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TV-Kritik/Review: "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Von dieser Seriendroge kommt man nicht los

Die neue Amazon-Produktion wird ein Straßenfeger für Drama-Liebhaber
"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"
Constantin Television Mike Kraus
TV-Kritik/Review: "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Von dieser Seriendroge kommt man nicht los/Constantin Television Mike Kraus

Ende der Siebzigerjahre schlug in Deutschland eine Geschichte ein wie eine soziale Bombe: Christiane F. schilderte in der Stern-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", wie mitten in der Bundesrepublik Zwölf- bis Vierzehnjährige süchtig nach Heroin waren und sich dafür auf der Straße prostituierten. Jeder las das darauf folgende Buch, das in 20 Ländern insgesamt eine Millionenauflage erreichte. Die Verfilmung von Uli Edel ( "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") erhielt gemischte Kritiken. Nun hat auch dieser Stoff den Weg in die Serienwelt des 21. Jahrhunderts gefunden. Christiane (Jana McKinnon) samt Freunden und Freundinnen teilen ihr Schicksal in der neuen Serie  "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ab dem 19. Februar über Amazon Prime.

Ich bin unsterblich, sagt eine ältere Christiane zu Beginn, nachdem sie direkt in die Kamera gesehen hat. In dem Flugzeug, in dem sie diese Worte ausspricht, wird gefeiert wie in einer Bar - und das Keine Angst, wir stürzen nicht ab, ist an keinen geringeren gerichtet als an David Bowie (Alexander Scheer). Die Einstiegssequenz, zugleich Abbild der tatsächlichen Realität der Christiane Felscherinow nach dem bahnbrechenden Erfolg, mag auch gleich das Kommende der Serie sinnbildlich zusammenfassen.

Es ist davon auszugehen, dass der Musikgott Bowie eine nicht unerhebliche Inspiration für die Serie war, die die Unterstützung großer Produzenten fand: Oliver Berben und Sophie von Uslar sind bekannte Namen in der Szene deutscher Hochglanz-Produktionen. Dazu kam Annette Hess ( "Weissensee",  "Ku'damm") als Headautorin, die das mittlerweile 40 Jahre alte Thema umtextete, und Regisseur Philipp Kadelbach.

Die sechs Freunde teilen ihr Schicksal auf Berlins Straßen.
Die sechs Freunde teilen ihr Schicksal auf Berlins Straßen. Constantin Television Mike Kraus

Bowies Musik zieht sich durch die gesamte Staffel, dazu von seinem Musikstil beeinflusste Neukompositionen, die allesamt Hitpotenzial haben. Die neue Umsetzung wird nicht etwa in unsere heutige Zeit katapultiert, doch der 70ies-Vibe übermannt die hochwertige Inszenierung auch nicht. Dazu glänzt in den Hauptrollen ein Newcomer-Cast, der, auch wenn man nicht zu sehr übertreiben will, einem glatt die Spucke wegbleiben lässt.

Jana McKinnon in der Rolle der Christiane scheint nicht nur nach äußerlicher Ähnlichkeit zu der Original-Christiane ausgewählt worden zu sein. Unschuldig-schön und zerbrechlich dünn schreitet die Zwölfjährige in den roten Heels ihrer Mutter über den Raucherhof der Schule. McKinnon selbst ist 22, steht jedoch vor der Kamera, seit sie sieben ist: Unter anderem als Sexroboter "Elli" im streitbaren Drama  "The Trouble with Being Born".

Eine der heftigsten Coming-of-Age-Geschichten wird in den kommenden Wochen erneut die Nation fesseln; jedenfalls die, die derartiges Drama vertragen. Gegeizt wird nämlich nicht mit der Darstellung von Konsum, Kinderprostitution und Suizid. Am liebsten wird von Klobrillen konsumiert - da reisen die Zuschauenden auch mal mit in die Spritze, die in der Armbeuge angesetzt wird, und schwimmen in der goldenen Flüssigkeit.

Bald schon kann auch das "Sound" Christiane nicht mehr mitreißen.
Bald schon kann auch das "Sound" Christiane nicht mehr mitreißen. Constantin Television Mike Kraus

Im Gegensatz zu einem der Vorbilder solcher Sequenzen, Darren Aronofskys  "Requiem for a Dream", muss man jedoch nicht von zu schnellen Schnitten selbst high werden. Nur in immer schnellerem Tempo wegrasende Wände evozieren ein Gefühl des Fallens - ganz wie beim Einsetzen des starken Highs, das sich diese Jugendlichen immer wieder holen. Denn schon nach dem ersten Mal "Drücken" setzt die Abhängigkeit ein.

