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1855

Wer wird Millionär?

D, 1999–

Wer wird Millionär?
RTL/Stefan Gregorowius
Serienticker
  • Platz 1371855 Fans
  • Serienwertung4 5693 4.32von 57 Stimmeneigene: –

Serieninfos & News

Quiz
Bis zu einer Million Euro können die Kandidaten in Günther Jauchs Quiz-Dauerbrenner gewinnen. Mit einer Auswahlrunde, in der vier Antwortteile schnellstmöglich in eine bestimmte Reihenfolge gebracht werden müssen, wird jeweils ermittelt, wer mitspielen darf.
Der Weg zur Million besteht aus 15 Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten. Mit jeder Frage steigen der zu gewinnende Geldbetrag und der Schwierigkeitsgrad. Durch den Einsatz diverser Joker können Unsicherheiten ausgeglichen werden. Sind die Joker verbraucht, ist man auf sich allein gestellt. Wird eine Frage falsch beantwortet, erhält der Kandidat den Geldbetrag der zu Beginn festgelegten Sicherheitsstufe - falls er eine von beiden erreicht hat.
Ein vorzeitiges Aussteigen ist jedoch immer möglich.
Bis 2012 haben zehn Kandidaten die finale Millionenfrage richtig beantwortet, drei davon waren Prominente in Prominenten-Specials.
Daten
Deutsche TV-PremiereFr, 03.09.1999 (RTL)
Originalsprache:Deutsch
siehe auch Die Millionenshow (A, 2000)
siehe auch Wer wird Millionär? (CH, 2000)
siehe auch Seid umschlungen, Millionen (D, 2002)
Adaption von Who Wants to Be a Millionaire (GB, 1998)
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
Fernsehlexikon
RTL
Überaus erfolgreiche einstündige Quizshow mit Günther Jauch, in der Kandidaten Millionäre werden können.
Moderator Günther Jauch stellt Wissensfragen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Zunächst wird aus zehn potenziellen Mitspielern ein Kandidat ermittelt, indem Jauch die Aufgabe stellt, vier Begriffe in die richtige Reihenfolge zu bringen. Wer das am schnellsten schafft, ist dabei. Er spielt nun allein und sitzt Jauch gegenüber in der Mitte der Studio-Arena, beide haben je einen Bildschirm vor sich.
15 Fragen trennen den Kandidaten von der Million. Die zugeordneten Gewinnbeträge sind für die ersten fünf Fragen wie folgt gestaffelt: 50 - 100 - 200 - 300 - 500 €, verdoppeln sich dann bis 64 000 € für Frage 12 und steigern sich danach auf 125 000, dann auf 500 000 und schließlich 1 Million €. (Bis Ende 2001 hatte das Quiz bei 100 DM begonnen, sich im gleichen Rhythmus gesteigert und zusätzlich eine 250 000-DM-Stufe beinhaltet, die mit der Währungsumstellung gestrichen wurde, damit der Hauptgewinn weiterhin bei einer Million lag.) Der Kandidat kann pro Frage aus vier Antwortmöglichkeiten wählen. Ein Zeitlimit gibt es nicht. Drei Joker stehen ihm zur Verfügung: Er kann einen Bekannten anrufen, das Studiopublikum abstimmen lassen und zwei falsche Antworten wegfallen lassen. Es dürfen auch zwei oder alle drei Joker für eine einzige Frage eingesetzt werden.
Wer will, kann jederzeit mit dem bis dahin gewonnenen Geld aussteigen, auch nachdem er die nächste Frage bereits kennt und es daher vorzieht zu passen. Nur wer eine falsche Antwort gibt, fliegt raus und verliert einen Teil des Geldes. Wer fünf Fragen geschafft hat, darf die erspielten 500 € auf jeden Fall behalten, wer zehn Fragen geschafft hat, nimmt 16 000 € mit nach Hause. Wer alle 15 Fragen richtig beantwortet, ist Millionär. Hat ein Kandidat zu Ende gespielt, wird aus den verbliebenen potenziellen Mitspielern ein neuer ermittelt. Ist die Sendezeit um (was eine laute Hupe signalisiert), aber ein Kandidat noch im Spiel, macht er in der nächsten Sendung weiter.
