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83. Golden Globes: "Adolescence" räumt groß ab, "The Pitt" zweifach ausgezeichnet

Die Preissaison in der Film- und Fernsehindustrie läuft längst auf Hochtouren. In der Nacht zum 12. Januar 2026 (deutscher Zeit) fand im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills die feierliche, von Schauspielerin und Comedienne Nikki Glaser moderierte Verleihung der Golden Globe Awards statt, die einst von der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) angestoßen wurden und nach deren Auflösung seit letztem Jahr von Dick Clark Productions vergeben werden. Als großer Gewinner entpuppte sich neben dem Kinoabräumer "One Battle After Another" (vier Trophäen bei neun Nominierungen) die gefeierte Netflix-Miniserie "Adolescence", die von einem Mord unter Jugendlichen und einer toxischen Internetkultur erzählt.
Nominiert war die britische Streamingproduktion in fünf Kategorien, prämiert wurde sie gleich vier Mal: Neben dem Preis in der Sparte "Beste Miniserie, Anthologieserie oder Fernsehfilm" erhielten der auch als Mitschöpfer involvierte Stephen Graham ("Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie, Anthologieserie oder einem Fernsehfilm"), Erin Doherty ("Beste Nebendarstellerin - Fernsehen") und Owen Cooper ("Bester Nebendarsteller - Fernsehen") einen Golden Globe für ihre schauspielerischen Leistungen. Einzig Ashley Walters musste sich in der Kategorie "Bester Nebendarsteller - Fernsehen" seinem Kollegen Cooper geschlagen geben.
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Den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie wiederum bekam Rhea Seehorn für ihre Darbietung in Vince Gilligans hochgelobter Science-Fiction-Mär "Pluribus" über eine Frau, die sich gegen die in der Welt grassierende Glückseligkeit stemmt. Der Preis in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie/einem Musical" ging derweil an Jean Smart, die nach 2022 und 2025 zum dritten Mal für ihre Performance in der Dramedy "Hacks" geehrte wurde. Eine Würdigung als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie, Anthologieserie oder einem Fernsehfilm wurde außerdem Michelle Williams für ihren Auftritt in "Dying for Sex" zuteil. Des Weiteren erhielt der britische Kultkomiker Ricky Gervais die Trophäe in der Sparte "Beste Performance Stand-up-Comedy - Fernsehen".
Während "Adolescence" aus seinen fünf Nominierungen vier Erfolge ziehen konnte, gingen manche hochgehandelte Serien komplett leer aus. "The White Lotus" stand gleich sechs Mal zur Auswahl, "Only Murders in the Building" und "Severance" immerhin vier Mal. Zu holen gab es für diese Produktionen jedoch nichts. Jubelstürme blieben auch bei den dreifach nominierten Serien "The Bear: King of the Kitchen", "The Beast in Me", "Black Mirror" und "Nobody Wants This" aus.
Gewinner und Nominierte - Serienkategorien
Beste Dramaserie
- GEWINNER:
"The Pitt" "Diplomatische Beziehungen" "Pluribus" "Severance" "Slow Horses" "The White Lotus"
Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie
- GEWINNERIN: Rhea Seehorn in "Pluribus"
- Kathy Bates in
"Matlock" - Britt Lower in "Severance"
- Helen Mirren in
"MobLand: Familie bis aufs Blut" - Bella Ramsey in
"The Last of Us" - Keri Russell in "Diplomatische Beziehungen"
Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie
- GEWINNER: Noah Wyle in "The Pitt"
- Sterling K. Brown in
"Paradise" - Diego Luna in
"Star Wars: Andor" - Gary Oldman in "Slow Horses"
- Mark Ruffalo in
"Task" - Adam Scott in "Severance"
Beste Comedyserie oder Musical
- GEWINNER:
"The Studio" "Abbott Elementary" "The Bear: King of the Kitchen" "Hacks" "Nobody Wants This" "Only Murders in the Building"
Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie/einem Musical
- GEWINNERIN: Jean Smart in "Hacks"
- Kristen Bell in "Nobody Wants This"
- Ayo Edebiri in "The Bear: King of the Kitchen"
- Selena Gomez in "Only Murders in the Building"
- Natasha Lyonne in
"Poker Face" - Jenna Ortega in
"Wednesday"
Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie/einem Musical
- GEWINNER: Seth Rogen in "The Studio"
- Adam Brody in "Nobody Wants This"
- Steve Martin in "Only Murders in the Building"
- Glen Powell in
"Chad Powers" - Martin Short in "Only Murders in the Building"
- Jeremy Allen White in "The Bear: King of the Kitchen"
Beste Miniserie, Anthologieserie oder Fernsehfilm
- GEWINNER:
"Adolescence" "All Her Fault" "The Beast in Me" "Black Mirror" "Dying for Sex" "Das Gift der Seele"
Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie, Anthologieserie oder einem Fernsehfilm
- GEWINNERIN: Michelle Williams in "Dying for Sex"
- Claire Danes in "The Beast in Me"
- Rashida Jones in "Black Mirror"
- Amanda Seyfried in
"Long Bright River" - Sarah Snook in "All Her Fault"
- Robin Wright in "Das Gift der Seele"
Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie, Anthologieserie oder einem Fernsehfilm
- GEWINNER: Stephen Graham in "Adolescence"
- Jacob Elordi in
"The Narrow Road to the Deep North" - Paul Giamatti in "Black Mirror"
- Charlie Hunnam in
"Monster: Die Geschichte von Ed Gein" - Jude Law in
"Black Rabbit" - Matthew Rhys in "The Beast in Me"
Beste Nebendarstellerin - Fernsehen
- GEWINNERIN: Erin Doherty in "Adolescence"
- Carrie Coon in "The White Lotus"
- Hannah Einbinder in "Hacks"
- Catherine O'Hara in "The Studio"
- Parker Posey in "The White Lotus"
- Aimee Lou Wood in "The White Lotus"
Bester Nebendarsteller - Fernsehen
- GEWINNER: Owen Cooper in "Adolescence"
- Billy Crudup in
"The Morning Show" - Walton Goggins in "The White Lotus"
- Jason Isaacs in "The White Lotus"
- Tramell Tillman in "Severance"
- Ashley Walters in "Adolescence"
Beste Performance Stand-up-Comedy - Fernsehen
- GEWINNER: Ricky Gervais mit "Mortality"
- Bill Maher mit "Is Anyone Else Seeing This?"
