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Quiz-Dauerbrenner mit Günther Jauch feiert Geburtstag
Günther Jauch feiert 20 Jahre "Wer wird Millionär?"
Bild: TVNOW/Stefan Gregorowius
20 Jahre "Wer wird Millionär?": Zahlen, Fakten und Skurriles zum Jubiläum/Bild: TVNOW/Stefan Gregorowius

Als am 3. September 1999 "Wer wird Millionär?" an den Start ging, hätten sich wohl die Wenigsten träumen lassen, dass die Quizshow auch 20 Jahre später noch auf Sendung sein würde. In vielen anderen Ländern ist das Format längst Geschichte, doch in Deutschland erfreut es sich - vor allem dank Günther Jauch - immer noch großer Beliebtheit. Es gibt nicht mehr viele Show-Dauerbrenner im deutschen Fernsehen, erst recht nicht seit dem Aus von "Wetten, dass..?". Daher begeht RTL das runde Jubiläum am Montag, 2. September mit einem besonderen Special, das von 20.15 Uhr bis 23.00 Uhr ausgestrahlt wird.

Ursprünge

Seinen Ursprung hatte das Format im britischen Original "Who Wants to Be a Millionaire", das erstmals 1998 ausgestrahlt wurde. Es sollte zu einem weltweiten Verkaufsschlager werden, doch RTL verhielt sich zunächst zögerlich. "Quiz ist tot", hieß es damals in der Fernsehbranche und man wollte nicht so recht an einen Erfolg glauben. Die erste Folge der deutschen Adaption lief am 3. September 1999. Günther Jauch begrüßte die Zuschauer mit den Worten: "Ich kann Ihnen so viel verraten, es wird so spannend werden und so unberechenbar, dass wirklich der notorische Schulabbrecher hier die Chance zu einem glanzvollen Comeback hat und Nachfahren Einsteins hier schrecklich versagen können."

Die ersten Minuten der ersten Folge:

Als erste Kandidatin nahm Tanja Ortmann, Arzthelferin aus Aachen, auf dem Stuhl gegenüber von Günther Jauch Platz. Die allererste WWM-Frage für 100 DM lautete: "Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem ...?" - "A: Sofa, B: Klo, C: Grill, D: Dach". Tanja Ortmann gewann 8.000 DM. Im Jahr 2008 verstarb die Kandidatin.

Die ersten vier Folgen liefen im Herbst 1999 an vier aufeinanderfolgenden Tagen. Diese kamen in der Presse nicht sonderlich gut an, vor allem Günther Jauchs Moderationsleistung wurde damals kritisiert. "Nach der ersten Sendung habe ich gedacht, das wird schwierig. Die Quote war auch nur mittelprächtig. Nach der zweiten Sendung waren wir auch erst völlig deprimiert, da war die Quote unterirdisch", erinnert sich Jauch. "Dazu kam noch eine Zeitungskritik von der Bild am Sonntag: 'Den größten Fehler hat aber Günther Jauch gemacht, indem er diese Sendung übernommen hat.' Und am selben Tag hatte sich die Quote jedoch schon etwas berappelt. Am vierten Tag hatten wir sehr gute Quoten und es war zu sehen, dass irgendetwas passiert mit der Sendung und beim Zuschauer." Im Verlauf der vier Tage steigerte sich die Reichweite auf sieben Millionen Zuschauer. Das simple Konzept der 15 Fragen mit drei Jokern und einem bis dato nie dagewesenen potenziellen Höchstgewinn von einer Million DM hat sich als Erfolgsgarantie erwiesen.

Günther Jauch im Jahr 1999 TVNOW

Erst im Januar 2000 waren weitere Folgen zu sehen - und vorerst hielt RTL an täglichen Eventprogrammierungen fest, bevor der Sender ab Oktober 2000 auf eine dauerhafte Ausstrahlung am Freitag-, Samstag- und Montagabend umstellte. In der Hochphase schalteten bis zu zwölf Millionen Menschen ein. Zudem löste "Wer wird Millionär?" in Deutschland einen neuen Boom des totgeglaubten Quiz-Genres aus. Zahlreiche Trittbrettfahrer-Formate wurden gestartet. Ob "Die Quiz Show", "Die Chance deines Lebens", "Multi Millionär", "Das MillionenQuiz" oder "Ca$h - Das Eine-Million-Mark-Quiz" - die meisten hielten sich nur vergleichsweise kurz im Programm und erreichten nie die Qualität des Originals.

