Registrierung zur E-Mail-Benachrichtigung
Anmeldung zur kostenlosen TV-Termin-Benachrichtigung für
- E-Mail-Adresse
- Für eine vollständige und rechtzeitige Benachrichtigung übernehmen wir keine Garantie.
- Fragen & Antworten
Der Untertan
DDR, 1951
- Platz 7350
72 Fans - Wertung4 134644.33Stimmen: 3eigene: -
Filminfos
In die Ära des wilhelminischen deutschen Kaiserreiches hineingeboren und aufgewachsen in einem strengen Elternhaus, wird der Fabrikantensohn Diederich Heßling zur Inkarnation des deutschen Untertanen schlechthin: Nach oben wird gebuckelt, nach unten getreten. Ausgestattet mit dieser Lebensmaxime, macht der glühende Kaiserverehrer steile Karriere. Um 1870 wird Diederich Heßling (Werner Peters) als Sohn eines Papierfabrikanten im Provinzstädtchen Netzig geboren.
Diederich ist ein weiches Kind, das schon in früher Kindheit jene nicht fassbare Erscheinung verspürt, die ihn furchtsam doch zugleich wohlig erschüttern lässt: die Macht. In der Schule sind es die Lehrer, was zu Hause die Eltern: Gestalt gewordene Autorität. Aber schon erkennt Diederich, dass die Macht denen, die ihr dienen, das Recht gibt, nach unten weiterzutreten. So formt sich sein Charakter.
In der Schule wird er zum Lehrerspitzel, an der Uni ein schneidiger Korpsstudent. Er vergöttert den Kaiser, denn er ist die höchste Macht. Diesem will Heßling fortan als untertänigster Diener und furchtbarster Rächer dienen. Mit einem Schnurrbart á la Wilhelm kehrt er nach Netzig zurück, um die Fabrik seines verstorbenen Erzeugers zu übernehmen. Er wird zum Herold der reaktionären Sache in seiner Heimatstadt und macht dabei seine zweite Entdeckung: der Macht zu dienen und dabei selbst zu verdienen.
Dank seines Förderers von Wulkow (Paul Esser) hagelt es Aufträge - als Krönung das Klopapier "Weltmacht" mit sinnigen deutschen Sprüchen. Auf dieser Höhe seines Lebens heiratet Heßling die millionenschwere Guste Daimchen (Renate Fischer). Auf der standesgemäßen Hochzeitsreise erlebt er den Glanzpunkt seines Untertanendaseins: Aug' in Aug' steht er seinem Kaiser gegenüber. Wieder nach Hause zurückgekehrt, setzt er den Bau eines Kaiserdenkmals durch: Zur Einweihung darf Heßling die Festrede halten, doch ein Gewittersturm vertreibt die Gästeschar - Heßling steht allein da.
Wolfgang Staudte gelang mit dieser Verfilmung von Heinrich Manns satirischem gleichnamigen Roman seine künstlerisch überzeugendste Regiearbeit. Es ist eine brillante Studie des deutschen Untertanengeistes, seiner duckmäuserischen Feigheit ebenso wie des dummdreisten Hochmuts. Staudte erreichte das durch geschickte Handlungsstraffung, die Verwendung des Mannschen Textes auch als ironischen Kommentar sowie eine symbolträchtige Kameraführung, die das realistische Detail ins Gleichnishafte hebt. Der Film war eine Hommage der DEFA an den im Exil lebenden Heinrich Mann, der die Gründung der DDR empathisch begrüßt hatte. Er wollte in die DDR übersiedeln, wo er 1949 zum ersten Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste berufen und mit dem DDR-Nationalpreis geehrt wurde. Doch sein Tod verhinderte die Rückkehr. Er starb am 12. März 1950 im kalifornischen Santa Monica im Alter von knapp 79 Jahren. Elf Jahre später wurde aber seine Urne feierlich auf dem Ostberliner Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt. Die Wertschätzung in der DDR führte lange Zeit zu einer Ächtung Heinrich Manns im Westen. Auch Staudtes Verfilmung von "Der Untertan" erlitt ein ähnliches Schicksal. Erst 1957 kam der Film, um elf Minuten gekürzt und mit einem relativierenden Vorspanntext, in die westdeutschen Kinos. Die Originalfassung wurde erst Jahre später vom Fernsehen uraufgeführt.
