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Auffallend ist in diesem Zusammenhang auch die Gestaltung der Büros der Crown Prosecutors. "Law & Order"-Fans wissen seit langem, dass im Vorspann der Serie die Polizeibeamten in blau gezeigt werden und die Anwälte in rot. In der UK-Fassung wurde dieses Farbmuster nun auch für die Büros beider Abteilungen übernommen: das Polizeirevier ist in blau gehalten, die Büros von James Steel und Co. in einer Art weinrot. Das bringt einen Fan zunächst zum schmunzeln, ist dann aber doch recht angenehm anzusehen.
Insgesamt lässt sich konstatieren, dass der "Law"-Teil, dem "Order"-Teil in dieser ersten Episode noch stark überlegen ist - dies dürfte zu einem erheblichen Teil auch überwiegend auf die Besetzung zurückzuführen sein.

Ben Daniels ist als James Steel zwar durchaus interessant, doch sind die Verantwortlichen in der Pilotfolge in die Klischeefalle getappt. Allzu einfach erscheint die Darstellung Steels als edler Ritter, der den Opfern selbstlos zu ihrem Recht verhelfen will, während der gegnerische Strafverteidiger als ruchloser Gegenpart hochstilisiert wird. Diese Schwäche im Drehbuch hätte durch bessere Schauspielerführung ausgeglichen werden können. Etwas mehr Ambivalenz hätte gut getan, zumal die Stärke des Originals ja gerade darin besteht im Laufe des "Order"-Teils auch die Grauzonen und Ungerechtigkeiten des Rechtssystems aufzuzeigen, auszuloten oder gar anzuklagen. So erscheinen hier nicht die weißen Perücken der britischen Anwälte fremdartig, oder dass die Richterin hochehrwürdig mit "Mylady" angeredet wird - sondern eben vielmehr die fast gänzliche Abwesenheit solcher kritischen Diskurse.
Bill Paterson verströmt als Oberstaatsanwalt George Castle, oder wie es hier heißt "Director" des "CPS London", väterliche Wärme und wirft mit Kommentaren um sich, die durchaus auch von Adam Schiff (Steven Hill) stammen könnten, dem allerersten Staatsanwalt des Originals. Wirklich beurteilen wird man Paterson in der Rolle wohl erst können, wenn er selbst einmal seine Schlachten gegen die Obrigkeit austragen muss. Fast komplett farblos bleibt dagegen leider Freema Agyeman als Alesha Phillips, Steels Assistentin. Obwohl im Original mittlerweile sechs verschiedene Darstellerinnen die gleiche Funktion inne hatten schafft es Agyeman nicht an auch nur eine davon heranzureichen. Dieser Mangel in Sachen Besetzung kann sicherlich nur durch eine bessere Ausarbeitung von Phillips? Funktion bei der Staatsanwaltschaft ausgeglichen werden. Doch in der ersten Folge scheint sie die einzige zu sein, welche die Lösungen und Recherchen für Steel mundgerecht vorbereitet, während der über die Ehre des Rechts philosophiert. Das muss sich ändern. Eine Stärke bei "Law & Order" war stets das Gefühl des andauernden Teamworks. Steel und Philips müssen die Lösungen öfter gemeinsam finden, sich die Bälle zuspielen - so wie eben die Polizisten auch.

Schließlich muss noch festgehalten werden, dass es sich bei der Geschichte der ersten Episode mit dem Titel "Care" nicht um ein Originaldrehbuch handelt. Die Pilotfolge ist eine Neuverfilmung von "Cradle to Grave", einer "Law & Order"-Folge aus der zweiten Staffel, die 1992 in den USA ausgestrahlt wurde. Sämtliche Episoden der ersten Staffel werden derartige Neuverfilmungen sein, natürlich angepasst an die Örtlichkeiten und das britische Rechtssystem. So wurde im übrigen auch beim französischen Ableger "Paris enqu?tes criminelles" verfahren.
Zwar mögen Neuverfilmungen von 13 aus über 400 Drehbüchern "Law & Order" nicht so stark negativ ins Gewicht fallen, wie es beispielsweise bei der Neuauflage von
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