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"Goldene Kamera" verkündet Nominierungen für herausragende Serien und Filme

28.02.2019, 14.09 Uhr - Bernd Krannich/TV Wunschliste in Medien
Träger des Deutschen Fernsehpreises auch hier im Rennen
Nominierungen für die "Beste Serie" bei der Golden Kamera 2019: "Bad Banks", "Der Pass" und "Beat"
Bild: ZDF/Arte/Sky/Amazon Prime Video/Collage: Goldene Kamera
"Goldene Kamera" verkündet Nominierungen für herausragende Serien und Filme/Bild: ZDF/Arte/Sky/Amazon Prime Video/Collage: Goldene Kamera

Die Jury der Goldenen Kamera hat die Nominierungen in den Bereichen "Beste Serie" und "Bester Fernsehfilm" verkündet. In beiden Kategorien wurden jeweils drei Kandidaten in der Vorauswahl bestätigt. Die Preisverleihung findet am 30. März statt.

Beste Serie
Nominiert sind hier "Bad Banks" (ZDF/arte), "Beat" (Prime Video) und "Der Pass" (Sky).

Die Jury begründet ihre Nominierung für "Bad Banks": "Die Serie zeigt eindrucksvoll, wie risikobereite Player die Grenzen der seelenlosen Finanzindustrie ausreizen." Für die Serie ist bereits eine zweite Staffel bestellt (TV Wunschliste berichtete), sie konnte unter anderem bereits den Deutschen Fernsehpreis und einen Grimme-Preis einheimsen.

Auch "Beat" als Amazons zweite "echte" deutsche Eigenproduktion kann schon auf einen Grimme-Preis verweisen. In der Serie wird Robert Schlag alias Beat (Jannis Niewöhner) vom Geheimdienst als V-Mann rekrutiert, um an die Drahtzieher eines internationalen Organhandels heranzukommen. "Mit schnellen Schnitten und kaputten Typen entwickelt 'Beat' ganz eigene Abgründe, die man so noch nicht gesehen hat."

Nicolas Ofczarek und Julia Jentsch spielen unter der Regie von Cyrill Boss und Philipp Stennert die Protagonisten von "Der Pass", dessen Grundidee auf "Die Brücke" fußt. "'Der Pass' entwickelt sich zu etwas Eigenem, über die Grenzen des Serienkiller-Genres hinaus. So atmosphärisch dicht wurde eine deutsche Serie bisher selten erzählt", heißt es aus der Jury der Goldenen Kamera.

Bester Fernsehfilm
Auf der Nominierungsliste stehen die ZDF-Produktion "Aufbruch in die Freiheit", "Macht Euch keine Sorgen" (Das Erste) und schließlich "Schöne heile Welt" (SWR/arte).

Anhand der Geschichten der ungewollt erneut schwanger gewordenen dreifachen Mutter Erika Gerlach (Anna Schudt) und ihrer Schwester Charlotte (Alwara Höfels) in "Aufbruch in die Freiheit" wird der Kampf von Frauen um ein selbstbestimmteres Leben in den 1970ern "unaufgeregt, pointiert und sehr glaubhaft" präsentiert. Der Film konnte bereits den Deutschen Fernsehpreis erringen.

Die Rückkehr des zum einer radikalen Auslegung des Islam konvertierten Sohns (Leonard Carow) einer Familie von seiner Zeit beim Islamischen Staat sorgt in "Macht euch keine Angst" genau für diese. "Das mitreißende Familiendrama zeigt absolut realitätsnah, dass dieses Schicksal jede Familie treffen kann."

Die ungewöhnliche Freundschaft des Sozialschmarotzers Willi (Richy Müller) und des kürzlich erst mit seiner Familie aus Afrika geflohenen Nachbarsjungen (N'Tarila Kouka) steht im Zentrum von "Schöne neue Welt" - als Katalysator fungiert die geteilte Freude am Eislaufen. "Ein hochaktueller, einfühlsamer und sentimentaler Film, der besonders in seinen komischen Momenten absolut sehenswert ist."

Zusammengestellt wurden die Nominierungen von einer elfköpfigen Expertengruppe um Nadja Uhl, Richy Müller, Max Giermann, Rudi Cerne, Produzentin Gabriela Sperl und Filmkritiker Robert Hofmann.

Die von Steven Gätjen moderierte Verleihung der "Goldenen Kamera" findet am 30. März in Berlin statt und wird dann ab 20.15 Uhr live im ZDF übertragen.


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Leserkommentare

  • bmk schrieb via tvforen.de am 01.03.2019, 07.29 Uhr:
    bmkDanke für den Hinweis bei "3)", der Text wurde korrigiert.
  • Don (1977) schrieb via tvforen.de am 28.02.2019, 23.26 Uhr:
    Don (1977)Aldous Huxley zitiert mit dem Titel ja Shakespeares "The Tempest". Ob sowas schützbar ist?
  • Sveta schrieb via tvforen.de am 28.02.2019, 18.44 Uhr:
    Sveta1) Die drei nominierten Filme scheinen weniger wegen ihrer Qualität ausgesucht zu sein als nach "political correctness": Einer über Selbstbestimmung der Frau, der zweite über Islamisierung (auch immer gern genommen heute) und schließlich der unvermeidliche Flüchtlings-Integrations-Film. Nur zur Klarstellung: Ich halte alle drei Themen für wichtig, aber dann sollte man das Adjektiv "Bester" weglassen bzw. durch "Korrektester" ersetzen.

    2) Es ist mir zwar weitgehend schnurz, aber ich finde es schon merkwürdig wenn ein Mitglied der nominierenden "Expertengruppe" gleichzeitig Hauptdarsteller in einem der nominierten Filme ist. Btw - ist der Titel "Schöne neue Welt" nicht geschützt?

    3) "Die Jury begründet ihre Nominierung für "Der Pass": "Die Serie zeigt eindrucksvoll, wie risikobereite Player die Grenzen der seelenlosen Finanzindustrie ausreizen.""
    Da sollte wohl "Bad Banks" stehen anstelle von "Der Pass".