Wer wird Millionär? war in jeder Hinsicht eine Sensation. Zunächst mal war es ein Quiz, und das Quiz hatte doch (zumindest im Hauptabendprogramm) seit vielen, vielen Jahren ausgedient. Und dann brach es auch noch alle bekannten Regeln: Es gab keine Zeitbegrenzung! Und die Kandidaten konnten tatsächlich noch aussteigen, wenn sie schon sahen, dass sie von der nächsten Frage keine Ahnung hatten!
Die ersten fünf Fragen waren im Prinzip Scherzfragen: "Ich wollt' ich wär' ein ...? A: Hund, B: Huhn, C: Hummer, D: Huflattich" (richtig: Huhn); "Wie heißt laut einem Märchen der Brüder Grimm die Schwester von Schneeweißchen? A: Fliederlila, B: Maisgelb, C: Rosenrot, D: Kornblumenblau" (richtig: Rosenrot). Bei den härteren Nüssen konnte es höchst unterhaltsam sein, wie sich Kandidaten minutenlang wanden und nicht auf eine Antwort festlegen wollten, während Jauch mit Pokerface oder Grimassen versuchte, sie aufs Glatteis oder die richtige Fährte zu führen, was man leider an seinem Gesicht nicht unterscheiden konnte (Jauch selbst wusste die richtige Lösung allenfalls aus eigenem Vorwissen. Sein Bildschirm zeigte die korrekte Lösung erst, wenn der Kandidat sich festgelegt hatte).
RTL sendete die erste Staffel im Herbst 1999 an vier aufeinanderfolgenden Tagen. Die Einschaltquote steigerte sich innerhalb dieses Zeitraums auf sieben Millionen Zuschauer. Neue Staffeln im Winter, Frühjahr und Sommer 2000 bestanden bereits aus zehn bis 14 Folgen, die jeweils innerhalb von zwei Wochen zur Primetime liefen. Die Quote stieg weiter, und die Show erreichte jetzt bis zu zwölf Millionen Zuschauer. Ab Oktober 2000 änderte RTL den Senderhythmus und ließ Jauch seitdem regelmäßig jeden Freitag, Samstag und Montag um 20.15 Uhr Fragen stellen. Die Zuschauerzahl pendelte sich bei regelmäßig zwölf Millionen ein und machte die Sendung zur TV-Sensation des Jahres 2000. Die drei wöchentlichen Ausgaben belegten in der Hitliste aller Sendungen meistens die ersten drei Plätze. Es gab kaum eine Zeitschrift, die Jauchs Show nicht irgendwann zum Titelthema erhob.
Inspiriert vom großen Erfolg wurden bald wieder auf vielen Kanälen Wissensfragen gestellt. Die Kopien hießen u. a. Die Quiz Show, Die Chance Deines Lebens, Das Millionenquiz (alle Sat.1) und CA$H - Das Eine Million Mark Quiz (ZDF). Keine der Shows erreichte auch nur annähernd die Faszination, den Erfolg oder die Lebensdauer des Originals. Auch dessen Quoten ließen zwar im Lauf der Zeit nach, doch selbst im sechsten Jahr - bei unverändertem Ausstrahlungsrhythmus und rund 100 Sendungen pro Jahr - schauten noch immer regelmäßig acht Millionen Menschen zu.