Rekorde, Zahlen, Fakten

1407 Folgen (plus 38 Prominenten-Specials) waren bis zur Ausstrahlung des Jubiläumsspecials zu sehen. Rund 2.800 Kandidaten nahmen bislang auf dem Stuhl gegenüber von Günther Jauch Platz. 14 Mal wurde in den 20 Jahren die Millionenfrage richtig beantwortet, neun Mal in regulären Ausgaben, ein Mal im 15-Jahre-Special, ein Mal im Jackpot-Special und drei Mal in Prominenten-Specials. Gestellt wurde die Millionen-Frage hingegen schon insgesamt 85 Mal.

Den Höchstgewinn erzielte Nadja Sidikjar bei einem Jackpot-Special mit 1.538.450 Euro. Darüber hinaus gab es bislang 66 Halbmillionäre, zwei 750.000-Euro-Gewinner (in Specials) und einen Kandidaten, der mit 917.600 Euro aus der Sendung ging (ebenfalls in einem Special). Bis Mai 2019 sind insgesamt über 115.203.000 Euro erspielt worden (abzüglich der Prominenten-Specials).

Im Gegenzug gab es bislang 27 Kandidaten, die mit 0 Euro bzw. DM nach Hause gegangen sind. In einer Folge schieden nacheinander drei Kandidatinnen bei der zweiten Frage aus, die vom Schwierigkeitsgrad eigentlich nur zum Aufwärmen gedacht war. Jauch bezeichnete dieses Ereignis als "Blondinenkegeln". In Sendung 374 (06.02.2004) trat zudem der bislang einmalige Fall ein, dass drei Auswahlfragen hintereinander nicht richtig beantwortet werden konnten. Die schnellste Auswahlfrage aller Zeiten wurde hingegen in 1,33 Sekunden beantwortet.

Der älteste Kandidat, der es in einer regulären Sendung in die Mitte geschafft hat, war der Diplom-Volkswirt, Autor und Rentner Karlheinz Reher aus Aumühle, der am 10. Februar 2014 als 86-Jähriger ins Spiel kam. Er konnte als Einziger die Auswahlfrage beantworten und gewann 125.000 Euro. Der älteste Kandidat, der es in einem Special in die Mitte schaffte, war der Rentner Arno Boecker, der mit damals 89 Jahren mit seiner Enkelin Thalia im Opa-Enkel-Special 2015 antrat. Gemeinsam gewannen sie 32.000 Euro.

Arno Boecker und seine Enkelin Thalia TVNOW/Frank Hempel

8.458 Joker wurden in den vergangenen 20 Jahren eingesetzt: 2.646 Mal Publikum, 2.557 Mal der 50:50-Joker, 2.454 Mal wurde telefoniert und 801 Mal der Zusatzjoker. Neu eingeführt wurde der optionale vierte Joker am 3. September 2007.

Die bislang höchste Einschaltquote erzielte "Wer wird Millionär?" in der Sendung vom 28. Mai 2001. Das zweite Prominenten-Special, in dem unter anderem Thomas Gottschalk und Heidi Klum mitwirkten, sahen satte 14,22 Millionen Zuschauer. In der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurden phänomenale 53,7 Prozent Marktanteil erzielt.

Millionen-Gewinner

Prof. Eckhard Freise wurde in der Sendung vom 2. Dezember 2000 zum ersten Millionen-Gewinner und schrieb mit seinem Sieg Quizshow-Geschichte. "Mit wem stand Edmund Hillary 1953 auf dem Gipfel des Mount Everest?" lautete die Frage, die er richtig mit "Tenzing Norgay" beantworten konnte. Somit gewann der Historiker und ehemalige Hochschullehrer eine Million DM. Von 1996 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 war er Inhaber des Lehrstuhls für mittelalterliche Geschichte am Historischen Seminar der Bergischen Universität Wuppertal. Seit 2016 ist Freise festes Mitglied der ARD-Vorabendshow "Quizduell-Olymp".

