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"Dark", "Babylon Berlin", "Im Westen nichts Neues": Simone Bär mit 57 Jahren verstorben

von Bernd Krannich in Vermischtes
(18.01.2023, 16.23 Uhr)
Branche verabschiedet national und international enorm erfolgreiche Casting-Direktorin
Simone Bär (l.) da, wo sie lebte: An der Seite der Filmschaffenden (hier mit dem "Dark"-Team bei der Grimme-Preis-Verleihung 2018 neben - v. l. - Oliver Masucci, Jantje Friese, Baran do Odar sowie Udo Kramer)
IMAGO / Chris Emil Janßen
"Dark", "Babylon Berlin", "Im Westen nichts Neues": Simone Bär mit 57 Jahren verstorben/IMAGO / Chris Emil Janßen

Im Film- und Fernsehgeschäft gibt es Leute, deren Arbeit essentiell für das Gelingen eines Projektes ist, die aber selten im Rampenlicht stehen. Solch eine Persönlichkeit ist Simone Bär gewesen, die nun im Alter von 57 Jahren verstorben ist, wie die Deutsche Filmakademie mitgeteilt hat. Bär war Casting-Direktorin der Extraklasse und zeichnete dafür verantwortlich, bei unzähligen deutschen Ausnahmeformaten die richtigen Darsteller*innen für die Figuren aus den Drehbüchern zu finden.

Die Filmakademie hebt hervor, dass Bär in ihrer renommierten Karriere für unzählige Filme gearbeitet hat, darunter einige der bedeutendsten deutschen Kinofilme. Auch auf der internationalen Bühne war sie erfolgreich und konnte zuletzt für ihre Beteiligung an der Netflix-Serie  "Inventing Anna" eine Emmy-Nominierung einheimsen.

Die Filmakademie hebt weiterhin Bärs Leidenschaft und Präzision hervor, die sie bei jedem Projekt eingebracht habe - ob nun große Hollywood-Produktion oder an Abschlussfilmen junger deutscher Filmschaffender.

Zu den bekanntesten deutschen Serien, bei denen Bär mit ihrer Firma Simone Bär Casting im Hintergrund die Weichen gestellt hatte, gehören  "Dark" und  "Babylon Berlin", aber auch an der Auftaktstaffel von  "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte",  "Die Protokollantin" und  "Zeit der Geheimnisse" arbeitete sie allein in jüngerer Vergangenheit .

Häufiger, wenn es US-Serienproduktionen nach Deutschland verschlug, war Simone Bär am Casting beteiligt, darunter an der "Deutschland-Staffel" von  "Homeland" oder  "Schatten der Mörder - Shadowplay". Allein in den letzten Jahren arbeitete Bär an den Filmen  "Die Känguru-Chroniken",  "Die Wannseekonferenz" und der aktuellen deutschen Oscar-Hoffnung  "Im Westen nichts Neues"

Simone Bär hat Casting zur Kunst erhoben, undurchdringbar für die meisten, geprägt von ihrem einzigartigen Gespür und ihrer Neugier auf Menschen, auf das Leben, würdigte Antje Schlag die Verstorbene. Und weiter: Sie war eine der besten Menschenkennerinnen in diesem Metier, immer auf der Suche nach einem neuen Gesicht, einer neuen Inspiration, immer bereit, alles über Bord zu werfen für die perfekte Gruppe, für die perfekte Hauptrolle.

Baran bo Odar und Jantje Friese, für die Simone Bär "Dark" besetzt hatte, verabschieden sich:

Liebe Simone,
falls Du dies irgendwie lesen kannst, wollen wir Dir nur sagen, wir werden Dich nie nie vergessen. Du warst nicht nur eine fantastische Kollegin, sondern vor allem ein wundervoller Mensch, der für immer in unseren Herzen bleiben wird. Die Dark Familie liebt Dich über alles. Wir werden Dich nie vergessen, Simone.
Bo & Jantje

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Leserkommentare

  • Rainer_Stache schrieb am 21.01.2023, 02.22 Uhr:
    Haben wir jetzt den dämlichen Genderstern einer Umorientierung der Wunschliste zu verdanken oder dem Umstand, dass gedankenlos ein Pressetext übernommen wurde?