In eine zunächst freiheitlich scheinende Teen-Welt brechen schon von Anbeginn an die Elemente ein, die das Leben des Berliner Freundeskreises erschüttern. Für die Charakterexposition wirken alle zunächst extra sympathisch; man will einander kennenlernen, man freundet sich an, man verliebt sich. Doch Christianes Vater (Sebastian Urzendowsky) hat das Geld für den Schulausflug ausgegeben, Stellas (Lena Urzendowsky, Sebastian U.s Schwester) Mutter kommt sektdurstig aus dem Alkoholentzug zurück, und Babsi (Lea Drinda) soll von ihrer gestrengen Großmutter per Zug ins Internat verschickt werden.

Übertriebener Druck: Babsi (Lea Drinda) hält es nicht mehr aus.
Übertriebener Druck: Babsi (Lea Drinda) hält es nicht mehr aus. Constantin Television Mike Kraus

Der Sprung des Glases, der den Serientitel zerbricht, droht mit einem baldigen Scherbenhaufen. Und in dessen Zentrum liegt der Bahnhof Zoo als Dreh- und Angelpunkt aller Wege und Begegnungen. So'n Bahnhof is' schon'n trauriger Ort - weil ja keiner bleiben will, denkt Christiane nach, als sie mit Stella die Luft der "für den Vater" gekauften Zigaretten hustend ausspuckt.

Auch im Block, in der engen Wohnung im elften Stock, will keiner bleiben. Nicht mal in dieser Stadt, dem graublau-gefilterten Berlin, will irgendwer wirklich bleiben. Und vor allem nicht im Leben. Aus diesem muss man sich hinausschießen. Wenn der Fabrikleiter sich für Hitler-Kacke begeistert, wenn Mütter Vergewaltiger weiter in ihrer Bar bedienen, wenn der goldene Käfig unfassbaren Druck ausübt: Dann kann man nur unter Rauschmitteleinfluss in der Disco herumschweben, in der der Tod höchstpersönlich den DJ macht.

Berliner Schnauze schlägt einem hier übrigens nicht so um die Ohren, wie es bisher in der gesamten Verarbeitung des "Christiane F."-Stoffes vorkam - außer dem einen oder anderen astrein oder Dumpfbacke als sprachlichen Zeitzeugnissen. Auch sind einzelne Personen sowie Ereignisse (...) fiktionalisiert oder frei erfunden. Das macht es vielleicht ein bisschen erträglicher, mitanzusehen, wie Christiane ("Banane") und ihre Freunde und Freundinnen den Bach runterrauschen.

Eine Nacht gemeinsam, noch voller Freude.
Eine Nacht gemeinsam, noch voller Freude. Constantin Television Mike Kraus

Eines der schönsten Bilder, dass "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" anbietet, ist wohl das neonleuchtende Kettenkarussell, das Babsi, Michi (Bruno Alexander), Axel (Jeremias Meyer), Christiane, Stella und Benno (Michelangelo Fortuzzi) mit Gewalt zum Drehen bringen. Auf einem menschenleeren Fabrikgelände lachen, schreien und fliegen die Protagonisten wie die Kinder, die sie eigentlich noch sind. Doch die Freude wird auch zu Waghalsigkeit. Immer wieder liegen kindliche Kabbeleien nah an Konsum und Prostitution. Zu früh hat die Stadt sie zu Erwachsenen gemacht.

In Christianes Augen sieht man jede der schweren Verletzungen in dem Moment, in dem sie ihre volle Zerstörungskraft entfalten. Und man weiß, dass sie nun die Entscheidung trifft, H das erste Mal zu probieren, noch bevor es passiert. Bald rauchen alle immer und überall, und der zwielichtige und doch irgendwie niedliche Günther (Bernd Hölscher) nimmt die ganzen verlorenen, dünnen Mädchenseelen bei sich auf. H und Trips (LSD), durch einen schnellen Blowjob günstig bezahlt.

