Mit allen Mitteln versucht die jüdische Widerstandsgruppe "Volksfront von Judäa", die römischen Besatzer aus Jerusalem zu vertreiben. Zu den eifrigsten Untergrundkämpferinnen zählt die hübsche Judith Ischariot, in die sich der naive Brian Cohen verliebt. Mit Politik hat Brian eigentlich nichts im Sinn, dennoch schließt er sich der Rebellengruppe an. Bei dem Versuch, die Frau des sprachgestörten Pontius Pilatus zu entführen, sterben alle beteiligten Revolutionäre bis auf Brian. Wenig später gelingt diesem jedoch auf spektakuläre Weise die Flucht. Um sich vor seinen Häschern zu verbergen, hält Brian als falscher Prophet eine Rede auf dem Marktplatz. Zu seiner Überraschung vergrößert sich die Zuhörerschar von Minute zu Minute. Auch auf seinem weiteren Fluchtweg wird er von zahlreichen Anhängern begleitet. Brians Missgeschicke und Banalitäten gelten für sie als Zeichen oder Wunder. Sie halten Brian für den wahren Messias, der sie von ihrem Leid erlöst. Nach Erscheinen wurde "Das Leben des Brian" wegen Blasphemie hart angegriffen und in vielen Ländern über Jahre verboten. Dabei sollte die Filmsatire nicht als Kritik am Christentum oder am katholischen Glauben verstanden werden. Die britische Kult-Komikergruppe "Monty Python" wollte damit vielmehr religiösen Dogmatismus und kirchliches Autoritätsdenken verurteilen. Des Weiteren nimmt ihre Komödie auf absurd-witzige Art die übertrieben pathetischen Bibelfilme auf den Arm. Bis heute genießt der von Terry Jones inszenierte Film enorme Beliebtheit und zählt zu den besten britischen Filmen aller Zeiten. Zur Besetzung gehören alle "Monty Python"-Mitglieder, darunter John Cleese, Eric Idle und Terry Gilliam. Das Abschlusslied "Always Look on the Bright Side of Life" entwickelte sich zum unvergänglichen Ohrwurm.
(ServusTV)
In fast allen Ländern sorgte "Das Leben den Brian" für einen Skandal, als er in die Kinos kam: In Norwegen wurde mit "Leben des Brian" zum ersten Mal eine Komödie aus dem Verkehr gezogen, der Vorwurf lautete Blasphemie. Das löste eine Kontroverse zur Meinungsfreiheit aus. Der Film konnte dann immerhin Monate nach seiner Veröffentlichung gezeigt werden, mit der Maßgabe, dass die kritisierten Passagen der Bergpredigt und der Kreuzigungsszene - die von der Zensur als religiöse Gefühle verletzend eingeschätzt wurden - nicht übersetzt wurden. Die Schweden witzelten, der Film sei so witzig, dass die Norweger ihn verböten. Auch in Irland durfte er bis 1987 wegen Blasphemie nicht gezeigt werden. In Kanada erschien er neben der Altersbeschränkung ab 17 Jahren mit dem ausdrücklichen Verweis, möglicherweise religiöse Gefühle zu verletzen. In Italien kam er gleich gar nicht auf die Bildfläche. In Australien wurde er gerade wegen der hitzigen Diskussionen im Vorfeld, die bis ins Parlament vordrangen, zum Erfolg. Genauso in den USA und in Großbritannien, wo streng religiöse Vereinigungen gegen seine Ausstrahlung mobil machten und damit - vor allem in den USA - erbitterte Diskussionen in Medien und Gesellschaft provozierten. Monty Python verteidigten ihren Film, der keinesfalls indoktrinierend oder verletzend gemeint sei, sondern einfach nur Spaß machen sollte. John Cleese und Michael Palin scherzten 1998 in "Monty Python's Flying Circus: Live at Aspen" über die früheren Proteste aus allen christlichen Richtungen: "Wir haben sie zusammengebracht, zum ersten Mal, in 2.000 Jahren!"
(Tele 5)
Daten
Weiterer Titel: Monty Python's Das Leben des Brian
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Der grimmige Pontius Pilatus (Michael Palin, Mi.), der Befehlshaber der Palastwache (John Cleese, li.) und der hohe Gast aus Rom (Terry Jones, re.) sind von Brians Eskapaden nicht sehr begeistert.
Brian (Graham Chapman), zu Zeit der rĂśmischen Besatzung in Judäa geboren, wird durch dumme Zufälle zum Volkshelden und schlieĂlich von einer wilden Anhängerschar zum Messias ausgerufen..
"Always Look On The Bright Side Of Life" (Foto: Erik Idle, li.; Graham Chapman, re.)"Always Look On The Bright Side Of Life" (Foto: Erik Idle, li.; Graham Chapman, re.)
Mitglieder der Volkfront von Judäa (v.li.n.re.: Eric Idle, John Cleese, Michael Palin und Sue Jones-Davies)Mitglieder der Volkfront von Judäa (v.li.n.re.: Eric Idle, John Cleese, Michael Palin und Sue Jones-Davies)
Brian (Graham Chapman, li.), zur Zeit der römischen Besatzung in Judäa geboren, wird durch dumme Zufälle zum VolksheldenBrian (Graham Chapman, li.), zur Zeit der römischen Besatzung in Judäa geboren, wird durch dumme Zufälle zum Volkshelden
Brian (Graham Chapman) und seine Mutter (Terry Jones, re.) sind auf dem Weg zu einer Steinigung..Brian (Graham Chapman) und seine Mutter (Terry Jones, re.) sind auf dem Weg zu einer Steinigung..