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Prosit, "Musikladen"!

Manfred Sexauer und Uschi Nerke moderierten erstmals vor 40 Jahren - von Ralf Döbele
(14.12.2012)

Ein Prosit auf den "Musikladen": Manfred Sexauer und Uschi Nerke
Ein Prosit auf den "Musikladen": Manfred Sexauer und Uschi Nerke


Wie hätte die Jugend der Generation Fernsehkult wohl ohne Michael "Mike" Leckebusch ausgesehen? Man mag es sich gar nicht ausmalen. Der Regisseur etablierte 1965 mit dem  "Beat-Club" die erste Musiksendung für Jugendliche im Ersten, wo man sich wohl der Tatsache nicht länger verschließen konnte, dass englische Titel die deutschen Hitparaden immer stärker dominierten. Bis 1972 war das Format auch dank des Kultfaktors von Moderatorin Uschi Nerke extrem erfolgreich, doch dann war es Zeit für etwas Neues. Und dieses Neue war der  "Musikladen", der vor mittlerweile 40 Jahren, am 13. Dezember 1972 Premiere feierte. Grund genug um noch einmal in die knallbunte, musikalische Achterbahn einzuzsteigen, und sich irgendwo zwischen Classic Rock und Disco-Inferno zu verlieren - Go Go Girls natürlich mit inbegriffen!

Für den "Musikladen" setzte das verantwortliche Radio Bremen zunächst auf Bewährtes, vor allem auf Mike Leckebusch, der auch diese Sendung als Redakteur und Regisseur betreute. Uschi Nerke durfte, samt ihrer putzigen Versprecher, ebenfalls nicht fehlen. Doch zum eigentlichen Gesicht des "Musikladen" wurde Manfred Sexauer, der durch sämtliche 90 Folgen der Sendung führte und bereits als Radiomoderator beim Saarländischen Rundfunk sein Gespür für Hits unter Beweis gestellt hatte. So präsentierte der "Musikladen" auch stets eine Mischung aus bereits enorm erfolgreichen Titeln und Neuvorstellungen, die sich nicht selten kurz nach der Ausstrahlung auch in der Hitparade platzieren konnten.

Von dem Disco-Glitter-Go-Go-Image des "Musikladens" ist in den ersten Jahren noch wenig zu spüren. Sexauer und Nerke präsentierten gemeinsam eine breite Palette von Stilrichtungen, die deutsche Liedermacher, aber auch Jazz, Country & Western, Classic Rock, Metal oder frühe Formen des Punk umfasste. Gleich in der ersten Sendung gaben sich Johnny Cash, Chris Barber, Chuck Berry und Insterburg + Co. ein Stelldichein. Die Stars traten in einem recht dunklen Studio auf, das wie ein staubig-gemütlicher Partykeller anmutete. Genau wie der "Beat-Club" war auch der "Musikladen" international erfolgreich. Diesem Umstand wurde später im Studio mit Logo-Schildern Rechnung getragen, auf denen "Music Shop" oder "Muziek Winkel" zu lesen war.

Was sich glücklicherweise in zwölf Jahren und 90 Sendungen nie änderte war das Publikum, das sich stets dicht um die verschiedenen Bühnen drängte, auf denen Suzi Quatro, ABBA oder Duran Duran auftraten. So ist es eigentlich ein Wunder, dass David Essex mit den Füßen seines Mikrofonständers bei einem leicht verwirrten Studiogast keine bleibenden Sehschäden verursacht hat. Insgesamt wirkte die Atmosphäre einer "Musikladen"-Sendung spontan, experimentierfreudig und in späteren Jahren extrem bunt - also irgendwie komplett "undeutsch", vor allem in direktem Vergleich mit  "disco" und der  "ZDF-Hitparade". Manchmal wirkte es, als hätten sich einige Bands hier einfach für eine improvisierte Jam-Session zusammengefunden.

Bild: ©Sony Music Entertainment DVD (Soulfood DE)

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