Im Oktober 2000 wurde Wer wird Millionär? mit dem Deutschen Fernsehpreis für die beste Unterhaltungssendung ausgezeichnet. Ende November 2000 stellten sich in einem Special erstmals Prominente den Fragen, der erspielte Gewinn kam dem RTL-Spendenmarathon zugute (das Promi-Special wurde nun ein halbjährlicher Standard und erreichte noch höhere Zuschauerzahlen als die regulären Ausgaben). Zwei Tage später wurde die Frage Wer wird Millionär? endlich beantwortet: Millionär wurde Prof. Eckhard Freise aus Münster, der nach mehr als einem Jahr als erster Kandidat die Höchstsumme gewann. Er beantwortete zum Schluss die Frage: "Mit wem stand Edmund Hillary 1953 auf dem Gipfel des Mount Everest? A: Nasreddin Hodscha, B: Nursay Pimsorn, C: Tenzing Norgay, D: Abrindranath Singh". Die richtige Antwort war C. Die "Bild"-Zeitung hatte den meisten Zuschauern jedoch zuvor den Spaß verdorben, weil sie schon morgens vor Ausstrahlung der Aufzeichnung den Millionär mitsamt Frage und Antwort verriet.
Die arbeitslose Hausfrau Marlene Grabherr aus Gottmadingen war im Mai 2001 die zweite Millionengewinnerin, weil sie die Antwort auf diese Frage richtig tippte: "Welche beiden Gibb-Brüder der Popband The Bee Gees sind Zwillinge? A: Robin und Barry, B: Maurice und Robin, C: Barry und Maurice, D: Andy und Robin". Richtig: B. Bis dahin hatte sie risikofreudig und glücklich mehrfach korrekt geraten. Es dauerte 17 Monate bis zum nächsten Durchmarsch. Der Student Gerhard Krammer aus Ensdorf wurde mit der richtigen Antwort auf die Frage "Welcher berühmte Schriftsteller erbaute als diplomierter Architekt ein Freibad in Zürich?" (Max Frisch) der erste Euro-Millionär, und die Assistenzärztin Maria Wienströer im März 2004 die erste Euro-Millionärin, weil sie beantwortete, wer 1954 den Chemie- und 1962 den Friedensnobelpreis bekam (Linus Pauling).
In England und den USA hieß die auch dort überaus erfolgreiche Show "Who Wants To Be A Millionaire?". Der Engländer David Briggs hatte 1996 die Idee zur Sendung entwickelt und später damit einen Überraschungserfolg in Großbritannien gelandet, wo er zuvor bei mehreren Sendern mit dem Konzept abgeblitzt war. Er schrieb allen ausstrahlenden Sendern Ablauf, Deko, Licht und Musik bis ins Detail vor, weshalb die Show weltweit genau gleich aussah. Ende des Jahres 2000 war sie bereits in 81 Länder verkauft. In kaum einem war sie annähernd so erfolgreich wie in Deutschland, wo sie in Günther Jauch den perfekten Moderator fand.
Das Fernsehlexikon*, Stand: 2005
Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum

  • Joachim Franz schrieb am 25.05.2026, 18.08 Uhr:
    Wie oft hören wir von Kandidaten, dass sie sich ewig lang, 20 Jahre und mehr, beworben haben, um endlich mal dabei zu sein. Und dann gibt es in Deutschland eine Familie, bei der haben schon zwei Brüder 32.000 und 64.000 Euro gewonnen. Aber da stellte RTL fest, da gibt ja nur noch einen dritten Bruder, der noch nicht dabei war und was gewonnen hat. Das gilt es zu ändern.
    Da gibt es im April eine Sendung, da sitzen zufällig alle diese drei Brüder nebeneinander im Publikum. Da wird dann zufällig einer der Brüder von Jauch interviewt, und Jauch wird erzählt, dass der älteste Bruder Johannes ja so beleidigt sei, dass seine jüngeren Brüder bei WWM was gewonnen hätten und er noch nicht. Und das trifft Jauch tief in der Seele, dass er beschließt den ältesten Bruder Johannes Groß zur nächsten Sendung an Pfingsten einzuladen, dass er nicht mehr unter dem Gewinn seiner jüngeren Brüder leidet. 
    Und so sehen wir wie Bruder Johannes Groß 125.000 Euro erspielt. Die ganze Familie hat schon über 200.000€ erspielt. Aber man muss sehen, Johannes Groß ist ja auch nur Lehrer und da verdient man nicht so viel. Gut, dass man da von RTL mit Geld zugeschissen wird.
    • Peter123 schrieb am 26.05.2026, 16.52 Uhr:
      Ja das ist ein Witz, aber die haben noch 2 Brüder...die MÜSSEN auch rankommen!
