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TV-Kritik/Review: Steven Soderberghs Thriller-Miniserie mit Claire Danes und Timothy Olyphant versucht den "Full Circle"
von Marcus Kirzynowski(18.07.2023)

Wohl jeder Film- und Serienfan weiß, dass es manchmal genügt, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, um eine Geschichte in Gang zu setzen. Es kann jemandem aber auch schon zum Verhängnis werden, mehr oder weniger zufällig den gleichen Kapuzenpulli zu tragen wie jemand anderes. Dann kann er zum Beispiel an dessen Stelle Opfer einer Entführung auf den nächtlichen Straßen von Manhattan werden, wie die Auftaktfolge von
Die sechsteilige Miniserie des US-Streamingdienstes HBO Max versammelt eine bemerkenswerte Anzahl prominenter Mitwirkender vor und hinter der Kamera. Zu den Stars gehört Claire Danes, die sich nach ihrer Hauptrolle in der langlebigen Agentenserie
Einfach machen es Solomon und Soderbergh den Zusehenden nicht, ihrer Geschichte zu folgen respektive überhaupt zu begreifen, was die Geschichte sein soll. In rascher Folge reiht die einstündige Auftaktepisode nämlich Szenen aus mindestens drei parallelen Handlungssträngen aneinander, die zunächst unverbunden scheinen. Erst in der zweiten Episode fügen sie sich langsam zusammen, ohne dass aber die Motive und Hintergründe schon zu erkennen wären. Es sind drei weit auseinander liegende Welten, in die wir Zuschauer eingeführt werden: Da ist zunächst die weiße Upperclass-Familie Browne, bestehend aus Sam (Danes), Derek (Olyphant) und deren Teenagersohn Jared (Ethan Stoddard). Sam managt das Business ihres Vaters Jeff McCusker (Quaid), eines Starkochs, der mit Kochbüchern und Merchandising reich und berühmt geworden ist. Die Brownes leben in einem großzügigen Apartment in Manhattan.

Ein paar Kilometer weiter in Queens herrscht Savitri Mahabir (Pounder) über ein Verbrechersyndikat guyanischer Einwanderer. Unter dem Deckmantel eines Versicherungsunternehmens sind die Migranten unter anderem im Drogenhandel aktiv. Mahabir trauert um ihren Bruder, der gewaltsam ums Leben kam. Unterdessen bekommen in ihrem südamerikanischen Heimatland zwei Jugendliche, Xavier (Sheyi Cole) und Louis (Gerald Jones), die freudige Nachricht, dass sie in die USA aufbrechen können - als neue Rekruten Mahabirs. In New York lebt bereits Louis' Schwester Natalia (Adia), die sich eine Karriere als Physiotherapeutin aufbauen will, aber auch die Freundin von Mahabirs Neffen Aked (Jerome) ist.
Die Geschichte kommt in Gang, als Aked von seiner Tante den Auftrag bekommt, Jared zu kidnappen, wozu er die beiden Neuankömmlinge einspannt. Die Brownes bekommen also einen Anruf, dass sie noch in der gleichen Nacht eine große Geldsumme übergeben sollen, wenn sie ihren Sohn lebend wiedersehen wollen. Aber wenig später steht der plötzlich wieder in der elterlichen Wohnung. Bei der Entführung gab es eine Verwechslung, womit wir wieder bei dem roten Hoodie sind, den eben nicht nur Jared trug, sondern auch ein geheimnisvoller Junge, mit dem er sich treffen wollte. Für die Brownes stellt sich nun die Frage, wie sie dem ihnen unbekannten Teenie am besten helfen können, der anstelle ihres Sohns in der Gewalt der Entführer ist. Zudem ist dem Syndikat noch eine Beamtin (Zazie Beetz,
Das klingt nicht nur kompliziert, sondern wird leider auch so erzählt. Echte Spannung kommt erst auf, als Vater Derek mit den prallen Geldtaschen nachts Richtung Park läuft, in dem die Übergabe vor einer gesetzten Deadline stattfinden soll. Dazu kommen Konflikte zwischen den Gangstern und vor allem einer der neuen Rekruten ist sich überhaupt nicht sicher, ob dieses Verbrecher-Business wirklich sein Ding ist. Unterdessen bleibt das Motiv hinter der Entführung im Dunkeln: Warum ausgerechnet Jared Browne? Das weiß vorerst wohl nur Savitri Mahabir, die an ihrem Schreibtisch vor einem Foto ihres Bruders sitzt und aus Reiskörnen einen Kreis legt - eben jenen titelgebenden, der sich am Ende schließen soll. Hoffentlich so, dass auch die Zuschauer verstehen, um was es (ihr) eigentlich bei dem Ganzen geht. Dazu sind ja noch vier Folgen Zeit.
Bis dahin hat die Serie genügend Schauwerte, um einen bei der Stange zu halten: ambivalente Charaktere innerhalb des Verbrecherclans, die Gegensätze zwischen den leuchtenden Wolkenkratzern Manhattans, auf dessen Straßen auch nachts um Eins noch das pralle Leben herrscht, und den runtergekommenen Vierteln, in denen die Einwanderer ihren Geschäften nachgehen - und nicht zuletzt die Familiendynamik der Browne-McCuskers, die noch reichlich undurchsichtig bleibt. Claire Danes bekommt leider in den ersten beiden Episoden noch keine rechte Gelegenheit, ihr Talent zu beweisen. Auch Dennis Quaid darf noch nicht viel mehr machen, als spätabends im Park Schach zu spielen. Überzeugender sind da schon die afro-amerikanischen JungschauspielerInnen, unter denen besonders Jharrel Jerome als gleichermaßen großmäuliger wie unsicherer "Erbe" hervorsticht.

Die Inszenierung ist sehr dynamisch: Die meisten Szenen sind eher kurz, die Schnitte zwischen den verschiedenen Schauplätzen und Handlungssträngen rasant. Dass es Soderbergh versteht, Thriller spannend in Szene zu setzen, hat er mit Kinoerfolgen wie Out of Sight und
Dieser Text basiert auf der Sichtung der ersten beiden Episoden von "Full Circle".
Die sechsteilige Miniserie wird seit dem 13. Juli wöchentlich in den USA bei HBO Max veröffentlicht. Ein deutschsprachiger Abnehmer ist noch nicht bekannt.
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Leserkommentare
Homer83 schrieb am 12.06.2025, 08.27 Uhr:
Warum macht man eine Review zu einer Serie, wenn man davon nicht einmal die Hälfte gesehen hat? Ja ich weiss, das der Presse oft nicht alle Folgen zur Verfügung gestellt werden, aber kann man dann nicht warten? Zumal RTL die Miniserie ja komplett veröffentlicht hat. Der Wert dieser und vieler ähnlich entstandener Reviews ist leider gleich Null.Sentinel2003 schrieb am 18.07.2023, 19.45 Uhr:
Da hab ich ja schon beim Lesen null Bock mehr aufs gucken, obwohl Claire Danes mitspielt....
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