Und dann ist da das überirdische Wesen David Bowie, dessen Auftauchen die Clique schon nicht mehr schocken kann. Nur das alptraumhafte Leiden des Entzugs ist noch deutlich spürbar. Es lässt die Freunde depressiv und aggressiv ihr Leben im Abgrund bestreiten: Sie werden sich selbst zum gefährlichsten sozialen Umfeld, in dem jede jeden erneut anfixt und wieder tiefer hinabzieht. Bis der Mutter schließlich auch nichts Besseres einfällt, als zum Rausschmiss zu schreien: Du kommst nicht wieder, bis du wieder normal bist!

Konsum und Prostitution zerreißen auch die Freundschaft.
Konsum und Prostitution zerreißen auch die Freundschaft. Constantin Television Mike Kraus

Dass das nicht passiert, weiß jeder, der sich mit dem Stoff schon einmal beschäftigt hat. Doch, wie einer der Freunde es in der Euphorie so schön sagt: Hinten ist das neue Vorne, und jegliche Hoffnungen ruhen darauf, dass sie es da rausschaffen. Wenigstens diesmal. Oder das nächste Mal. Ein gewisses Risiko besteht, dass diese Serie so manche Jugendlichen zu Dummheiten provoziert. Die Serie macht allerdings auch ziemlich deutlich, dass ein Leben mit Heroin, ein Leben auf dem Strich kein Leben sein kann. Es kann tatsächlich bei konsequenter Fortführung nur eines bedeuten.

"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist ein definitives Must-See. Die sorgfältige Inszenierung und die schockierende Geschichte werden noch übertroffen von den schauspielerischen Darbietungen des jungen Casts. Wer's verträgt, kann die Staffel am Wochenende direkt in einem Rutsch suchten, doch das wahrscheinlich nicht ohne seelischen Hangover.

Dieser Text basiert auf der Sichtung der kompletten Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo".

Meine Wertung: 5/5

Die acht Folgen der Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" sind ab dem 19. Februar 2021 auf Amazon Prime Video abrufbar. Bereits ab dem 18. Februar ist auf Audible eine Audio-Dokumentation zu hören, die bisher unveröffentlichte Original-Interviewaufnahmen mit Christiane Felscherinow zugänglich macht.

Trailer zu "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"


 

Über die Autorin

  • Rosanna Großmann
Rosanna Großmann wurde schon früh zur Cineastin. Als Kind bettelte sie jahrelang darum, Filme wie „Jurassic Park“ oder „Tanz der Vampire“ sehen zu dürfen – die dann auch zu liebgewonnenen Dauerbrennern auf ihrem Fernseher wurden. In das Serienbusiness stieg sie erst später ein: Die ersten Serien, die die Wahlkölnerin mit Vorspann und Haaren verspeiste, waren „Star Trek – Next Generation“ und „Die Simpsons“. Seit 1999 schreibt sie jede Menge Zeug in einer wilden Mischung; seit 2020 auch Serienkritiken, Horror-Empfehlungen und Interviews für TV Wunschliste.

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Leserkommentare

  • RosaGro schrieb am 24.02.2021, 11.22 Uhr:
    So, ich habe gehört, ich würde zusätzlich für das Schreiben dieser Kritik bezahlt? Gerne, an wen kann ich meine Rechnung stellen? ;)
    Für die Beantwortung weiterer Fragen wie der zeitlichen Verortung der Serie empfehle ich die Interviews mit Annette Hess und Oliver Berben, die ebenfalls auf diesen Seiten zu lesen sind.
  • Minion schrieb am 21.02.2021, 22.46 Uhr:
    Mit einer der bescheurtsten Serien im diesem Jahr!Mein Tipp:Kuckt euch lieber das Orginal an!!!!Hab nach 20 min ausgemacht!Miese Arbeit!
  • Patty190 schrieb am 21.02.2021, 20.54 Uhr:
    Die Drogenproblematik tritt hier eher in den Hintergrund, keine Panik - es ist alles nicht so schlimm. Gerade in den ersten Folgen ist das alles noch zu sauber, zu lange sehen vor allem die Mädchen noch wie aus dem Ei gepellt aus, was nur bei der Babsi halbwegs realistisch scheint. Vielleicht hätten bessere Schauspielerinnen das abgefangen, aber die wirken eher überfordert mit den Rollen. Vor allem die Hauptdarstellerin ist nicht gut genug, abgesehen davon, dass sie viel zu alt aussieht. Aber auch der Treffpunkt wirkt viel zu sauber. Ein solcher Flausch-Teppich wie dort, sähe schon sehr anders aus. Die Serie ist aus den 80ern in die Zeit um die 2000er verlegt (jedenfalls ist das Jahr auf einem Grabstein zu lesen) - da gab es schon Mobiltelefone bei vielen - warum spielen die keine Rolle? Solche Anachronismen nerven. Oder es ist einfach beim Buch und/oder beim Dreh geschlampt worden? Geklaut wurden wir zu viele Szenen aus "Trainspotting" oder "Naked Lunch". Zum Ende, bei den letzten drei Folgen, wird die helle, bunte Welt schon düsterer. Das kommt aber deutlich zu spät.
  • macabros schrieb via tvforen.de am 21.02.2021, 11.57 Uhr:
    James Finlaysons Assistent schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ja, der ist fehlerhaft. Es gibt keine Seite 2.
    > Aber dasselbe Interview/ derselbe Artikel ist
    > natürlich
    > auch bei fernsehserien.de veröffentlicht worden,
    > dort
    > kannst du die zweite Seite aufrufen.
    >
    > https://www.fernsehserien.de/news/interview/annett
    > e-hess-wir-kinder-vom-bahnhof-zoo-kein-dogmatische
    > s-schulfernsehen


