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Nach peinlicher KI-Panne: ZDF kündigt Schulungen für Mitarbeiter an

von Glenn Riedmeier in News national
(19.02.2026, 13.59 Uhr)
Maßnahmenkatalog, um "hohe journalistische Standards" zu sichern
ZDF/BDA Creative
Nach peinlicher KI-Panne: ZDF kündigt Schulungen für Mitarbeiter an/ZDF/BDA Creative

Im ZDF- "heute journal" vom vergangenen Sonntag (15. Februar) wurde ein Beitrag über die US-Migrationsbehörde ICE gezeigt, in der Bilder zum Einsatz kamen, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Dies wurde nicht entsprechend gekennzeichnet und sorgte berechtigerweise für Aufruhr (TV Wunschliste berichtete). Inzwischen ist bekannt, dass der verantwortlichen Autorin nicht bewusst war, dass es sich bei dem verwendeten Material um Bilder handelte, die entweder per KI erstellt wurden oder die gar nicht in Zusammenhang mit ICE standen. Mit einiger Verspätung hat sich das ZDF inzwischen auch on Air für den Vorfall ausführlich und umfassend entschuldigt. Darüber hinaus hat der Sender nun Maßnahmen angekündigt, damit so etwas hoffentlich nicht noch einmal passiert.

Online erläutert das ZDF, dass die Autorin des betreffenden Beitrags über ICE  Videomaterial zur Bebilderung ausgewählt habe, ohne dies vorher "gewissenhaft und vollständig auf Herkunft und Authentizität" überprüft zu haben. Das entspräche nicht den journalistischen Regeln und Standards des ZDF. Darüber hinaus seien auch von der "heute journal"-Redaktion die Prüf- und Verifikationsverfahren nicht wie vorgesehen angewendet worden. In Schutz nimmt das ZDF dagegen Dunja Hayali, die zwar den Beitrag in der Nachrichtensendung anmoderierte, aber laut Sender ausdrücklich nichts von den handwerklichen Fehlern wusste.

Der Beitrag hätte in dieser Form nicht ausgestrahlt werden dürfen, stellt das ZDF klar. Daher wurde er von allen Plattformen entfernt. Darüber hinaus versichert der Sender, dass man den Vorfall konsequent aufarbeite. In diesem Zusammenhang werde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, "um Abläufe bei der Verifikation von Bewegtbildmaterial noch strenger zu regeln". Explizit beinhaltet dies auch "zusätzliche, verpflichtende Schulungen für Mitarbeitende". Erklärtes Ziel sei es, die "hohen journalistischen Standards" des ZDF zu sichern.

Für Bild- und Videomaterial, das in Informationssendungen und digitalen Angeboten des ZDF verwendet wird, gebe es grundsätzlich ein journalistisches Prüf- und Verifikationsverfahren. Dazu gehören eine Plausibilitäts- und Quellenprüfung durch Autoren und Redaktionen sowie spezialisierte Verifikations- und Faktencheck-Teams.

Abschließend stellt der Sender noch einmal klar, dass der Einsatz KI-generierter Bilder und Videos von Menschen, Ereignissen und politischen Zusammenhängen "im Genre Nachrichten/Info nicht erlaubt" sei. Eine Ausnahme sei, wenn sich ein Beitrag beispielsweise explizit dem Thema Deepfakes widme. Dies würde dann aber eindeutig gekennzeichnet und journalistisch eingeordnet und wäre für das Publikum klar erkennbar.



