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TV-Kritik/Review: "The Orville": Start von FOX' neuer Serienhoffnung wird zur Bruchlandung

TV-Kritik/Review: "The Orville": Start von FOX' neuer Serienhoffnung wird zur Bruchlandung

von Bernd Krannich (11.09.2017)
Kurzkritik zur neuen Sci-Fi-Comedy von FOX
"The Orville": Das neue Aushängeschild bei FOX?
Bild: FOX
TV-Kritik/Review: "The Orville": Start von FOX' neuer Serienhoffnung wird zur Bruchlandung/Bild: FOX

In den USA ist am gestrigen Sonntag als erste neue Network-Serie der neuen Season "The Orville" gestartet (eigentlich startet die neue Spielzeit am 25. September). Hinter dem Format steht Seth MacFarlane, der dem Sender FOX mit seinen animierten Comedys "Family Guy", "The Cleveland Show" und "American Dad!" Millionen eingebracht hat und der sich hier austoben darf. FOX hatte "The Orville" seinerzeit mit 13 Episoden direct-to-series bestellt. Daneben hat der Sender die reguläre Ausstrahlung des Science-Fiction-Formats auf den Donnerstag gelegt, der bei den US-Sendern hart umkämpft ist.

Die Mischung aus Mastermind MacFarlane und der Tatsache, dass "The Orville" augenscheinlich eine Parodie auf "Star Trek" ist, soll die (werberelevanten) Zuschauer anlocken.

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Worum es geht: Wir schreiben das Jahr 2418. Ed Mercer ist ein aufstrebender Stern der Flotte der Planetary Union - bis er eines Tages seine Ehefrau Kelly Grayson mit einem blauhäutigen Außerirdischen im Bett erwischt. Die Ehe ist dahin, und Mercers Zielstrebigkeit ebenso. Statt dem erhofften Raumschiffskommando ist er ein Jahr später dem Rauswurf näher.

Bis die Flotte dann doch einen Posten findet, auf dem Mercer eine letzte Chance erhalten soll: Das Forschungsraumschiff U.S.S. Orville. Mercer kann seinen Freund Gordon Malloy als Steuermann mit an Bord nehmen: Ein unorthodoxer Spaßvogel mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Da es kurzfristig an einem ersten Offizier fehlt, meldet sich seine Ex freiwillig, "um ihm den Rücken freizuhalten", da es in der Flotte nicht gern gesehen wird, wenn ein Captain ohne ersten Offizier unterwegs ist. Eine Art Wiedergutmachung.

Der erste Auftrag, ein routinemäßiger Versorgungsflug zu einer Wissenschaftlerkolonie, wird bald zum Kampfeinsatz, wobei pfiffiges Handeln letztendlich zum Erfolg führt.

Die Stars: Neben MacFarlane in der Rolle des Captain ist Adrianne Palicki zu nennen, die hier seine Ex-Ehefrau spielt. "American Dad!"-Sprecher Scott Grimes folgt seinem Chef. Daneben ist Penny Johnson Jerald ("24", "Star Trek - Deep Space Nine") als mütterliche Ärztin an Bord.

Im Serienpiloten porträtiert Victor Garber ("Legends of Tomorrow") Admiral Halsey, der Mercer das neue Kommando übergibt und auch in anderen Szenen vorkommt. Brian George spielt den leitenden Wissenschaftler der Forschungskolonie: Bei "Deep Space Nine" porträtierte er Dr. Julian Bashirs Vater, aktuell ist er bei "The Big Bang Theory" als Rajs Vater dabei.

Kurzkritik: Von der ersten Sequenz an ist klar: Hier wird "Star Trek" aufs Korn genommen. Die Zuschauer werden mit orchestraler, mit Fanfarenklängen durchsetzter Musik empfangen, die stark an die frühen "Trek"-Filmmusiken erinnert. Schon der zweite Blick enthüllt jedoch, dass man sich in einer MacFarlane-Serie befindet, als Mercer seine Frau mit einem blauen Alien im Bett findet - woraufhin das Alien blaue Körperflüssigkeit aus der Stirn schießt: Es hat sich "in die Hose gemacht".

Auch in weiteren Szenen werden sehr direkt die verschiedenen Zielgruppen angesprochen: Nerds allgemein und Trekkies im Speziellen sowie Menschen mit einem schlüpfrigen Humor. Der Sternenbund Union wird eingeführt, der auch ein blaues Emblem hat - wie die Föderation. Der Name von Steuermann Malloy erinnert natürlich an McCoy. Die Zuschauer bekommen ihn als Gamer vorgestellt, der in einem Hollodeck-Verschnitt in einem Samurai-Kostüm gegen einen Oger kämpft.

Die folgende Vorstellung der Crew zementiert die ersten Eindrücke vom Humor, der deutlich die Richtung puberträr-kindisch einschlägt. Alien Bortus etwa, der zweite Offizier, entstammt einer rein männlichen Spezies: "Na da gibt es wohl keinen Ärger mit hochgeklappten Klodeckeln und sowas..." - "Nein - wir urinieren nur einmal pro Jahr". Mit der Schiffsärztin kommt das Gespräch schnell auf "Balls", während Navigator John LaMarr sich schnell als "urbaner" Charakter präsentiert, ausgestattet mit Wortwitz und der Frage, ob man denn auch unter dem neuen Captain Getränke mit auf die Brücke bringen darf.

