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Beliebte bayerische Volksschauspielerin wurde 83 Jahre alt
Veronika Fitz (1936 - 2020)
Bild: BR
Veronika Fitz ("Die Hausmeisterin") ist gestorben/Bild: BR

Sie war jahrzehntelang eine beliebte Volksschauspielerin und zugleich Bayerin mit Leib und Seele. Nun ist Veronika Fitz nach langer schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren im oberbayerischen Bad Aibling verstorben, wie ihre Tochter Ariela Bogenberger der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Bekannt wurde Fitz vor allem durch ihre Titelrolle Martha Haslbeck in der Fernsehserie "Die Hausmeisterin" des Bayerischen Rundfunks.

Veronika Fitz wurde am 28. März 1936 in Dießen am Ammersee geboren und entstammte der berühmten Schauspielerfamilie Fitz: So war sie die Tochter des Bühnenautors Hans Fitz und der Opernsängerin Ilse Fitz, ihre Brüder waren Walter Fitz und Gerd Fitz, zudem war sie die Tante von Lisa Fitz und Michael Fitz. Nach der Schule absolvierte sie eine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und hatte später Engagements am Münchner Volkstheater und auch am Wiener Burgtheater.

In den 1970er Jahren kam sie zu den Münchner Kammerspielen und arbeitete dort unter anderem mit Siegfried Lowitz ("Der Alte") zusammen. Das Bayerische Staatsschauspiel sowie die Schaubühne am Halleschen Ufer beziehungsweise die Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin waren weitere Stationen.

Ihre erste kleinere Filmrolle hatte sie 1956 in "Die Geierwally" mit Barbara Rütting in der Hauptrolle, daneben war sie in den Komödien "Das Wirtshaus im Spessart" (1957) und "Das Spukschloß im Spessart" (1960) zu sehen. Im Fernsehen wirkte sie ab den 1950ern regelmäßig in Serien wie "Der Komödienstadel" (ab 1962), "Funkstreife Isar 12" (1961/1962), "Königlich Bayerisches Amtsgericht" (1969-1971) oder "Polizeiinspektion 1" (1977-1986) mit. Durchgehende Rollen übernahm sie in den Produktionen "Zeit genug" (1982, als Mutter), "Unsere schönsten Jahre" (1983-1985, als Traudel Dirscherl) sowie in "Die Hausmeisterin".

Diese Serie stellte Fitz' Durchbruch dar, von 1987 bis 1992 spielte sie in sämtlichen drei Staffeln und 23 Folgen die titelgebende Figur Martha Haslbeck. Dadurch, dass sie neben dem Bayerischen Fernsehen auch im Vorabendprogramm der ARD gezeigt wurde, erlangte Fitz deutschlandweite Bekanntheit. An ihrer Seite standen etwa mit Helmut Fischer und Ilse Neubauer weitere bekannte Darsteller vor der Kamera. 1993 schloss sich die Rolle als Agnes Oberauer in "Ein Bayer auf Rügen" an, die sie bis 1997 insgesamt 47 Mal spielte. Bis 2002 kamen auch noch längere Engagements in den Arztserien "Frauenarzt Dr. Markus Merthin" und "Tierarzt Dr. Engel" hinzu.

2004 folgte die vierteilige Serie "Im Tal des Schweigens", in der Veronika Fitz als weitsichtige Mutter Zensi der von Christine Neubauer verkörperten Bäuerin Anna Christeiner mitwirkte. Ihre letzte größere Rolle war die der Pensionswirtin Marianne Rainders in "Forsthaus Falkenau", die sie von 2007 bis zum Ende der Serie im Jahr 2013 spielte. Vor ihr waren bereits ihr Bruder Gerd und dessen Sohn Michael in der ZDF-Produktion zu sehen gewesen.

Privat war sie bis zu dessen Tod 1971 mit dem Schauspieler Willi Anders verheiratet, aus der Ehe ging die Tochter Ariela Bogenberger hervor, die als Drehbuchautorin arbeitet. Später war sie neun Jahre lang mit dem Schauspieler Gerhard Zemann liiert. Bis zuletzt lebte Fitz mit ihrer Tochter in Prien am Chiemsee. Nach langer schwerer Krankheit starb sie bereits am vergangenen Donnerstag (2. Januar).