    Prima... Danke Dir
  • vanessa69 schrieb via tvforen.de am 20.02.2021, 17.49 Uhr:
    Die 70er sind meine Kindheit,das Buch habe ich minestens 10mal gelesen.Den Film fand ich ok.
    Gestern habe ich die ersten beiden Folgen gesehen und bin (natürlich) enttäuscht.
    Auf der einen Seite die 70er widerspiegeln wollen,aber nicht konsequent genug.Musikalisch z.b.
    Schade......
  • DerKelte schrieb via tvforen.de am 20.02.2021, 15.49 Uhr:
    Es ist zwar hin und wieder geglückt, Jugendliche durch Erwachsene darzustellen (Tom Schilling oder Robert Stadlober waren ja 15 Jahre lang 15), aber hier wirkt es bei einem ersten Blick auf das Gruppenfoto der Darsteller nicht stimmig.

    Eine Chance werde ich der Serie vermutlich geben.
  • Katrin E.g schrieb am 20.02.2021, 10.40 Uhr:
    Ich habe zweieinhalb Folgen gesehen, und das war's dann auch für mich. Es ist nicht ansatzweise glaubwürdig. Die Darsteller und Darstellerinnen der "Kinder" sind viel zu alt. Wer zur Hölle kam auf die Idee, Sebastian Urzendowsky als Vater von Christiane zu besetzen? Der könnte fast selber noch zur Hauptgruppe gehören. Und auch schön, wenn man angeblich ein Berlin der 70/80er Jahre sieht und in der Großeinstellung Reichstagskuppel und Kanzleramt erkennt. Sorry, das ist nichts.
  • James Finlaysons Assistent schrieb via tvforen.de am 20.02.2021, 10.07 Uhr:
    macabros schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ist der Link zu Seite 2 in dem Interview mit
    > Annette Hess fehlerhaft ? Ich komme immer wieder
    > nur zu S. 1 ?
    >
    > https://www.wunschliste.de/interview/annette-hess-
    > wir-kinder-vom-bahnhof-zoo-kein-dogmatisches-schul
    > fernsehen


    Ja, der ist fehlerhaft. Es gibt keine Seite 2.
    Aber dasselbe Interview/ derselbe Artikel ist natürlich
    auch bei fernsehserien.de veröffentlicht worden, dort
    kannst du die zweite Seite aufrufen.

    https://www.fernsehserien.de/news/interview/annette-hess-wir-kinder-vom-bahnhof-zoo-kein-dogmatisches-schulfernsehen
  • James Finlaysons Assistent schrieb via tvforen.de am 20.02.2021, 10.01 Uhr:
    Ich selber habe die Serie nicht angesehen -
    und hatte das auch von vornherein nicht vor.

    Aber die Serie wurde ja schon gleich am ersten Tag
    in den Amazon-Rezensionen gnadenlos niedergeprügelt.
    (20.02.2021 : 5 Sterne: 24 %, 1 Stern: 56 %)
    Und wenn ich das "Warum" lese, mit Recht.

    Natürlich muß sich jede Neuverfilmung am Original messen,
    aber das ist hier eher zweitrangig.
    Vielmehr wird kritisiert, daß die einst schonungslose Geschichte,
    die das ganze dreckige Elend zeigt, in dem sich Christiane und ihr
    Freundeskreis befinden, nun zur durchgestylten Soap verkommen ist.
    Viele sind auch der Meinung, daß die Heroinabhängigkeit hier nur am
    Rande thematisiert und somit mehr oder weniger verharmlost wird.