      Zumindest mußte er sich qualifizieren und kam nicht einfach so an den Tisch, wobei die 3 Älteren Kandidaten waren nicht schwer zu schlagen!
  • Christian 0210 schrieb am 25.05.2026, 08.17 Uhr:
    Haben Sie nach dem vierten Kandidaten, der 125.000 Euro gewonnen hat, noch zwei weitere Kandidaten reingesetzt, nachdem zwei auf 1000 Euro runtergefallen sind?
    • User 1915811-w schrieb am 25.05.2026, 13.54 Uhr:
      Ich schau das schon lange nicht mehr, denn die Werbung und das Gequatsche mit den Kandidaten werden immer länger. Und selbst Kandidaten, die in ihrer  (richtigen)  Antwort schon sicher scheinen, versucht Jauch dann immer noch, sie in einen Joker reinzuquatschen.
      Ich glaube, selbst ein oberschlauer Normalo hat hier gar keine Chance, Kandidat zu werden, wenn er keine besondere Lebensgeschichte vorweisen kann. 👎
    • Peter123 schrieb am 26.05.2026, 16.53 Uhr:
      Glaube sitzen immer 6 Kandidaten da, 3 Links 3 Rechts!
    • User 1915811-w schrieb am 27.05.2026, 10.31 Uhr:
      Ist aber ein interessanter Gedanke. Was machen die, wenn die Kandidaten mit wenig Geld alle schneller fertig sind als gedacht? Dann müssten ja noch welche nachrücken, sondern sonst sitzt Jauch  für den Rest der Sendung alleine da 😅.
    • Peter123 schrieb am 27.05.2026, 14.38 Uhr:
      Glaube gibt Ersatzkandidaten, aber pauschal kann man sagen meistens ist ein alter Kandidatn da und das dann 6 Kandidaten "schnell" ausscheiden ist unwahrscheinlich...notfalls stellen sie die "schweren Fragen" aus beim letzten!
      So lange geht die Sendung ja ohne Werbung auch nicht! ;-)
  • Flx1955 schrieb am 25.05.2026, 00.32 Uhr:
    Die Antwort auf die Frage nach den östlichen Provinzen, in denen 60% der Bevölkerung leben, halte ich für grenzwertig. Die östlichen Provinzen sind die "Maritime Provinces", in denen weit weniger Menschen wohnen. Ontario und Quebec liegen zwar östlich der geografischen Mitte von Canada, aber es gibt sowohl östlich als auch westlich noch je vier weitere Provinzen. Ich hätte als Kandidat protestiert.
    • User 1915811-w schrieb am 25.05.2026, 13.57 Uhr:
      Meld dich doch mal an 👍
    • Joachim Franz schrieb am 25.05.2026, 17.32 Uhr:
      Ich finde die Frage nach den "östlichen Provinzen" auch schwammig. Da stellt sich die Frage, was gilt als "östlich". Offensichtlich ging es bei Kanada nicht um die "Maritime Provinves", die an der Ostküste (Atlantik) liegen. Sondern da wurde durch Kanada in der Mitte Richtung Nord-Süd eine Grenze gezogen und alles östlich (rechts) gilt als "östliche Provinz". 
      Das wäre doch auf Deutschland übertragen auch Quatsch. Da wird zwischen westlichen und östlichen Bundesländer unterschieden. Und das politisch und eben nicht geographisch. Wenn ich da durch die Mitte Deutschlands in Nord-Süd-Richtung eine Grenze ziehe und Deutschland in West und Ost Teile, dann läge Bayern größtenteils im Osten. Aber niemand würde Bayern als östliches Bundesland bezeichnen. 
      Die Frage war deshalb einfach nicht eindeutig.
    • User 1915811-w schrieb am 27.05.2026, 10.37 Uhr:
      Ich find es interessant, dass grosse und selbstbewusste  "Geister" manchmal zwar wissen, wer vor 1000 Jahren mal was mit wem hatte ...aber an ganz einfachen Alltagsdingen scheitern 😅