- Brett Goldstein mit "The Second Best Night of Your Life"
- Kevin Hart mit "Acting My Age"
- Kumail Nanjiani mit "Night Thoughts"
- Sarah Silverman mit "PostMortem"
Gewinner - Filmkategorien
- Bester Film - Drama: "Hamnet"
- Bester Film - Komödie/Musical:
"One Battle After Another" - Beste Hauptdarstellerin - Drama: Jessie Buckley in "Hamnet"
- Bester Hauptdarsteller - Drama: Wagner Moura in
"The Secret Agent" - Beste Hauptdarstellerin - Komödie/Musical: Rose Byrne in "If I Had Legs I'd Kick You"
- Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical: Timothée Chalamet in
"Marty Supreme" - Beste Nebendarstellerin: Teyana Taylor in "One Battle After Another"
- Bester Nebendarsteller: Stellan Skarsgård in
"Sentimental Value" - Beste Regie: Paul Thomas Anderson für "One Battle After Another"
- Bestes Drehbuch: Paul Thomas Anderson für "One Battle After Another"
- Bester Animationsfilm:
"KPop Demon Hunters" - Bester fremdsprachiger Film: "The Secret Agent" (Brasilien, Regie: Kleber Mendonça Filho)
- Beste Filmmusik: Ludwig Göransson für
"Blood & Sinners" - Bester Filmsong: "Golden" aus "KPop Demon Hunters" - Musik von: Joong Gyu Kwak, Yu Han Lee, Hee Dong Nam, Jeong Hoon Seo, Teddy Park, Ejae, Mark Sonnenblick
- Cinematic and Box Office Achievement: "Blood & Sinners" (Regie: Ryan Coogler)
Sonstige Gewinner:
- Bester Podcast (erstmals vergeben): "Good Hang with Amy Poehler"
- Cecil B. DeMille Award für filmisches Lebenswerk: Helen Mirren
- Carol Burnett Award für Fernsehlebenswerk: Sarah Jessica Parker
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Leserkommentare
sofahuhn schrieb am 12.01.2026, 19.50 Uhr:
charlie war soo toll in monster... schade dass es nicht gewonnen hat
aber bei den emmys gibt es noch als chance für ihnSentinel2003 schrieb am 12.01.2026, 13.35 Uhr:
Schade,
dass Kerri Russell nicht gewonnen hat! Ich finde “Pluribus” nicht
schlecht, aber, diese schauspielerische Leistung ist die soviel wert,
dass Sie gleich einen Golden Globe bekommen muß?? Ich finde Keri’s
Schauspiel in “The Diplomat” einfach nUR herausrragend!!Vritra schrieb am 12.01.2026, 13.06 Uhr:
"Zum einen kürte die Hollywood Foreign Press Association"Nicht ganz aktuell, oder? Die HFPA, zumindest der Teil, der die Globes organisierte, wurde nach der Übernahme 2023 abgewickelt. Über Nominierungen und Gewinner entscheiden heute die “Golden Globe Voters”, eine unabhängige Wählergruppe internationaler Entertainment-Journalist:innen und nicht mehr die HFPA als Verein. Sie existiert schlicht nicht mehr!Die Golden Globes organisiert die Dick Clark Productions, die die Rechte an den Golden Globes gekauft hat. Die HFPA war bei dieser Verleihung also weder formal, noch institutionell noch in irgendeiner Weise beteiligt. Aus den Überresten der HFPA wurde die Golden Globe Foundation, aber die hat mit den Awards nichts zu tun und fördert Kunstschaffende.Eigentlich habt ihr damals darüber berichtet, was diesen peinlichen Lapsus noch schlimmer macht.Sentinel2003 schrieb am 12.01.2026, 13.37 Uhr:
@Vitra: mensch, da kennst sich aber jemand echt aus!!
@Bernd Krannich: DANKE für die Übersicht für die vergebenen Globes!Bernd Krannich schrieb am 12.01.2026, 13.21 Uhr:
@Vritra: Mit deiner Anmerkung hast du recht. Der Text wurde entsprechend geändert.
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