Prof. Eckhard Freise wird der erste Millionen-Gewinner TVNOW

Die weiteren Millionäre:
- 20. Mai 2001: Die 48-jährige Bürokauffrau Marlene Grabherr (Millionenfrage: "Welche beiden Gibb-Brüder der Popband The Bee Gees sind Zwillinge?")
- 18. Oktober 2002: Der 24-jährige Student Gerhard Krammer (Millionenfrage: "Welcher berühmte Schriftsteller erbaute als diplomierter Architekt ein Freibad in Zürich?")
- 29. März 2004: Die 38-jährige Assistenzärztin Dr. Maria Wienströer hat sich mit dem Gewinn den Traum von einer eigenen Praxis erfüllt. (Millionenfrage: "Wer bekam 1954 den Chemie- und 1962 den Friedensnobelpreis?")
- 9. Oktober 2006: Der 32-jährige Aufzugsmonteur Stefan Lang machte mit seiner Familie eine Reise nach Indien, zahlte die Eigentumswohnung ab und kaufte seiner Frau einen VW Käfer. (Millionenfrage: "Welches chemische Element macht mehr als die Hälfte der Masse eines menschlichen Körpers aus?")
- 8. Januar 2007: Der 27-jährige Student Timur Hahn finanzierte mit dem Gewinn sein Studium, leistete sich eine BahnCard 100 und gab einen Teil des Geldes seiner Mutter, die dadurch Timurs Vater heiraten konnte, obwohl sie schon seit knapp 30 Jahren zusammen waren. Für die Hochzeit hatte es bis zu dem Gewinn bei WWM finanziell aber nie gereicht. (Millionenfrage: "Welches Meer ist nach einem mythologischen König benannt, der sich dort hineingestürzt haben soll?")
- 26. November 2010: Der 48-jährige Cafébesitzer Ralf Schnoor teilte den Gewinn mit seiner Ehefrau. Die beiden träumten von einer Wohnung mit Balkon in guter Lage und wollten eine Reise nach Australien machen. (Millionenfrage: "Wie heißt die erste deutsche Briefmarke, die 1849 in Bayern herausgegeben wurde?") Schnoor wirkte seither in anderen Quizshows wie "Der Quiz-Champion" und "Gefragt - Gejagt" mit und fungierte zudem als Schiedsrichter in der kurzlebigen RTL-Show "500 - Die Quiz-Arena".
- 11. März 2013: Der 36-jährige Pokerspieler Sebastian Langrock war der erste Millionär, der mit der Risiko-Variante gewann. (Millionenfrage: "Wer sollte sich mit der "Zwanzig nach vier"-Stellung auskennen?")
- 17. Oktober 2014: Der 48-jährige Gastronom Thorsten Fischer (Millonenfrage: "Die Entfernung von der Hauptstadt Berlin zum Erdmittelpunkt ist ungefähr so groß wie zwischen Berlin und ...?")
- 13. November 2015: Die 33-jährige Kommunikationstrainerin Nadja Sidikjar gewann 1.538.450 Euro im Jackpot-Special, ohne die Millionenfrage zu beantworten. Die Gewinnsummen aller Mitspieler, die es auf den Ratestuhl schaffen, werden in einem Jackpot addiert und nur der Kandidat, der am Ende die meisten Fragen korrekt beantwortet, bekommt alles. Nadja Sidikjar und eine Kontrahentin standen jeweils bei 500.000 Euro und es kam zum Stechen mit fünf Fragen. In reiner Intuition drückte Nadja Sidikjar den Buzzer und lag tatsächlich richtig.
- 7. Dezember 2015: Der 26-jährige Doktorand und Eventveranstalter Leon Windscheid brauchte 35 Minuten Bedenkzeit für die Beantwortung der Millionenfrage: "Aus insgesamt wie vielen Steinchen besteht der klassische von Ernö Rubik erfundene Zauberwürfel?" Der Bergisch Gladbacher war der elfte und bislang letzte Millionen-Gewinner. Im Verlauf des Spiels gab Windscheid Jauch das Versprechen, mit seinem potenziellen Gewinn ein Schiff zu kaufen und nach dem Moderator zu benennen. Jauch machte ihm daraufhin das Angebot, als Pate die Schiffstaufe zu übernehmen. Dieses Versprechen löste Jauch 2016 ein. Seither betreibt Windscheid die MS Günther als Event- und Kulturlocation.
Leon Windscheid ist der bislang letzte Millionen-Gewinner TVNOW/Stefan Gregorowius