Diederich ist ein weiches Kind, das schon in früher Kindheit jene nicht fassbare Erscheinung verspürt, die ihn furchtsam doch zugleich wohlig erschüttern lässt: die Macht. In der Schule sind es die Lehrer, was zu Hause die Eltern: Gestalt gewordene Autorität. Aber schon erkennt Diederich, dass die Macht denen, die ihr dienen, das Recht gibt, nach unten weiterzutreten. So formt sich sein Charakter.
In der Schule wird er zum Lehrerspitzel, an der Uni ein schneidiger Korpsstudent. Er vergöttert den Kaiser, denn er ist die höchste Macht. Diesem will Heßling fortan als untertänigster Diener und furchtbarster Rächer dienen. Mit einem Schnurrbart á la Wilhelm kehrt er nach Netzig zurück, um die Fabrik seines verstorbenen Erzeugers zu übernehmen. Er wird zum Herold der reaktionären Sache in seiner Heimatstadt und macht dabei seine zweite Entdeckung: der Macht zu dienen und dabei selbst zu verdienen.
Dank seines Förderers von Wulkow (Paul Esser) hagelt es Aufträge - als Krönung das Klopapier "Weltmacht" mit sinnigen deutschen Sprüchen. Auf dieser Höhe seines Lebens heiratet Heßling die millionenschwere Guste Daimchen (Renate Fischer). Auf der standesgemäßen Hochzeitsreise erlebt er den Glanzpunkt seines Untertanendaseins: Aug' in Aug' steht er seinem Kaiser gegenüber. Wieder nach Hause zurückgekehrt, setzt er den Bau eines Kaiserdenkmals durch: Zur Einweihung darf Heßling die Festrede halten, doch ein Gewittersturm vertreibt die Gästeschar - Heßling steht allein da.
Wolfgang Staudte gelang mit dieser Verfilmung von Heinrich Manns satirischem gleichnamigen Roman seine künstlerisch überzeugendste Regiearbeit. Es ist eine brillante Studie des deutschen Untertanengeistes, seiner duckmäuserischen Feigheit ebenso wie des dummdreisten Hochmuts. Staudte erreichte das durch geschickte Handlungsstraffung, die Verwendung des Mannschen Textes auch als ironischen Kommentar sowie eine symbolträchtige Kameraführung, die das realistische Detail ins Gleichnishafte hebt. Der Film war eine Hommage der DEFA an den im Exil lebenden Heinrich Mann, der die Gründung der DDR empathisch begrüßt hatte. Er wollte in die DDR übersiedeln, wo er 1949 zum ersten Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste berufen und mit dem DDR-Nationalpreis geehrt wurde. Doch sein Tod verhinderte die Rückkehr. Er starb am 12. März 1950 im kalifornischen Santa Monica im Alter von knapp 79 Jahren. Elf Jahre später wurde aber seine Urne feierlich auf dem Ostberliner Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt. Die Wertschätzung in der DDR führte lange Zeit zu einer Ächtung Heinrich Manns im Westen. Auch Staudtes Verfilmung von "Der Untertan" erlitt ein ähnliches Schicksal. Erst 1957 kam der Film, um elf Minuten gekürzt und mit einem relativierenden Vorspanntext, in die westdeutschen Kinos. Die Originalfassung wurde erst Jahre später vom Fernsehen uraufgeführt.