Zwei weitere außergewöhnliche Besatzungsmitglieder dienen auf der "Orville". Einerseits die künstliche Lebensform Isaac, dessen Spezies der rassistischen Meinung ist, dass alle organischen Lebensformen ihnen unterlegen sind - er selbst ist im Rahmen eines Pilotprogramms bei der Union. Die spitzohrige Alara Kitan ist eigentlich viel zu jung für ihren Posten als Sicherheitschef. Sie verdankt ihre Karriere der Tatsache, dass ihre Spezies der Xelayan nur sehr selten Dienst tut und daher bevorzugt befördert wird. Zudem stammt sie von einem Planeten mit sehr hoher Schwerkraft: Unter normalen Bedingungen ist ihre Spezies daher übermenschlich stark.

Die Auftaktfolge von "The Orville" weiß leider auf keiner Ebene zu überzeugen. Der Humor zielt entweder in die Lendengegend oder bedient sich leicht absurder Elemente - etwa wenn Mercer seine Ex in seinem Captainsraum anschreit, was die Brückencrew aber durch die "dünnen Wände" deutlich hören kann oder wenn das Ex-Ehepaar ein Alien dadurch verwirren will, dass es ihn um die Meinung zu ihrer Situation "bittet". Das reicht allenfalls für Schmunzler, aber nicht, um dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben.

Die Brückencrew deckt die üblichen Serienklischees von modernen Sci-Fi-Formaten ab. Alien Bortus versteht keine Ironie, Isaac hält sich per Definition für den Besten, das Duo Steuermann-Navigator sind zwei Scherzbolde, die nichts ernst nehmen, Captain und erster Offizier stellen sich als verhindertes Liebespaar da, das sich immer wieder in Wortgefechten verliert.

Science-Fiction-Serien haben es allgemein schwer, im ersten Anlauf zu zünden, da der Zuschauer sich zumeist erst einfinden muss. Das gilt auch für "The Orville". Der "Auftrag der Woche" entwickelt sich nicht organisch. Nicht besser wird das dadurch, dass die Crew der Orville in der ersten Folge auf Aliens trifft, die das Schießen bei den imperialen Sturmtruppen gelernt haben. Entsprechend reißen auch die Actionsequenzen die Pilotfolge nicht heraus.

Gleiches gilt für die Optik: Das ist zwar alles gefällig, aber eben doch zu oberflächlich am Rechner entstanden. Die glatte ästhetische Schönheit steht hier im Vordergrund, es fehlt an Ecken und Kanten.

Der Versuch, die Pilotfolge von "The Orville" zusammenzufassen, ist schwer. Aber doch irgendwie einfach: Als Captain Mercer mit dem Chefwissenschaftler eine Videokonferenz hat, sieht man im hinteren Bildausschnitt dessen Hund, der sich zwischen den Beinen leckt.

Meine Wertung: 2.0/5


"Hast du den Hund gesehen, der sich im Hintergrund die Eier geleckt hat?" - "War das erste, was mir ins Auge gesprungen ist!"...

 