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit Denkwürdigem und Skurrilem rund um "Wer wird Millionär?", den Prominenten-Specials und Infos zur Jubiläumsshow.

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Leserkommentare

  • Romplayer schrieb am 08.09.2019, 00.04 Uhr:
    Romplayer"Mit zehn Jahren, sagt Jauch, habe er zu Beginn nicht gerechnet. Aber noch einmal zehn Jahre - das schließt er heute aus."

    Augsburger Allgemeine, zum Zehnjährigen Jubiläum :D
    https://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Zehn-Jahre-Wer-wird-Millionaer-id6459191.html
  • tomjones99 schrieb am 03.09.2019, 18.13 Uhr:
    tomjones99@Paula Traycy...wo kommst du denn her, keine Ahnung haben aber labern? 
    Die Stimme aus dem Off war von Pro7, z. B. TV total - comedy also. Muss man da nicht passend finden, aber peinlich?! 
    Ja sicher ging es um den Mod. der ist ja auch 20 Jahre bei.
    Und sehr wohl hat der was mit dem Erfolg zu tun, weil viele nur wegen dem schauen oder geschaut haben. Was du denkst zu glauben ist irrelevant - muss man nicht zwingend öffentlich kundtun, kann man - und dann muss man auch mit Reaktionen wie meiner leben.


    Vielleicht hatte Jauch DAMALS Glück, aber er ist nicht beliebig austauschbar. Wie kann man nur so einen Nonsens schreiben ohne diese Aussage zu belegen?! Na wo sind denn die Beispiele anderer Moderationen die es genau so gut könnten?! So was gehört zu einer Behauptung dazu. sonst : Laberbacke
    und wer ist eigentlich "jeder"? du oder was? du riechst nach Neid.


    und wieder falsch. bis 500 € (also weder 100 noch Runde 3)  sind es 4 "Scherzfragen" um eben die 500 € Hürde zu packen. Früher war es mal eine oder zwei. Aber es sind oft Personen daran gescheitert. Also ist es doch RTLs eigene Sache sicherzustellen, dass alle Kandidaten zu 99,5% die ersten 4 Fragen packen! Wo ist das Problem? -  nur Ihres, richtig
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 03.09.2019, 07.46 Uhr:
    Paula TracyHabe gestern ca. eine halbe Stunde insgesamt geguckt. Diese Stimme aus dem Off und die absolute Fokussierung auf den Moderator war einfach nur peinlich. Hin und wieder gucke ich ja auch mal rein, aber meistens schalte ich schon nach der dritten Runde wieder ab. Diese Wortspielereien ... Auch da fällt mir nur "peinlich" ein. Eine Scherzfrage ist ja ganz nett, aber bis zu den 1000 Euro sind es ja fast nur blöde Wörtspiele.

    RTL macht aber hinsichtlich der Bewerbung der Sendung alles richtig. Crosswerbung in anderen Sendungen, das ständige Jauch-auf-den-Quizgott-Sockel-stellen, ihn als "Lieblingsschwiegersohn" zu bezeichnen (mittlerweile eher "Lieblingsonkel") und die Promi-Specials in Szene setzen ...

    Günther Jauch hat Glück gehabt mit der Sendung, denn die könnte eigentlich jeder moderieren. Ich glaube nicht, dass es an ihm liegt, dass es die Sendung noch immer gibt und so beliebt ist. "Wir" mögen einfach Quiz. Allerdings schwächelt auch das Konzept mittlerweile, anders kann man sich die unsinnigen Specials aus den letzten Jahren ja nicht mehr erklären.