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Leserkommentare

  • Wilkie schrieb via tvforen.de am 20.02.2026, 13.05 Uhr:
    Bei Schulungen ist es nicht geblieben. Die Autorin des Filmbeitrages für das heute-journal, die
    New Yorker Korrespondentin des ZDF Nicola Albrecht, wurde vom ZDF "mit sofortiger Wirkung abberufen". Der Korrespondentenposten in New York gilt bei ARD/ZDF als eine der schönsten Korrespondentenstellen. Sie hatte diesen noch nicht lange inne, seit Anfang 2025. So schnell kann es gehen, ziemlich bitter für sie, aber das hätte eben nicht passieren dürfen.
  • BeklopptesTV schrieb am 20.02.2026, 04.17 Uhr:
    Genau wegen solcher "Pannen" muss der Rundfunkbeitrag endlich mehr hinterfragt werden. Solche Pannen häufen sich irgendwie in letzter Zeit.
    Und lustigerweise haben bestimmte News-Portale auf YouTube mehr "journalistische Standards" und berichten nicht so einseitig, komprimiert und vor allem neutraler was bestimmte Themen angeht die für die Bürger relevant sind.
    Übrigens gehören zu ZDF auch recht fragwürdige Formate von "funk" wie "Brave Mädchen" nur als Beispiel.
    Und wenn man sämtliche Formate durchgeht, zeigt sich dort auch ein bestimmter Faden.
    Noch ein Beispiel für einseitigen Journalismus gibt es vor allem bei der Sendung "Monitor".
    Bei denen gibt es anscheinend nur... das Böse "rechts"...
    Und vor kurzem in der ARD Mediathek bereitgestellt: "Heimat. Häkeln. Hetze. Undercover unter rechtsextremen Frauen." ... muss man eigentlich nichts mehr zu sagen oder?
    Wenn der ÖRR genauso auch mal über den Extremismus von Links oder von islamistischen Gruppierungen solche Videos bringen würde.
    Und im allgemeinen sehe ich in der Rundfunkgebühr immer noch die GEZ, zwar heute benannt als Beitragsservice... nur damit sie sich rechtlich besser absichern können.
    Und einen Service sehe ich eher als eine Leistung die ich Anspruch nehmen kann oder auch nicht, ohne mit Konsequenzen zu rechnen wenn ich diesen "Service" nicht in Anspruch nehme.
    Rechtlich gesehen sicherlich nicht mehr zeitgemäß.
  • TV-Sensation schrieb am 20.02.2026, 00.35 Uhr:
    Hier immer noch bzw. wieder von einer „Panne“ zu sprechen, verhöhnt alle Beitragszahler. Auch der Begriff des „Faktencheckers“ ist schon seit vielen Jahren verbrannte Erde.
  • OctaPlus schrieb am 19.02.2026, 21.49 Uhr:
    Das Problem an der ganzen Sache ist doch aber mal wieder, dass es leider nicht das erste Mal ist! In letzter Zeit kommt es gerade beim ZDF so häufig zu "fragwürdigen" Berichten, sodass man sich mittlerweile doch wirklich wieder mal die Frage stellen muss, ob die GEZ Gebühren wirklich noch angemessen sind! Erst Recht, da auch ZDF immer mehr Werbung einsetzt! Nach dem "fragwürdigen" Gaza Beiträgen und fehlgeschnittenen Beiträgen von Elon Musk nun auch noch das! Die Welt hat noch so einige andere Fehlbeiträge aufgelistet aber eine Suche in einer Suchmaschine deckt noch vieles mehr auf! Es handelt sich hier nicht nur um diesen einzigen Fehltritt! Also: Versehen oder gewollt?
  • Roman1976 schrieb am 19.02.2026, 18.23 Uhr:
    Genau mit solchen Meldungen wird die breite Masse beruhigt.
  • User 1810564 schrieb am 19.02.2026, 20.39 Uhr:
    Genauso ist es: Der Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Medien schaut sich deren Sender weiterhin an. So einfach ist das.
  • Winslow schrieb am 19.02.2026, 15.39 Uhr:
    Sehr ihr das, BILD, Nius und Co? Nicht nur wurde der Fehler transparent in der Sendung richtiggestellt, es wird sogar intern aufgearbeitet. So macht man das.
  • User 1810564 schrieb am 19.02.2026, 20.37 Uhr:
    Der Fehler sollte vertuscht werden, nur hat man sich auch dabei erwischen lassen. So funktioniert das bei den öffentlich-rechtlichen Medien.