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Werk ohne Autor

D, 2017
  • 59 Fans   61% 39%ø Alter: 45-55 Jahre
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Filminfos

Deutschlandpremiere: 03.10.2018
Der fünfjährige Kurt Barnert besucht 1937 mit seiner exzentrischen, kunstsinnigen Tante Elisabeth die Wanderausstellung Entartete Kunst in Dresden. Bald darauf muss das Kind mit ansehen, wie eben diese Tante wegen vermeintlicher Schizophrenie in eine psychiatrische Anstalt zwangseingeliefert wird. Später wird sie dem Leiter der Dresdener Frauenklinik, SS-Obersturmbannführer Carl Seeband vorgeführt, der mit ihrer Zwangssterilisation beauftragt ist, und als Gutachter am Erbgesundheitsgericht auch Anteil an ihrer Ermordung trägt. Während ihr Neffe aus der Ferne die Luftangriffe auf Dresden erlebt, wird die Tante in Pirna-Sonnenstein vergast.
Nach dem Krieg wird Seeband vom NKWD verhaftet, im Speziallager inhaftiert und wegen seiner Rolle bei den Euthanasie-Morden brutal verhört. Als allerdings bei der Frau des russischen Lagerkommandanten Probleme bei einer Geburt auftreten, gelingt es Seeband Frau und Kind des Offiziers das Leben zu retten. Der Offizier verspricht Seeband daraufhin, ihn zu schützen.
Kurt Barnert findet zunächst eine Anstellung in einer Fabrik für Schilder- und Bannermalerei. Als man dort sein Talent erkennt, wird er als Vertreter der Arbeiterschaft an die Dresdener Kunstakademie geschickt, wo er Malerei studiert. Sein Professor, ein Kommunist aus Überzeugung, versucht die Studenten zum Sozialistischen Realismus hinzuführen. Kurt zeigt zwar große Begabung, kann sich mit der Ideologie aber nicht anfreunden. Er hat das Gefühl, dass er sich durch diese Art der Malerei immer weiter vom persönlichen Ausdruck entfernt.
Kurt lernt die junge Elisabeth kennen, die an der Akademie Mode- und Textilgestaltung studiert. Sie erinnert ihn an seine Tante, selbst der Vorname ist derselbe. Kurt und Ellie verlieben sich ineinander. Kurt zieht als Mieter in ihr elterliches Haus ein. Dort trifft er zum ersten Mal auf Elisabeths Vater. Es ist Professor Carl Seeband, der der Strafverfolgung nach dem Krieg entgangen ist und sich inzwischen ganz in den Dienst der sozialistischen Ideologie der DDR gestellt hat. Kurt weiß jedoch nicht, dass Seeband derjenige ist, der für den Tod seiner Tante verantwortlich war. Ebensowenig weiss Seeband, dass Kurt der Neffe eines seiner Opfer ist. Der Professor sieht den jungen Mann allerdings als genetisch minderwertig an, und setzt alles daran, Kurts Beziehung mit Ellie zu zerstören. Das gelingt ihm jedoch nicht und die beiden heiraten.
Nach seinem Studium in Dresden bekommt Kurt den Auftrag zu einem großen Wandfresko im sozialistischen Stil. Er nimmt ihn nur an, um Geld zu verdienen. Seine Schwiegereltern entschließen sich dazu, die DDR zu verlassen, da der KGB-Offizier, der Seeband schützt, bald nach Moskau versetzt werden soll. Kurt und Ellie entschließen sich wenig später ebenfalls über Berlin in den Westen zu fliehen, was ihnen gerade noch gelingt. Wenige Monate später wird die Mauer gebaut.
