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Jakob, der Lügner
(Jacob the Liar) DDR/CZ, 1974
53 Fans- Wertung5 27984.75Stimmen: 4eigene: -
Filminfos
Zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht (09.11.1938) Irgendwo in einem jüdischen Ghetto 1944 im besetzten Polen. Jakob Heym, seine Freunde und Leidensgenossen leben hier völlig von der Außenwelt isoliert. Ihre Lage wird immer verzweifelter, die Deportationen nehmen zu, die Selbstmorde auch. In dieser hoffnungslosen Situation verbreitet der alte Jakob Hoffnung. Er gibt vor, ein Radio zu besitzen und hält mit erfundenen Nachrichten über die Weltpolitik und den Vormarsch der Roten Armee den Lebenswillen der Eingeschlossenen aufrecht. Seine Lügen bringen ihn in gefährliche, aber auch komische Situationen. Der jüdische Friseur Jakob Heym (Vlastimil Brodsky) lebt 1944 in einem Ghetto irgendwo im besetzten Polen. Wegen angeblicher Überschreitung der Ausgangsperre soll er sich eines Tages beim Gestapo-Revier melden, kommt jedoch wider Erwarten mit dem Leben davon. Der Zufall will es, dass Jakob bei der Gestapo aus dem Radio eine Nachricht über den Anmarsch der Russen aufschnappt. Diese Meldung wirkt für Jakob wie ein Lebenselixier und sie soll auch seinen Freunden neuen Lebensmut geben. Damit diese ihm einerseits die Nachricht glauben und andererseits nicht für einen Gestapo-Spitzel halten, wenn er erzählt, dass er die Nachricht bei der SS aufgeschnappt hat, muss Jakob lügen. Er gibt vor, ein Radio zu besitzen. Doch damit beginnt Jakobs tragikomischer Leidensweg. Tagtäglich wollen alle Neues von ihm wissen: Über den Frontverlauf, die Weltpolitik und vieles mehr. Selbst die kleine Lina (Manuela Simon), die er versteckt hält, ist neugierig. Hoffnung breitet sich im Ghetto aus, die Selbstmorde hören auf, Zukunftspläne über ein Leben ohne den gelben Stern werden geschmiedet. Und Jakob lügt weiter, ist doch die Hoffnung in ihrer Situation noch wichtiger als das Stück Brot. Doch allmählich wird die Illusion zum Selbstbetrug. Jakob erträgt die sich selbst aufgebürdete Last nicht mehr und vertraut sich seinem Freund Kowalski (Erwin Geschonneck) an. Der Hoffnung beraubt, nimmt sich dieser das Leben. Als für alle der Deportationsbefehl kommt, entdeckt auch Lina die Wahrheit. Dennoch war für sie eine kurze Weile die graue Ghetto-Wirklichkeit bunt geworden... Das Drehbuch zu "Jakob der Lügner" reichte Jurek Becker, der als Kind selbst einige Jahre im Ghetto und mehreren Konzentrationslagern verbrachte, schon 1965 bei der DEFA ein. Regie sollte Frank Beyer führen. Doch der fiel durch "Spur der Steine" in Ungnade und durfte vorerst keinen Film drehen. So arbeitete Jurek Becker das Thema zu einem Roman um, der den Autor1968 auch international bekannt machte. 1974 durfte Frank Beyer den Roman endlich in einer Koproduktion mit dem Deutschen Fernsehfunk verfilmen. Er verwob Reales und Märchenhaftes, Tragik und Komik und so entstand ein Film von großer berührender Sensibilität, eine zeitlose Parabel auf die unzerstörbare Würde des Menschen. DDR-Kino-Eule Renate Holland-Moritz urteilte prophetisch: "Das Ergebnis ist eine kinematografische Kostbarkeit, von der noch zu reden sein wird, wenn Dutzende zeitgenössische Filme längst den verdienten Archivtod gestorben sind." Zum Erfolg trägt auch die hervorragende Besetzung bei, Vlastimil Brodsky und Erwin Geschonneck brillieren in den Hauptrollen. So war "Jakob der Lügner" als erster DEFA-Film im offiziellen Programm der Berlinale vertreten, Brodsky bekam als bester Schauspieler den "Silbernen Bären". 1977 wurde der Film als erster und einziger DEFA-Film für den Auslands-Oscar nominiert.