    Wie gesagt, ich gebe nur die Meinung der Rezensionen wieder,
    und muß sagen, daß viele der Fünf-Sterne-Rezensionen wirklich
    verdammt nach "gekauft" stinken.

    Ich muß zugeben, daß ich aus einem Grund sehr schadenfroh bin:
    Es nützt nichts, eine Serie im Vornherein überall zu hypen und zu
    loben - am Ende wird man, wenn man Mist abliefert, dafür abgestraft.
  • Waders schrieb via tvforen.de am 20.02.2021, 09.32 Uhr:
    Ein großes Spezial auf 36 Seiten gibt es in der neuen TV Digital.
    Kopfschütten und unbegreiflich für mich.
  • macabros schrieb via tvforen.de am 19.02.2021, 20.20 Uhr:
    Ist der Link zu Seite 2 in dem Interview mit Annette Hess fehlerhaft ? Ich komme immer wieder nur zu S. 1 ?

    https://www.wunschliste.de/interview/annette-hess-wir-kinder-vom-bahnhof-zoo-kein-dogmatisches-schulfernsehen
  • Gemi Kolle schrieb via tvforen.de am 19.02.2021, 19.51 Uhr:
    Mein ganz persönlicher Eindruck: Ich hab die Serie heute in meiner Coronadepression "gebinged"... Ich hab mich an sich gut unterhalten, aber ist das Sinn und Zweck der Angelegenheit? Der Film hat damals aufgrund seiner Authentizität und Direktheit derbe reingehauen, fand ich... und hier haben wir die Geschichte aufgehippt, aufgepeppt und durchgestylt, so dass statt Abstoßung eher eine Faszination aufkommt. Und gerade Christiane leidet am wenigsten von allen... Natürlich ist es toll, dass die Serie die Möglichkeit hat, auch viele Passagen aus dem Buch aufzugreifen, auf die der Film verzichten musste. Aber wenn man schon eine belegte Autobiographie verfilmt, warum will eine Serie dann klüger sein und Teile tatsächlich neu erfinden? Ein Beispiel dafür ist Christiane Fs Familie: Abgesehen davon, dass die Schwester überhaupt nicht vorkommt, empfinde ich das "Familienleben" im Buch als komplett anders und wesentlich belasteter und gewalttätiger als das hier der Fall ist. (Christianes Vater fand ich die größte Fehlbesetzung der ganzen Serie, schon das Alter hat noch weniger gestimmt als das Alter der "Teenager", die ja fast durchweg von 20ern gespielt werden).
    Und die zeitliche Verortung... einer der wenigen konkreten Hinweise waren vielleicht die DM-Scheine... ansonsten war das für einen Puristen wie mich eine anachronistische Hä?-Erfahrung.
  • Sveta schrieb via tvforen.de am 19.02.2021, 19.28 Uhr:
    Wilkie schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Naja, es ist eine persönliche Rezension der
    > Serie. Ein Zuschauer kann natürlich auch eine
    > Serie klasse finden, obwohl sie offenbar teilweise
    > unrealistisch ist. Massiv stören tut mich die
    > Überschrift "Von dieser Seriendroge kommt man
    > nicht los". So eine verallgemeindernde
    > Überschrift für eine persönliche Bewertung ist
    > aus meiner Sicht ein absolutes journalistisches
    > no-go.


    Die Überschrift hat sich "Wunschliste" wahrscheinlich von der DWDL-Kritik ausgeborgt. Dort heißt der Werbeartikel zur Serie "Amazons "Kinder vom Bahnhof Zoo" machen süchtig", erschien aber 12 Stunden früher. Vielleicht fanden aber auch beide Autoren das Wortspiel mega-lustig.
  • Wilkie schrieb via tvforen.de am 19.02.2021, 18.34 Uhr:
    Naja, es ist eine persönliche Rezension der Serie. Ein Zuschauer kann natürlich auch eine Serie klasse finden, obwohl sie offenbar teilweise unrealistisch ist. Massiv stören tut mich die Überschrift "Von dieser Seriendroge kommt man nicht los". So eine verallgemeindernde Überschrift für eine persönliche Bewertung ist aus meiner Sicht ein absolutes journalistisches no-go.
  • Arschibald Puschtawitz schrieb via tvforen.de am 19.02.2021, 18.07 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    -------------------------------------------------------
    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Von dieser Seriendroge kommt man nicht los.