Kurt und Ellie gehen von Berlin nach Düsseldorf, nachdem er erfährt, dass sich dort gerade eine ganz neue Kunstrichtung entwickelt. Obwohl er schon 30 Jahre alt ist, gibt er bei der Bewerbung als Alter "26" an und wird vom mysteriösen Professor Antonius van Verten an der Kunstakademie angenommen. Hier kommt er in Berührung mit der modernen Kunst der bundesdeutschen Nachkriegszeit, bei der die Malerei zwar weitgehend ausgedient hat, sonst aber alles möglich scheint. Alles ist so ganz anders als das, was er in der DDR gelernt hat. Ellie findet eine Anstellung als Näherin in einer Kleiderfabrik. Versuche des Paares, Eltern zu werden, scheitern und Ellie bekommt diagnostiziert, dass sie keine Kinder bekommen kann, was vermutlich auf Seebands Behandlungen an seiner eigenen Tochter zurückzuführen ist.
Nach anfänglicher Begeisterung und künstlerischer Produktivität gerät Barnert in eine Krise, ausgelöst auch durch ein Urteil seines Professors van Verten, dass seine Kunst lediglich formal interessant, aber kein Ausdruck seiner eigenen Innerlichkeit sei. In Verzweiflung darüber verbrennt er alle seine Arbeiten. Als Kurt eine Zeitungsmeldung liest, der zufolge der ranghöchste Euthanasie-Gutachter verhaftet worden sei, fängt er an, das Schwarz-Weiß-Foto dieses NS-Verbrechers fotorealistisch abzumalen. Nach dem Foto des Gutachters, der –ohne das Kurt das weiß– Seebands Vorgesetzter gewesen war, wendet er sich anderen Fotos zu: den Passfotos seines Schwiegervaters; einem Bild seiner Tante, wie sie ihn als kleines Kind in den Armen hält; verschiedenen Collagen. Als Prof. Seeband bei einem Besuch in Kurts Atelier ein Gemälde sieht, das eine Collage seines Kopfes mit dem des verhafteten Obergutachters und dem Gesicht von Kurts ermordeter Tante darstellt, verliert er die Fassung und ergreift die Flucht. Er ist fassungslos, und kann nicht verstehen, wie ausgerechnet der Schwiegersohn, den er für schwach und unintelligent hält, seinem größten Geheimnis auf die Spur kommen konnte. Dabei hat Kurt –zumindest bewusst– wahrscheinlich gar nicht verstanden, was er da an Zusammenhängen aufgedeckt hat. Kurt erkennt aber, dass er sich fortan immer von seiner Intuition, von seinem Instinkt leiten lassen muss, weil er so Dinge erkennen kann, die dem Intellekt nicht zugänglich sind. Seine Bilder sind klüger als er.
Nachdem das Ehepaar die Hoffnung, ein Kind zu bekommen, bereits aufgegeben hatte, wird Ellie doch schwanger. Mit seiner Kunst, die ihm auch ermöglicht, die Traumata seiner Kindheit und Jugend aufzuarbeiten, hat Kurt Barnert schließlich zu sich gefunden. Bei seiner ersten Ausstellung, in Wuppertal, rufen seine Gemälde zwar eine gewisse Anerkennung hervor, doch missversteht und fehlinterpretiert die Presse seine Bilder komplett. Durch verschiedene Schutzbehauptungen von Kurt, denen zufolge die Bilder gar nichts mit seinem Leben zu tun haben, sondern lediglich mechanisch Fotos reproduzieren oder als Hommage an andere Künstler zu verstehen sind, bescheinigt man ihm zwar Originalität und künstlerische Wucht, bezeichnet sein Werk aber als Werk ohne Autor, das so wenig mit ihm zu tun habe, dass man kaum von Urheberschaft im herkömmlichen Sinn sprechen könne. Kurt ist das egal, denn er hat gelernt, auf die Wirkungskraft der ehrlichen Kunst zu vertrauen. Er weiss, dass die Journalisten und das Publikum sein Werk instinktiv, unbewußt verstehen werden, ganz so wie er selbst die Dinge unbewußt und instinktiv verstanden hat, die er in seinen Werken verarbeitet hat. Somit schafft er auf anderer Ebene tatsächlich ein Werk ohne Autor.
(Dieser Text basiert auf dem Artikel Werk ohne Autor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)
Rubrik: Drama
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