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Darum geht es in der neuen "Star Wars"-Serie von Disney+
"The Mandalorian"
Disney+
Vor dem Start: "The Mandalorian" kommt nach Deutschland/Disney+

Seitdem in den Vereinigten Staaten Disney+ an den Start gegangen ist, ist die "Star Wars"-Serie  "The Mandalorian" das bisher prestigeträchtigste, veröffentlichte Projekt. Nun kommt die Serie um einen Kopfgeldjäger auch nach Deutschland.

Den Anfang machte eine Ausstrahlung des Serienpiloten zu "The Mandalorian" am 22. März auf ProSieben. Im Rahmen einer Kollaboration zwischen dem deutschen Sender und Disney/Lucasfilm wurde die Folge zum Reinschnuppern um 20.15 Uhr im deutschen Free-TV ausgestrahlt.

Bei Disney+ werden zum Start des Service am 24. März zunächst zwei Folgen der Serie in Deutschland online gesellt (TV Wunschliste berichtete) - neben dem Originalton wird es auch immer eine Synchronfasssung geben. Ab dem 27. März kommt jeden Freitag eine weitere Episode hinzu.

Die Auftaktstaffel von "The Mandalorian" umfasst acht Episoden. Diese sind allesamt überraschend kurz, zwischen 30 und 40 Minuten. Eine zweite Staffel wurde bereits beauftragt, die eigentlichen Dreharbeiten dazu sind wohl auch schon abgeschlossen. Die Veröffentlichung soll nach früheren Ankündigungen im Herbst 2020 erfolgen. Ob aber die Corona-Krise die Arbeiten wesentlich verzögern wird, ist noch unbekannt, kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Worum geht es in "The Mandalorian"

Kurz gesagt ist "The Mandalorian" ein Weltraumwestern, gestrickt um einen schweigsamen Protagonisten, der sich beständig in einer Mandalorianer-Rüstung gehüllt als Kopfgeldjäger betätigt. Serienschöpfer Jon Favreau gibt als große Inspiration die Bar-Szene in Mos Eisley aus dem Film  "Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung" an. Manche Kritiker haben die Serie auch als "überlangen Fanfilm" charakterisiert: Favreau greift in seiner Serie auf zahlreiche Setzungen und Aliens aus der Original-Trilogie von "Star Wars" zurück. Anders, als bei der neuen Filmtrilogie etwa, verzichtet Favreau weitgehend auf neue Rassen. Entsprechend gelingt es der Serie, einen hohen Nostalgie-Faktor zu schaffen.

Die Handlung spielt in der Zeit drei Jahre nach den Ereignissen von  "Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter" im Äußeren Rand (Outer Rim) also im weniger erschlossenen Randgebiet der "Star Wars"-Galaxis. Nach dem Fall des Galaktischen Imperiums ist dort die durch die Neue Republik ausgeübte Staatsgewalt nur schwach ausgeprägt, oft herrscht noch das "Recht des Stärkeren". Wie in einem klassischen Western.

In Zeiten des Galaktischen Imperium waren die Kopfgeldjäger-Gilden gut mit lukrativen Aufträgen ausgestattet, doch nun ist das nicht mehr so. Greef Karga (Carl Weathers) leitet hier die Geschäfte und vergibt Jobs, einen nach dem anderen. Für die aktuelle Auftragslage gibt es aber eigentlich zu viele Gildenmitglieder, und die Entlohnung pro Auftrag ist nur gering, deckt kaum Treibstoffkosten für interstellare Flüge. Verstoß gegen die Gildenregeln zieht in der Regel harsche Konsequenzen nach sich.

Einer der Effektivsten dieser Gilde ist der schweigsame Mandalorianer, häufig auch Mando genannt. Er steckt in einer Rüstung und gibt wenig über sich preis. Als Karga ihm einen "inoffiziellen" Auftrag zuschustert, bietet der ebenfalls namenlos bleibende Klient (Werner Herzog) eine gewaltige Belohnung: eine größere Ladung Beskar, das von Mandalor stammende, seltene Metall aus dem die klassischen Kampfrüstungen des Volkes sind, und das unter anderem gegen Blaster-Schüsse schützt.

So macht sich der Mandalorianer auf die Suche nach dem Objekt des Auftrags, wohin nur ein Tracker weist. Am Ende seiner Reise muss er eine für ihn schwierige moralische Abwägung treffen...

Kurzkritik

Wie bereits erwähnt, trifft Serienschöpfer Favreau mit seinen Entscheidungen für nostalgische Fans direkt ins Schwarze: "The Mandalorian" schafft den Anschluss an die Original-Trilogie von "Star Wars" besser, als die Sequel-Trilogie mit ihrem Auftakt  "Star Wars: Das Erwachen der Macht". Man hat wirklich das Gefühl, dass ein Edelfan gewaltige Summen erhalten hat, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Entsprechend kann der Altfan sich über den Detailreichtum freuen, erlebt viele Wiedersehen. Das Ganze ist gewürzt mit zahlreichen eigenwilligen neuen Figuren, die einfach Spaß machen. Damit ist die Serie zu 95 Prozent ein unterhaltsamer Erfolg.