    Eine Leser-Antwort auf die komplette, begeisterte, Kritik, auf "Wunschliste.de" war diese hier:

    "Ich glaube langsam, das Wunschliste oder die Rezenten für ihre Lobhudelei bezahlt werden, anders kann ich mir nicht erklären, warum hier neue Serie so in den Himmel gelobt werden, obwohl sie einfach grottig sind, hier zb. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" welche mit dem Buch maximal die Rahmenhandlung gemeinsam hat. Das fängt schon bei Christianes Freund Detlef an, der hier aber Benno heißt (warum auch immer, wahrscheinlich war der Name Detlef Namens rechtlich geschützt ;-) ). Die Darsteller sind viel zu alt, Christiane soll 13 Jahre alt sein wird aber von einem 23-Jährigen gespielt, welche auch wie 23 aussieht! Die Klamotten hat man sich wohl vom Karnevalsverleih geholt, in den 70er hat man sowas jedenfalls nicht getragen. Autos aus den 80er/90ern fahren 1975-1978 herum, denn in diesem Zeitrahmen spielt das Buch. Die grauenhafte Musik (Rap!) ist von heute und nicht aus den 70ern! Die Darsteller nehmen zwar massig Heroin, sehen aber trotzdem immer noch blendet wie Popstars aus, nichts vom Verfall des Körpers durch die Drogen ist zu sehen und dann absolut peinlich die David Bowie Szene. Wer sich wirklich für Christiane Felscherinow`s Geschichte interessiert sollte das Buch lesen oder beim Original Film bleiben, der izwar auch nicht 100% am Buch ist, aber trotzdem noch 1000 Mal authentischer ist als dieser gequirlte Mist."

    In diese Richtung ging auch gestern die Kritik der "Filmgorillas" vom ZDF:
    Das Thema wird verharmlost. Die Drogenszene und der Drogenkonsum wird als cooler Lifestyle inszeniert. Das Leid kommt zu kurz. Christiane F. sieht beim Entzug nicht schlimmer aus, wie jemand der gerade vom Joggen kommt.
    Werd' mal reinschaun in die "Bahnhofskinder", hab' mir meine Meinung aber, als jemand der den Film kennt, eigentlich schon gebildet. Sollte die Serie widererwarten gut sein, wäre ich natürlich unangenehm überrascht ;-)
  • nicki 75 schrieb via tvforen.de am 19.02.2021, 00.05 Uhr:
    Eben die ersten beiden Folgen geguckt.
    Ist natürlich schon etwas anders, als der Film aus den 80er.
    Aber.....
    ich werde mir die anderen Teile auch anschauen.
  • Rain schrieb am 18.02.2021, 06.01 Uhr:
    Ich glaube langsam, das Wunschliste oder die Rezenten für ihre Lobhudelei bezahlt werden, anders kann ich mir nicht erklären, warum hier neue Serie so in den Himmel gelobt werden, obwohl sie einfach grottig sind, hier zb. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" welche mit dem Buch maximal die Rahmenhandlung gemeinsam hat. Das fängt schon bei Christianes Freund Detlef an, der hier aber Benno heißt (warum auch immer, wahrscheinlich war der Name Detlef Namens rechtlich geschützt ;-) ). Die Darsteller sind viel zu alt, Christiane soll 13 Jahre alt sein wird aber von einem 23-Jährigen gespielt, welche auch wie 23 aussieht! Die Klamotten hat man sich wohl vom Karnevalsverleih geholt, in den 70er hat man sowas jedenfalls nicht getragen. Autos aus den 80er/90ern fahren 1975-1978 herum, denn in diesem Zeitrahmen spielt das Buch. Die grauenhafte Musik (Rap!) ist von heute und nicht aus den 70ern! Die Darsteller nehmen zwar massig Heroin, sehen aber trotzdem immer noch blendet wie Popstars aus, nichts vom Verfall des Körpers durch die Drogen ist zu sehen und dann absolut peinlich die David Bowie Szene. Wer sich wirklich für Christiane Felscherinow`s Geschichte interessiert sollte das Buch lesen oder beim Original Film bleiben, der izwar auch nicht 100% am Buch ist, aber trotzdem noch 1000 Mal authentischer ist als dieser gequirlte Mist.
 

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