Leserkommentare

  • User 1286807 schrieb am 17.10.2017, 21.08 Uhr:
    User 1286807Aaaach, vergiss Kritiker...
    Ich sehe das genauso wie "orcamaus".
    Für mich hat das genauso wenig mit Parodie oder Comedy zu tun. Comedy ist Bully Herbig sein Kram...
    Aber das hier ist einfach Start Trek, ein anderes Schiff mit anderem Captain, anderer Crew, anderem Führungsstil, nur alles etwas lockerer halt. Aber es fügt sich perfekt ein ins Star Trek Universum und man kann es trotzdem für voll nehmen. Das funktioniert tadellos. (Ganz im Gegensatz dazu dieser düstere, negative Discovery Dreck. )
    Ich finde die Orville hat Potential.
    Ich würde mir nur wünschen, daß die mehr erhebende Inhalte bringen, erleuchtete Rassen kontaktieren, viel weiter entwickelt (nicht nur technisch) von denen mal die Menschen noch was lernen können. So wie bei der Picard Enterprise - Staffel 3 Folge 25 : "Wer ist John".
    Solche Inhalte wären toll und nicht immer nur die eintausend-und-nächste Höhlenmenschen/Dumborasse a'la Klingonen, Romulaner, Kazon..etc, denen man positive Werte beibringen soll bzw. sich ständig mit denen bekriegen. Das ist Öde und ausgelatschter Kaugummi.
    Die ersten Orville Folgen waren inhaltich und von der Machart vertraut. Man fühlte sich gleich heimisch. Nur gebeamt wurde bisher noch nicht, komischer Weise, immer nur Shuttle. Aber das ist tolerabel. So sieht man mehr Effekte wenn das Shuttle durch schön animierte Szenarien fliegt.
    Auch sonst finde ich es gut. Grafik ist gut, Charaktere sind glaubwürdig. Vor allem der Captain und sein erster Offizier (seine Frau) funktionieren gut. Und die Orville ist wieder so wunderschön klassisch futuristisch hell erleuchtet, so positiv - wie die Picard Enterprise. Wie gerne habe ich mir die Flure und Inneneinrichtung angeschaut.
    Ich bin gespannt, was noch kommt bei "The Orville" und wünsche der Serie, daß Sie ein Erfolg wird und das Beste von "The next Generation" weiterführt und ausbaut.
  • orcamaus schrieb am 06.10.2017, 19.09 Uhr:
    orcamausDiese Serie ist NICHT zu verwechseln mit "Galaxy Quest" - hier wird mitnichten "Star Trek aufs Korn genommen"!
    Es ist vielmehr eine klare Hommage und Liebeserklärung an die originale Star Trek Serie aus den 60ern - ganz, wie es damals üblich war, mit dramatischem Inhalt, äußerst sympatischen Charakteren, zwischen denen die Chemie stimmt und mit optisch ansprechenden Effekten, die denen aus Star Trek Next Generation durchaus ebenbürtig sind.
    Dass hier und da mal ein "dummer Spruch" fällt, ist mehr als OK:
    In Serien wie "Lethal Weapon", "The Persuaders" sowie in klassischen Star Trek Episoden, wie "Trouble with Tribbles" oder "Piece of the Action", war das die Regel - und da hat sich auch niemand darüber aufgeregt. Haben wir im 21. Jahrhundert unseren Humor verloren?
    "The Orville" macht einfach Spaß und bietet heitere, aber durch Anschneiden brisanter aktueller Themen auch intellektuell anregende TV-Unterhaltung nach einem anstrengenden Arbeitstag. Ich fürchte zwar Schlimmes bzgl der deutschen Übersetzung, freue mich aber schon darauf, wenn diese Serie auch außerhalb der USA legal zu sehen sein wird.
  • User 189125 schrieb am 17.09.2017, 00.32 Uhr:
    User 189125Kann die Analyse des Autoren nur bestätigen.. die Optik war okay für das offensichtlich niedrigere Budget der Serie verglichen mit Star Trek und anderen Genre Flaggschiffen, aber etwas bieder und "vor 2000", der Humor war nahezu nicht vorhanden und die Handlung war viel zu vollgestopft mit wirklich brutal schlecht eingebundener Exposition der Figuren und des Hintergrundes.
    Es bleibt nur zu hoffen, dass es hier ein Fall der typischen "pilotfilm" Krankheit ist und sich das Niveau der Drehbücher schnell verbessern wird, die letzte Szene mit Admiral und Erstem Offizier war schon vielversprechender als der gesamte Rest der Episode.
  • User 1274369 schrieb am 11.09.2017, 23.32 Uhr:
    User 1274369Da, hast du lieber Kritiker wohl eine ganz andere Serie gesehen. Meine Frau und ich haben uns heute den Piloten angesehen und werden die Serie begeistert weiterverfolgen. Der Humor passt und ist nicht in jeder Szene mit dem Holzhammer gebracht. Die Charaktere sind sympathisch und die Effekte wirklich gut (für ne Serie). Auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mercer und seiner Ex wird wunderbar transportiert. Fazit: Das bessere und (!) lustigere Star Trek dieser Tage (und ich bin riesen Trek Fan!) ;-)
  • Doctor64 schrieb am 11.09.2017, 13.16 Uhr:
    Doctor64Ich muss dir da leider wiedersprechen.
    Natürlich ist der Humor, und gerade wenn er von Seth MacFarlane kommt, gewöhnungsbedürftig.
    Aber er funktioniert in den USA wunderbar.
    Familiy Gut läuft dort schon seit Jahren und das Niveau ist nie wirklich gestiegen (oder gesunken).
    Und gerade weil Star Trek dämnächst es eher auf die Bierernste Tour probieren wird finde ich es nicht schlimm wenn man etwas Humor mit hinein bringen kann wenn man Abenteuer in der Galaxy erlebt.
    Die Serie wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein aber sie sieht gut aus, man kann sicherlich die Folge über Schmunzeln und was die Abenteuer betrifft muss sich die Serie erst finden. Das war aber bei allen anderen Serien am Anfang nicht anders.
    P.S.: Die Serien hat im Moment ja noch eine gute Position da Star trek noch nicht gestartet ist. Interessant wird es wenn die Zuschauer die Wahl haben, für welche Serie sie sich entscheiden werden.
 

Über den Autor

  • Bernd Krannich
Bernd Krannich ist Jahrgang 1974 und erhielt die Liebe zu Fernsehserien quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war Fan früher Actionserien und technikbegeistert, Bernd verfiel den Serien spätestens mit Akte X, Das nächste Jahrhundert und Buffy. Mittlerweile verfolgt er das ganzes Serienspektrum von "The Americans" über "Arrow" bis "The Big Bang Theory". Seit 2007 schreibt Bernd beruflich über vornehmlich amerikanische Fernsehserien, seit 2014 in der Newsredaktion von TV Wunschliste.