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TV-Kritik/Review: "Space Force": Neue Comedy-Rakete von Netflix bleibt leider am Boden
von Gian-Philip Andreas(29.05.2020)

Vor einigen Tagen wollte Entrepreneur Elon Musk eine Rakete ins All jagen und mit ihr zwei NASA-Astronauten zur Internationalen Raumstation befördern. Ungezählte Kameras waren auf die Rakete gerichtet, die beiden Astronauten saßen längst in ihrer Kapsel, und auch der auf große Symbolgesten bekanntermaßen schwer abfahrende US-Präsident hatte sich schon in Cape Canaveral eingefunden - dann aber blieb der phallusförmige Flugkörper doch am Boden. Das Wetter war zu schlecht.
Ähnlich frustrierend ist nun die Erfahrung, die einem die neue Netflix-Comedy
Die Erwartungen waren also sehr hoch - und obgleich "Space Force" sicher nicht als Rohrkrepierer verbucht werden sollte, so bleibt man nach den ersten Folgen doch eher achselzuckend zurück: Richtig clever, richtig witzig ist das alles nicht. "Space Force" wurde dem Vernehmen nach am Konferenztisch entworfen, in direkter Reaktion auf Trumps vor zwei Jahren in die Welt getwitterte Ankündigung, die US-amerikanischen Streitkräfte neben Army, Marines, Navy, Air Force und Küstenwache um einen sechsten Sektor zu ergänzen: um besagte Space Force. Das trumpsche Vorbereitungsbedürfnis auf mögliche Star Wars der Zukunft klingt wie ein Witz, der in Sketchform schnell erzählt wäre, doch Steve Carell und Greg Daniels (der jüngst erst die geglückte Sci-Fi-Satire
Carell spielt den frischgebackenen Vier-Sterne-General Mark R. Naird, der zu Beginn der Pilotepisode fest davon ausgeht, alsbald die ruhmreiche Air Force zu leiten. Dann aber wird er mit der leidigen Aufgabe betraut, die Space Force aufzubauen. Trump selbst, der Naird diese Spielerei eingebrockt hat, wird in der Serie übrigens nie beim Namen genannt - allerdings besteht kein Zweifel daran, dass es sich bei dem narzisstisch dauertwitternden Äquivalent in der Serie nur um den derzeitigen "POTUS" handeln kann. Nairds Ehefrau Maggie (

Noch innerhalb der Pilotepisode springt die Erzählung dann um etwa ein Jahr vorwärts: Naird ist da bereits Leiter der neuen Space-Force-Station und hat sich in Colorado schon minimal eingelebt. Allerdings sind einschneidende Dinge geschehen. Maggie zum Beispiel sitzt im Gefängnis eine offenbar jahrzehntelange Strafe ab (man erfährt nicht, warum), und Naird muss nun nicht nur die Space Force dirigieren, sondern auch noch seine neue Rolle als alleinerziehender Vater einer Teenagertochter (Diana Silvers aus
In den Szenen auf dem Gelände der Militärstation funktioniert "Space Force" fortan als Variante gängiger workplace comedies im Gefolge von "The Office",

Wenn dann in der zweiten Folge ein CGI-animierter Schimpanse im All via Primaten-Zeichensprache zu Reparaturdiensten an einem defekten Satelliten eingespannt wird, knirscht es erstmals vernehmlich zwischen den unterschiedlichen Humor-Tonlagen, die Daniels und Carell hier zusammenzwingen wollen. Vor allem die zentrale Figurenkonstellation wirkt wie aus einer anderen Produktion herübergebeamt: General Naird bekommt nämlich den genialischen Wissenschaftler Dr. Adrian Mallory (Malkovich) an die Seite gestellt. Die beabsichtigte, gegensätzlich angelegte Buddy-Movie-Dynamik hat zwar ihre Reize, vor allem weil der inzwischen 66-jährige und immer mehr vom Kino ins Serienwesen (
Bald schon verstärkt sich der Eindruck, dass die Serienmacher noch nicht wirklich wussten, in welche Richtung sie die ganze Unternehmung bewegen wollen. So gibt es ein wenig halbgare Politsatire - etwa wenn Ginger Gonzaga (

Zugestanden, viele später sehr erfolgreiche Comedyserien hatten in der ersten Staffel ihre Probleme. Sie mussten erst allmählich herausfinden, wo die eigentlichen Stärken liegen. Daher sollte man die "Space Force" nicht sofort verschrotten. Ob die Witz-Rakete allerdings wirklich noch so richtig zündet, ist, Stand jetzt, zumindest fraglich. Der Countdown ist jedenfalls schon mal abgelaufen.
Dieser Text basiert auf der Sichtung der ersten drei Episoden von "Space Force".
Bei Netflix wurde die zehnteilige erste Staffel von "Space Force" am 29. Mai 2020 weltweit veröffentlicht.
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Leserkommentare
Brigidde schrieb am 07.06.2020, 12.04 Uhr:
Hab die komplette Staffel gesehen u. auch voller Spannung erwartet. Leider hat sie mich weder zum Lachen gebracht, noch fand ich sie sonderlich interessant. Eine zweite Staffel werd ich mir nicht ansehen.Siggi80 schrieb am 05.06.2020, 14.11 Uhr:
"Dieser Text basiert auf der Sichtung der ersten drei Episoden von „Space Force“."
Mehr brauch ich gar nicht zu lesen. Wenn ihr eine Serie bewertet dann bitte schaut euch erst mal die ganze Staffel an.
Das ist eine echte Unsitte geworden.
Man schreibt ja auch keine Kritik über einen Film nachdem man nur die die ersten 15 Minuten gesehen hat.Romplayer schrieb am 30.05.2020, 10.44 Uhr:
"Zugestanden, viele später sehr erfolgreiche Comedyserien hatten in der ersten Staffel ihre Probleme. Sie mussten erst allmählich herausfinden, wo die eigentlichen Stärken liegen."Dieses Review betrachtet aber noch nicht einmal die ganze erste Staffel, sondern lediglich drei Folgen. Wenn man der Serie also schon zugesteht, dass sie sich vielleicht erst finden muss, sollte man ihr auch die Möglichkeit geben, dies nach mehr als nur drei Folgen zu schaffen.
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