Die negativen Punkte sind dann nur Randerscheinungen, auch wenn sie hier vielleicht mehr Platz einnehmen. Einerseits verwendet Favreau wirklich viele Zitate - um nicht zu sagen Klischees - aus Westernfilmen, wahrlich ohne Scham und mit der Spielfreude eines Kindes. Verspielt sind auch die recht vielen Auftritte von bekannten Darstellern in kleinen Gastrollen. Im Serienauftakt etwa darf Brian Posehn (Geologe Bert aus  "The Big Bang Theory") einen Speeder fahren. In einer anderen Episode werden die Zuschauer Zeuge der Unterhaltung zweier Gangster in Sturmtruppler-Rüstung, unter denen sich Jason Sudeikis und Adam Pally verbergen. Andernorts taucht ein Trio aus drei Piloten auf - drei der Regisseure der Serie, namentlich Dave Filoni, Rick Famuyiwa und Deborah Chow haben Cameos.

Schließlich sind die Episoden von "The Mandalorian" wirklich kurz. Man vermeint tatsächlich, die Einzelteile eines auseinandergeschnittenen Film-Projekts zu erkennen.

Mandalorianer?

Im "Star Wars"-Universum sind Mandalorianer vor allem durch die Figur des Kopfgeldjägers Boba Fett in seiner Rüstung durch die Filme  "Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück" und "Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter" sowie sein Vater Jango Fett aus  "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" bekannt - obschon die beiden Mandalorianer-Rüstungen trugen, gehörten sie genau betrachtet nicht zum Volk vom Planeten Mandalor. Bei Lucasfilm war angedacht, über Boba Fett einen Film zu machen (wie etwa  "Solo: A Star Wars Story"). Da die einzelstehenden Filme an den Kinokassen eher schlecht liefen, wurde das Projekt schließlich zur Serie für Disney+ gemacht.

In Büchern des neuen Kanons und den Animationsserien  "Star Wars: The Clone Wars" und  "Star Wars Rebels" wurde über die Mandalorianer etabliert, dass sie einst ein stolzes Kriegervolk waren. Ihre Rüstungen mit Jetpacks, Flammenwerfern, Helmen und eben aus Beskar wurden vor Jahrtausenden entwickelt, um gegen Jedi bestehen zu können. Die Rüstungen sind zudem kostbares Erbstück der Familien, wobei das soziale und politische Leben in Clans organisiert war. Zur Zeit der beginnenden Klon-Kriege hatte sich die Regierung Mandalors aber dem Frieden verschrieben, wogegen es dann einen Militärputsch gab. Später konnte das Imperium eine Militärdiktatur etablieren.

Im neuen Kanon unter Lucasfilm blieb unklar, wie die Mandalorianer die Besetzung durch das Galaktische Imperium von Imperator Palpatin und dessen Fall überstanden haben - klar ist, dass Mandalorianer in den jüngeren Filmen nicht mehr aufgetaucht sind, eine tragende galaktische Kraft scheinen sie nicht mehr zu sein.

Diese Unsicherheit und die zahlreichen, teils unverständlichen Sitten, nach denen der Mandalorianer lebt, bieten für die Zuschauer eine Entdeckungsreise.

Stars der Serie

Da viele der Figuren in "The Mandalorian" unter Masken versteckt sind, bekommen die deutschen Zuschauer nur recht wenig von den zahlreichen (Gast-)Stars mit. Pedro Pascal als Protagonist und Carl Weathers wurden bereits erwähnt. Die ehemalige Wrestlerin Gina Carano spielt in der Serie Cara Dune, eine ehemalige Soldatin der Rebellenstreitkräfte, die nun in Friedenszeiten Anpassungsschwierigkeiten hat - zumal die neue Regierung auf starke Demilitarisierung setzt und für Soldaten wenig Raum bleibt. So hat auch sie sich in den Outer Rim zurückgezogen.

Regisseur Taika Waititi - gerade für  "Jojo Rabbit" mit einem Oscar ausgezeichnet - leiht dem Kopfgeldjäger-Droiden IG-11 die Stimme. Nick Nolte leiht der animierten Figur Kuiil die Stimme - mehrere Menschenleben lang war der ein Sklave und hat sich nun in ein ruhiges Leben in Abgeschiedenheit zurückgezogen. Ebenfalls für deutsche Zuschauer verborgen bleiben wird Emily Swallow ( "The Mentalist"), die in der Serie ebenfalls unter einer Mandalorianer-Rüstung verborgen auftritt.

Eine Gastrolle in einer Folge der ersten Staffel hat Ming-Na Wen ( "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D."), die in der zweiten Staffel dann eine Hauptrolle haben wird. Eine weitere Episode zeigt zwei Darsteller im Bild (und in neuen Rollen), die in der Animationsserie "Star Wars: The Clone Wars" wichtige Figuren sprechen: Matt Lanter, der Anakin Skywalker spricht und Clancy Brown aka Savage Opress.


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Leserkommentare

  • Aymalin schrieb am 22.03.2020, 19.13 Uhr:
    "Man hat wirklich das Gefühl, dass ein Edelfan gewaltige Summen erhalten hat, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen."

    Das war dann aber eine recht beschränkte Fantasie. Im Grunde läuft es auf die Ballerei/Prügelei der Woche hinaus.

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