Kabarettistin Lisa Fitz äußerte sich betroffen über den Tod ihrer Tante: "Die Todesnachricht hat mich schwer erschüttert - ich hatte sie immer sehr lieb." Sie habe jedes Mal viel Spaß gehabt, wenn sie sich mit ihrer Tante getroffen habe. Auch als Künstlerin habe Veronika Fitz sie ihr Leben lang beeindruckt. "Was ich an ihr hoch geschätzt habe, war ihre einmalige und originelle Schauspielkunst." Tochter Ariela Bogenberger beschrieb ihre Mutter als eine "wunderbare und eigensinnige Frau".

Auch die bayerische Politik würdigte ihr Lebenswerk. Kunstminister Bernd Sibler (CSU) bezeichnete sie als eine der ganz großen Schauspielerinnen, Ministerpräsident Markus Söder schrieb bei Twitter, Veronika Fitz habe wie kaum eine andere Schauspielerin die bayerische Seele verkörpert.


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Leserkommentare

  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 06.01.2020, 21.08 Uhr:
    Chrissie777Merkwuerdig. Mein Beitrag wurde geloescht.

    Gruss,

    Chrissie
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 05.01.2020, 16.37 Uhr:
    harry27Hier ist noch das "Gipfeltreffen" mit Werner Schmidbauer zu sehen:


    https://www.br.de/mediathek/video/gipfeltreffen-werner-schmidbauer-trifft-veronika-fitz-av:5e10c6f83e49b700135d8f07
  • timolino1979 schrieb am 05.01.2020, 08.14 Uhr:
    timolino1979Sie war eine großartige Schauspielerin und ein toller Mensch! Sie wird sehr fehlen... Ruhe in Frieden, Veronika
  • siebentöter schrieb via tvforen.de am 05.01.2020, 01.22 Uhr:
    siebentöterDas stimmt. Leider wieder eine unserer lieben Bayerischen Volksschauspielerinnen gegangen...
  • Thinkerbelle schrieb via tvforen.de am 04.01.2020, 23.00 Uhr:
    ThinkerbelleDas hast du schön geschrieben, Harry!
    Ich mochte sie auch immer gerne. Sie war für mich immer die freundliche, patente Bayerin, die sich auch nichts gefallen lässt.

    Danke auch für das Interview - sehr interessant!

    Möge sie in Frieden ruhen!
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 04.01.2020, 19.55 Uhr:
    harry27Veronika Fitz verkörperte einen ganz eigenen Typus der bayerischen Frau.

    Sie war nie grantelnd, keifend oder ausfallend, auch nicht mondän oder nobel. Ihre Figuren waren bodenständige, zurückhaltende, ruhige Frauen im normalen Alltagsleben. Die Frauen, die im Leben stehen, anpacken, aber sich nie in den Vordergrund drängen. Jene Frauen, mit dieser "edlen Stille". Jene Frauen die tagtäglich ihre Arbeit im Haus und Beruf erfüllen und ihren Pflichten nachkommen, aber dabei nie im Vordergrund stehen wollen und auch nie richtig gewürdigt werden. Ich denke dabei an Mütter, Tanten, Großmütter.

    Veronika Fitz war eine Volksschauspielerin mit eigenem Format. Eine Schauspielerin der ruhigen Töne, der ruhigen, aber beherzt zupackenden Charakter. Eine patente Frau mit viel Tiefe.

    Übrigens wohnte sie lange Zeit in Krailling (Landkreis Starnberg), wie auch Gustl Bayrhammer.

    Am beeindruckendsten fand ich Veronika Fitz eigentlich in Interviews. Wenn sie aus ihrem oft schwierigen Leben erzählt hat oder ihre Melancholie zur Sprache brachte.

    Beim "Gipfeltreffen" mit Werner Schmidbauer am Ostermontag 2005 war das so berührend. Auch hier in diesem Video ("Unter unserem Himmel Veronika Fitz - Volksschauspielerin") aus dem Jahr 2014 kann man deutlich ihre verletzliche Art sehen:

    https://www.br.de/mediathek/video/unter-unserem-himmel-veronika-fitz-volksschauspielerin-av:585d9f6b3e2f2900129504b1


    Ruhe in Frieden, Veronika. Nun bist im weiß-blauen Himmel der Bayern, zusammen mit Helmut Fischer, Gustl Bayrhammer, Erni Singerl und den anderen bayerischen Fernseh-Helden meiner Kinder- und Jugendzeit.