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Maxi Gstettenbauer: "Wir zeigen Stand-Up in Reinkultur - ohne jegliches Gimmick"
von Glenn Riedmeier(18.03.2018)

TV Wunschliste: Meiner Beobachtung nach kommen die bekanntesten und erfolgreichsten Comedians entweder aus Köln oder Berlin. Du selbst stammst ursprünglich aus Niederbayern, lebst jetzt allerdings schon viele Jahre in Köln. Nun gibt es ja auch in Bayern viele gute Künstler wie etwa Monika Gruber oder Martina Schwarzmann, die aber nur in Ausnahmefällen große Bekanntheit in ganz Deutschland erlangen. Kannst du dir erklären, woran das liegt und war es deshalb auch in gewisser Weise eine bewusste Entscheidung von dir, nicht Teil der bayerischen Comedyszene zu werden?
Maxi Gstettenbauer: Das war überhaupt keine Entscheidung gegen Bayern, sondern eine Entscheidung für Köln. Das war zu dem Zeitpunkt einfach die Metropole für die Art von Stand-Up-Comedy, die ich machen wollte - und die es in Bayern nicht gab. Inzwischen gibt es auch in Berlin und Hamburg richtig gute Comedyszenen. Und der bayerische Markt ist tatsächlich noch einmal ein ganz eigener Markt - mit der zugehörigen bayerischen Kultur und einem entsprechenden Humor. Aber die meisten bayerischen Kollegen sind absolut zufrieden mit ihrer Reichweite. Martina Schwarzmann und Monika Gruber sind beide super - und spielen in Bayern vor tausenden von Menschen an einem Abend. Wenn ich in diesen Dimensionen spielen würde, würde mir auch ein Bundesland reichen! (lacht)
Dennoch ist der BR inzwischen auch auf dich aufmerksam geworden. Für das BR Fernsehen hast du eine neue Comedyshow namens
Maxi Gstettenbauer: Der BR ist ganz einfach so sehr von der Show überzeugt, dass momentan noch nach einem besseren Sendeplatz gesucht wird. Es geht darin um die Geheimnisse des Alltags. Wir befassen uns mit Gegenständen, die uns im Alltag ständig begegnen, aber wir uns dennoch oft fragen: "Was ist das eigentlich und wofür braucht man das?"
Gerade bist du auf Tour mit deinem Programm "Lieber Maxi als normal!". Was aber ungewöhnlich ist: Man kann auf deiner Homepage dein komplettes vorheriges Bühnenprogramm "Maxipedia" herunterladen. Du stellst es den Besuchern frei, wie viel sie dafür bezahlen wollen. Wie kamst du auf diese Idee und hat sie sich ausgezahlt?

Maxi Gstettenbauer: Ja, es ist bereits komplett refinanziert, daher hat sich das auf jeden Fall ausgezahlt. In Amerika verkaufen viele Comedians ihre Programme online - und da dachte ich mir, das versuche ich auch mal. Mir geht es dabei um Zuschauerbindung und darum die Möglichkeit zu bieten, sich einen Eindruck von mir zu verschaffen. Aus dem alten Programm spiele ich inzwischen nichts mehr, so dass jemand, der sich danach entscheidet, in ein Liveprogramm von mir zu gehen, nur neue Sachen von mir sieht. Das war die Idee dahinter.
Über welche Kollegen kannst du persönlich lachen? Wer sind aktuell deine Favoriten oder auch Geheimtipps?
Maxi Gstettenbauer: Zu meinen Favoriten zählt auf jeden Fall Torsten Sträter, den ich megawitzig finde! Noch nicht so bekannt und deshalb noch Geheimtipps von mir sind Ben Schmid aus Berlin und Jan van Weyde aus Köln.
Da wir ein TV-Magazin sind, darf eine Frage abschließend nicht fehlen: Welche Serien und Sendungen schaust du dir selbst gerne an?
Maxi Gstettenbauer: Zuletzt habe ich mir die neue Netflix-Serie
Vielen Dank für das interessante Gespräch und alles Gute für die Zukunft!
"Comedy Central Presents StandUp 3000" ist ab dem 18. März immer sonntags um 22.30 Uhr auf Comedy Central zu sehen. Direkt im Anschluss folgen um 23.00 Uhr halbstündige Specials, in denen je ein Comedian Highlights aus seinem aktuellen Soloprogramm zum Besten gibt.

Über den Autor
Schon seit frühester Kindheit war der 1985 geborene Münchner vom Fernsehen fasziniert. Am Wochenende stand er freiwillig früh auf, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Seine Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben. Darüber hinaus begeistert er sich für Gameshows wie "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!" und ist mit hoher Expertise gleichzeitig Fan und kritischer Beobachter der deutschen Schlagerwelt. Auch für Realityformate wie "Big Brother" und "Die Verräter" hat er eine Ader - auf rein krawalliges Trash-TV kann er dagegen verzichten. Im Comedy-Bereich begeistert er sich vor allem für Sitcoms, Stand-up-Comedy und Late-Night und hält diesbezüglich auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den USA offen.
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