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TV-Kritik/Review: Common Law
(01.06.2012)

Das Ensemble
Wenn es einen Grund gibt,
Nicht minder perfekt besetzt sind Sonya Walger (
Buch und Regie
So wie die Handlung bei "Common Law" eigentlich in zwei Hälften geteilt ist, so muss auch das Urteil beider Bestandteile recht unterschiedlich ausfallen. Alles, was mit der Beziehung von Travis und Wes zu tun hat, ihrer Therapie oder dem Privatleben der Figuren, ist absolut gelungen und äußert kurzweilig. Dabei überrascht es eigentlich kaum, dass die Idee zur Serie ebenfalls von einem Ehepaar stammt: Cormac und Marianne Wibberley - sollte sich jemand im Vorspann über die Einblendung "Created by The Wibberlys" wundern.
Doch "Common Law" ist zur anderen Hälfte auch ein Procedural. Und die Jagd nach dem Mörder der Woche ist in den ersten beiden Folgen noch viel zu unspektakulär und vollkommen austauschbar mit anderen, ähnlichen Formaten. Vielleicht wäre es besser gewesen, Travis und Wes nicht bei der Mordkommission arbeiten zu lassen, hier wäre ein weniger abgenutzter Bereich polizeilicher Ermittlungen vorteilhaft gewesen. Andererseits, vielleicht muss einfach nur mehr Raffinesse und Spannung bei der Konstruktion der Fälle gezeigt werden. Das Potential hierzu ist aufgrund der hervorragenden Figurenkonstellation absolut vorhanden.
Fazit
Für den Sender USA ist "Common Law" eine recht typische Serie - im besten Sinn: markante Charaktere, starke Chemie zwischen den Hauptdarstellern und ein Erzähltempo, das die Eleganz gepflegter Sommer-Unterhaltung hat. So gesehen reiht sich das neue Format sehr gut in die USA-Familie ein, zu der bereits Serien wie
Ganz so gut wie die hier genannten Beispiele ist "Common Law" nicht - noch nicht. Zu wenig originell sind bislang die Fälle, mit denen sich Travis und Wes herumschlagen müssen. Dennoch ist dies für das doch recht abgenutzte Cop-Genre der vielversprechendste Neustart seit Langem. Dies ist vor allem den beiden Hauptdarstellern geschuldet und dem, was Travis und Wes abseits von Zeugenvernehmung und Tatortbesichtigung so alles gemeinsam und getrennt tun. Wenn sie nun noch lernen, ein bisschen intelligenter und pfiffiger zu ermitteln, dürfte einer langen und erfolgreichen Therapie (oder Partnerschaft) kaum etwas im Wege stehen.
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