Im Golfkrieg 1991 kämpften Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) und Major Ben Marco (Denzel Washington) noch Seite an Seite, doch dann haben sich ihre Wege getrennt. Kriegsheld Raymond, Sohn der einflussreichen Senatorin Eleanor Shaw (Meryl Streep), schickt sich an, der neue Vize-Präsident der USA zu werden. Der psychisch angeschlagene Ben dagegen lässt sich von dem Wissenschaftler Delp (Bruno Ganz) behandeln. Delp findet heraus, dass alle Mitglieder von Bens Einheit einer Gehirnwäsche unterzogen wurden. Durch eine bestimmte Wortfolge verwandeln sich die Soldaten zu gefügigen Killern. Tatsächlich haben Ben und Raymond zwei Kameraden getötet. Käme die Wahrheit ans Licht, wäre die politische Karriere Raymonds beendet. Drahtzieherin des Ganzen ist Raymonds Mutter. Die Senatorin arbeitet mit dem milliardenschweren Rüstungskonzern Manchurian Global zusammen. Ben versucht, den unwissenden Raymond über die Machenschaften seiner Mutter aufzuklären. Aber erst Senator Jordan (Jon Voight), der zweite Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, glaubt Marco. Eleanor Shaw sieht sich gezwungen, ihre Mörder erneut auszuschicken. "Der Manchurian Kandidat" von Oscar-Preisträger Jonathan Demme ("Philadelphia", "Das Schweigen der Lämmer") ist ein intelligenter, gesellschaftskritischer Politthriller. Perfekt gelingt es dem Erfolgsregisseur, eine durch ständige Kontrolle und Überwachung hervorgerufene Atmosphäre der Angst und Bedrohung heraufzubeschwören. Wirtschaft, Politik und Moral treiben in dem Remake des Filmes "Botschafter der Angst" von 1962 ein gefährliches, anti-demokratisches Spiel. Erstklassig die Besetzung mit Denzel Washington, Liev Schreiber, Meryl Streep, Jon Voight und Bruno Ganz als Wissenschaftler Delp.
(ServusTV)
Jonathan Demmes Paranoia-Thriller "The Manchurian Candidate" beruht auf dem gleichnamigen Roman von Richard Condon, der bereits 1962 verfilmt wurde. Darin verkörperte Laurence Harvey den Kriegshelden Shaw, Sohn einer politisch rechtsstehenden, einflussreichen Familie. Bei einem Einsatz im Koreakrieg wird er einer Gehirnwäsche unterzogen und fortan als Mörder im Auftrag einer kommunistischen Verschwörung missbraucht. Seine Mutter, dargestellt von Angela Lansbury, verfolgt dabei ganz eigennützige Ziele. Aufgedeckt wird der Polit- und Wirtschaftsskandal von Frank Sinatra in der Rolle des Hauptmanns Marco. Im Remake von 2004 ist Meryl Streep die ehrgeizige Mutter Eleanor Shaw, Liev Schreiber verkörpert ihren "ferngesteuerten" Sohn Raymond, und Oscarpreisträger Denzel Washington gibt den ermittelnden Hauptmann Ben Marco. Schon die 1962er-Version schien seinen Produzenten so hautnah an der politischen Realität, dass sie sie nach dem Attentat auf Präsident Kennedy aus den US-amerikanischen Kinos verbannten. Auch Demmes den heutigen Verhältnissen angepasste Neuverfilmung weist offensichtliche Analogien zu jüngsten Ereignissen auf. Dabei sind nicht mehr Kommunisten die Hintermänner für eine globale Verschwörung, sondern mächtige Industriekonzerne üben immer mehr politischen Druck aus. Der amerikanische Präsident unterliegt in dieser Fiktion nicht mehr dem Gesetz, sondern dem Diktat der Wirtschaft.
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Sehen sich bereits als Gewinner: Raymond Shaw (Liev Schreiber, r.) und seine machthungrige Mutter, die Senatorin Eleanor Shaw (Meryl Streep, 2.v.r.) ...
Während seine Vorgesetzten an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln und das Sicherheitsnetz um Shaw immer engmaschiger wird, bleibt Marco (Denzel Washington, 2.v.l.) nur noch wenig Zeit, die schreckliche Wahrheit aufzudecken ...
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Kann Marco (Denzel Washington, r.) Senator Thomas Jordan (Jon Voight, l.) von seiner Theorie überzeugen?; Kann Marco (Denzel Washington, r.) Senator Thomas Jordan (Jon Voight, l.) von seiner Theorie überzeugen?
Seitdem Major Benett Marco (Denzel Washington, l.) aus dem Golfkrieg zurückgekehrt ist, plagen ihn schreckliche Albträume. Er vermutet, dass er und seine Einheit in Kuwait einer Gehirnwäsche unterzogen wurden. Einzig und allein Rosie (Kimberly Elise, r.) glaubt ihm ...
Eigentlich sollte Major Ben Marco (Denzel Washington, l.) seinem Kameraden Reymond Shaw (Liev Schreiber, r.) ewig dankbar sein, weil ihm dieser im Golfkrieg heldenhaft das Leben rettete. Doch dann bewirbt sich Shaw um das Amt des US-Vizepräsidenten ...
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