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TV-Kritik/Review: The Borgias
(03.05.2011)

Auf dem Papier haben die "Borgias" alles, was eine neue, historische Serie dieser Tage braucht: Intrigen, Skandale, der Kampf um Macht, Liebe, Tragik und auch - für US-Verhältnisse - sehr freizügige Sexszenen. Doch dass es unter der Kutte so richtig zur Sache geht ist, bei dem gutaussehenden Francois Arnaud keine wirkliche Überraschung, Priesteramt hin oder her. Es stellt sich aber schnell die Frage, wieso die gute Darstellerriege, abgesehen von den Bettszenen des Priesters Cesare, seltsam unterbeschäftigt wirkt.
Man erfährt zunächst wenig über die Konstellation dieser besonderen Familie. Es bleibt unklar, wie die Borgias ihre Stellung und ihren immensen Einfluss in der römischen Gesellschaft erringen konnten. Stattdessen wird der Zuschauer sofort mit dem vorläufigen Höhepunkt des Machtapparates der Borgia-Familie konfrontiert: Rodrigo wird zum Papst ernannt. So bleiben die Figuren zunächst weitgehend leer, spielen distanziert ihren Part in den geschichtlichen Abläufen, ohne dass wir je wirklich hinter ihre äußere Fassade sehen können. Einzige Ausnahme ist vielleicht Rodrigo selbst, der nach der Ernennung zum Papst über die Einsamkeit an der Spitze des Vatikans klagt. Es mutet doch merkwürdig an, dass ein Mann, der sein ganzes Leben auf dieses Ziel hingearbeitet hat, innerhalb der ersten drei Minuten, in denen er in Amt und Würden ist, plötzlich in eine derartige Sinnkrise fällt.
Dennoch sind es Jeremy Irons und Francois Arnaud, die in den ersten 90 Minuten den Zuschauer bei der Stange halten. Ihr Sinn für Humor und Ironie trägt die lau vor sich hin plätschernde Handlung und lässt immerhin nicht komplette Langeweile aufkommen. Ihre Kollegen haben ebenfalls Potential, doch verbringt man hier noch viel zu viel Zeit im Konzil statt bei der Familie. Auf diese Weise wird man die Borgias nicht kennen lernen - ein Fehler, der hoffentlich in kommenden Episoden korrigiert wird. Nicht durch schummrig beleuchtete Vatikangänge, gutaussehende Protagonisten in teils freizügigen Situationen oder -Kostüm- und Set-Design sollte der Zuschauer bei der Stange gehalten werden. Vielmehr sollten faszinierende Figuren im Mittelpunkt der Geschichte stehen, deren Ausstrahlungskraft langfristig fesseln kann. Als ausgearbeitete, dreidimensionale Charaktere sind die Figuren der "Borgias" bislang praktisch nicht existent. Nicht einmal die berüchtigte Lukrezia kann hier überzeugen - Holliday Grainger wirkt in dieser Rolle einfach nur erstaunlich blass.

Letztendlich ist das größte Problem der "Borgias" aber vielleicht, dass sie sich einfach nicht genug von ihren herausragenden Kollegen, den
Autor: Ralf Döbele
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