordernd. Ist man erst einmal in der Sprachmelodie drin, wird es ein schneller und absolut vergnüglicher Ritt durch 75 spannende Minuten. Die Figuren sitzen von der ersten Szene an und blicken stets ausreichend hinter Sorkins Redefluss hervor, so dass man gar nichts dagegen hat, dass der Autor teils mit sich selbst argumentiert. Greg Mottolas Regie tut ihr Übriges dazu, dass der Narrativ hervorragend vorangetragen wird. Dabei kommen auch die berühmten Sorkinschen "Walk and Talks" zum Einsatz, also Szenen, in denen die Darsteller Fakten austauschen während sie von einem Zimmer in das nächste hetzen. Doch Mottola gibt sich nicht damit zufrieden und baut daraus in sich geschlossene Charakter- und Arbeitsmomente. So entsteht Glaubwürdigkeit.
Fazit
Unter dem Strich muss man dennoch festhalten: Realistisch ist "The Newsroom" sicher nicht im klassischen Sinn. Die Serie will es aber auch nur bedingt sein - zwar durchaus in der Aufarbeitung der Nachrichtenthemen, in der Art wie journalistisch gearbeitet wird. Aber nicht, was die Figurenkonstellation und deren persönliche Ausrichtung angeht. Genau wie "The West Wing" uns ein Weißes Haus und einen Präsidenten zeigte, von dem wir uns nur wünschen konnten, es würde ihn geben, so präsentiert uns auch "The Newsroom" eine Redaktion, nach der wir uns als Zuschauer sehnen. Vor allem in den USA, wo recherchierte Nachrichten immer mehr plakativer Meinungsmache weichen müssen, wo austauschbare Sprechblasen mehrerer Interviewpartner als informatives Gespräch verkauft werden. Die negativen Veränderungen bei CNN in den vergangenen Jahren sind das beste Beispiel für diese Entwicklung.
Alles, was Aaron Sorkin letztendlich von seinen Journalisten, von seinen Zuschauern und von seinem Land fordert ist, dass es sich um Himmels Willen nicht länger unter Wert verkaufen soll. Wenn man mit Mut und Disziplin an seinem Projekt und auch an sich selbst arbeitet, kann man Großartiges erreichen. Und genau diese Qualität sieht Aaron Sorkin in seinem Land, bei seinem Publikum und in der Art des intelligenten und emotionalen Fernsehmachens, für die er steht. Doch vielleicht noch wichtiger als all dies ist bei "The Newsroom" etwas Grundlegendes: der Pilot ist immens spannend, die 75 Minuten vergehen wie im Flug, die Charaktere sind durch und durch liebenswert und am Ende kann man die nächste Folge kaum erwarten. Es gibt kein höheres Qualitätsmerkmal bei einer neuen Serie.
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