(MDR)
"Behutsam, zärtlich, ohne wohlfeiles Pathos und naheliegende Sentimentalität erzählt Frank Beyer [...], einer der besten Regisseure der DDR, von Menschen, die inmitten von grauenhafter Unmenschlichkeit zu existieren versuchen. Seine bemerkenswerte Qualität bezieht dieser leise Film nicht zuletzt aus einer Fülle von hervorragenden schauspielerischen Leistungen. Vor allem der Tscheche Vlastimil Brodsky, 1975 mit dem Darstellerpreis der Berlinale ausgezeichnet, und Erwin Geschonnek vom Berliner Ensemble überzeugen mit Charakterstudien fern von larmoyanten Klischees." (Die Zeit) Mehr zum Schwerpunkt im Internet auf ARTE Cinema unter: cinema.arte.tv.
(MDR)
Daten
Länge: ca. 96 min.
| Deutscher Kinostart | Fr, 31.10.1975 |
| Deutsche TV-Premiere | So, 22.12.1974 (DDR1) |
FSK 12
| Originalsprache: | Deutsch |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
![Vlastimil Brodsky]()
![Erwin Geschonneck]()
![Henry Hübchen]()
![Blanche Kommerell]()
![Manuela Simon]()
![Dezsö Garas]()
![Zsuzsa Gordon]()
![Friedrich Richter]()
![Margit Bara]()
![Reimar J. Baur]()
![Armin Mueller-Stahl]()
![Hermann Beyer]()
![Klaus Brasch]()
![Jürgen Hilbrecht]()
![Paul Lewitt]()
![Fritz Links]()
![Edwin Marian]()
![Hans-Peter Reinicke]()
![Helmut Schellhardt]()
![Peter Sturm]()
![Horst Preusker]()
![Peter Bausch]()
![Eckhard Bilz]()
![Gerhard Brieger]()
![Josef Englicki]()
![Harald Fischer]()
![Gabriele Gysi]()
![Harald Henke]()
![Otto Horstmann]()
![Wilhelm Jordan]()
![Karel Kalita]()
![Jarmila Karlovská]()
![Josef Koci]()
![Julius Kornstreicher]()
![Harry Lehnert]()
![Fred Ludwig]()
![Joachim Lukas]()
![Alfred Lux]()
![Peter Pauli]()
![Erich Petraschk]()
- Regie: Frank Beyer
- Drehbuch: Jurek Becker, Frank Beyer
- Produktion: Herbert Ehler, Werner Teichmann, Gerd Zimmermann, Künstlerische Arbeitsgruppe "Johannisthal"
- Produktionsauftrag: ZDF
- Produktionsfirma: Fernsehen der DDR, Filmstudios Barrandov, DEFA Studio für Spielfilme
- Musik: Joachim Werzlau
- Kamera: Günter Marczinkowsky
- Schnitt: Rita Hiller
- Maske: Günter Hermstein, Inge Merten, Monika Mörke
- Kostüme: Joachim Dittrich
- Regieassistenz: Harald Fischer, Günter Hoffmann
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Jakob, der Lügner Streams
"Jakob, der Lügner" ist als Video/Stream erhältlich:
Deutsch
im Fernsehen
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Links
Externe Websites
Wikipedia: Jakob der Lügner (1974)
Wikipedia: Jacob the Liar (1975 film)
IMDb (Internet Movie Database)
Rotten Tomatoes
themoviedb
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Kommentare, Erinnerungen und Forum
Bilder
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