(mdr)
Daten
Länge: ca. 109 min.
| Original-Kinostart | Fr, 31.08.1951 (DDR) |
| Deutscher Kinostart | Fr, 08.03.1957 |
FSK 12
| Originalsprache: | Deutsch |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
![Werner Peters]()
![Paul Esser]()
![Erich Nadler]()
![Sabine Thalbach]()
![Friedrich Maurer]()
![Eduard von Winterstein]()
![Friedrich Gnaß]()
![Fritz Staudte]()
![Wolfgang Heise]()
![Axel Triebel]()
![Hannsgeorg Laubenthal]()
![Wolfgang Kühne]()
![Arthur Schröder]()
![Paul Mederow]()
![Friedrich Richter]()
![Heinz Keuneke]()
![Richard Landeck]()
![Ernst Wehlau]()
![Kurt-Otto Fritsch]()
![Renate FISCHER]()
![Ernst Legal]()
![Raimund Schelcher]()
![Blandine Ebinger]()
![Carola Braunbock]()
![Emmy Burg]()
![Gertrud Bergmann]()
![Antje Ruge]()
![Friedel Nowak]()
![Viola Recklies]()
![Oskar Höcker]()
- Regie: Wolfgang Staudte
- Drehbuch: Fritz Staudte, Wolfgang Staudte
- Produktion: Fritz Brix, William Neugebauer, Willi Teichmann
- Produktionsauftrag: ARD, rbb
- Produktionsfirma: DEFA
- Musik: Horst Hans Sieber
- Kamera: Robert Baberske
- Schnitt: Johanna Rosinski
- Maske: Willy Roloff, Alois Strasser
- Kostüme: Walter Schulze-Mittendorff
- Regieassistenz: Hanna Bark, Werner Reinhold
- Ton: Erich Schmidt
im Fernsehen
In Kürze:
Keine TV-Termine in den nächsten Wochen.
Ich möchte vor dem nächsten TV-Termin kostenlos per E-Mail benachrichtigt werden:
Die Top 3 der Untertan-Fans
DVDs, Blu-ray-Discs, Bücher
DVDs/Blu-ray-Discs
Soundtracks, Bücher und mehr...
* Transparenzhinweis: Für gekennzeichnete Links erhalten wir Provisionen im Rahmen eines Affiliate-Partnerprogramms. Das bedeutet keine Mehrkosten für Käufer, unterstützt uns aber bei der Finanzierung dieser Website.
Alle Preisangaben ohne Gewähr, Preise ggf. plus Porto & Versandkosten.
Preisstand: 16.03.2026 03:00 GMT+1 (Mehr Informationen)
Bestimmte Inhalte, die auf dieser Website angezeigt werden, stammen von Amazon. Diese Inhalte werden "wie besehen" bereitgestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.
Links
Externe Websites
Wikipedia: Der Untertan
Wikipedia: Der Untertan
IMDb (Internet Movie Database)
Rotten Tomatoes
themoviedb
I InhaltsangabeB BilderA Audio/MusikV VideosF ForumN Blog/News
Kommentare, Erinnerungen und Forum
"Der Untertan"-Fans mögen auch
Meistgelesene TV-News
- Quoten: "Einfach Elli" startet erfolgreich, aber "Bozen-Krimi" holt ungefährdeten Gesamtsieg
- Quoten: Neue Stefan-Raab-Show startet erfolgreich bei RTL
- "Virgin River": Schlechte Neuigkeiten für Spin-off und Nachwehen der neuen Staffel
- "Vanished - Vertraust du ihm": "The Big Bang Theory"-Star Kaley Cuoco trifft in mauem Vermisstenthriller auf Matthias Schweighöfer
- "Wer weiß wie wann was war?" mit Raab & Schöneberger: Diese prominenten Gäste sind in der neuen RTL-Show dabei
Neueste Meldungen
"Doctor Who": Zwei klassische Folgen mit dem ersten Doctor wiederentdeckt
"Dr. Nice" erlebt Weihnachtswunder: Special für ZDF-Reihe mit Patrick Kalupa
"Something Very Bad Is Going to Happen": Trailer zur neuen Netflix-Horrorserie von "Stranger Things"-Machern
"Firefly": Beliebter Sci-Fi-Western steht vor Wiederbelebung
Die Vorschau - Unser neuer Podcast

Mario präsentiert die besten Serienstarts der kommenden Woche.
Newsletter
Abonniere unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter mit allen TV- und Streamingstarts der Woche.























