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Neuauflage der RTL-Comedyshow wirkt aus der Zeit gefallen
Guido Cantz (M.) mit den Gästen der ersten Ausgabe
RTL/Steffen Z. Wolff/Brainpool
TV-Kritik/Review: "7 Tage, 7 Köpfe"-Comeback: Nicht alles, was retro ist, ist gut/RTL/Steffen Z. Wolff/Brainpool

Mit der TV-Nostalgie ist das so eine Sache. Schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten täuschen manchmal über die tatsächliche Qualität einer Sendung von früher hinweg. Wenn es sich dann auch noch um Humor handelt, kommt neben dem persönlichen Geschmack häufig auch noch der Zeitgeist hinzu, der eine Comedyshow nur in einem bestimmten zeitlichen Abschnitt funktionieren ließ. Vermutlich hat schon jeder einmal die Erfahrung gemacht, dass eine Lieblingssendung von damals bei nochmaliger Betrachtung rund 20 Jahre später nicht mehr die gleiche Begeisterung auslöst. Umso risikobehafteter ist das Wagnis von RTL, im Zuge der aktuellen Retrowelle ausgerechnet die Show  "7 Tage, 7 Köpfe" neu aufzulegen. Nach einer äußerst kurzfristigen Ankündigung lief am späten Donnerstagabend, 3. Februar nun die erste Ausgabe - mit sechs neuen Köpfen und einem altbekannten Gesicht. Kann das funktionieren?

Guido Cantz, der noch bis Ende 2021 Moderator von  "Verstehen Sie Spaß?" war, führt als neuer Gastgeber durch die Sendung und sitzt wie einst Jochen Busse an einem Pult in der Mitte eines in blau-orangen Tönen gehaltenen Studios. Aufbau und Konzept vermitteln trotzdem direkt Wiedererkennungswert. Links und rechts nehmen an zwei weiteren Pulten jeweils drei Comedians Platz, je zwei Männer und eine Frau in der Mitte. In der Premierenfolge sind dies "7T7K"-Veteran Bernd Stelter, Mirja Boes und Chris Tall sowie Kaya Yanar, Larissa Rieß und Torsten Sträter.

An dieser Besetzung fällt auf, dass bis auf Bernd Stelter kein Teilnehmer einen Bezug zur Ursprungssendung hat. Chris Tall, Larissa Rieß und Torsten Sträter waren in der Zeit zwischen 1996 und 2005, als  "7 Tage, 7 Köpfe" lief, noch gar nicht bekannt. Mirja Boes und Kaya Yanar waren zwar Anfang der 2000er bereits in der Comedybranche aktiv, gehörten allerdings nicht zur "7T7K"-Familie, genauso wenig wie Guido Cantz, der nie in der Originalsendung zu Gast war, aber das Konzept so beschreibt: Da sitzen sieben lustige Leute, die die letzte Woche humorig aufbereiten und die Zuschauer sollen sich Zuhause zurücklehnen und einfach nur Spaß haben. Das ist zumindest das erklärte Ziel.

Guido Cantz
Guido Cantz RTL/Steffen Z. Wolff/Brainpool

Noch vor dem Vorspann reicht Bernd Stelter Guido Cantz einen alten Verriss, der im Jahr 1996 nach dem Start der Muttersendung in einer Zeitung abgedruckt wurde. Das klingt so, als könnten wir nahtlos daran anknüpfen, scherzt Cantz - und er sollte mehr Recht behalten, als so manchen lieb ist. Er begrüßt die Zuschauer zwar nicht in seiner bekannt liebenswürdigen Art, aber zu Deutschlands lustigstem Wochenrückblick. In Zeiten der Corona-Pandemie stellt es natürlich eine zusätzliche Herausforderung dar, zu den vorwiegend tristen Ereignissen der Woche einen humorvollen Zugang zu finden.

Zu Beginn geht es um das Geschehen des aktuellen RTL-Flaggschiffs  "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!", wobei nein: Eigentlich werden fast nur abgestandene Witze über das Aussehen von Teilnehmer Harald Glööckler gemacht. Guido Cantz fungiert danach als Stichwortgeber für Themen wie die Olympischen Winterspiele in Peking oder artgerechte Tierhaltung - und auch das Thema Corona wird nicht ausgespart. Die Comedians spielen sich gegenseitig die Bälle zu und geben Pointen zum Besten, die mal mehr, mal weniger gelungen, aber vor allem eines nicht sind: spontan.

Das neue "7 Tage, 7 Köpfe"-Studio
Das neue "7 Tage, 7 Köpfe"-Studio RTL/Steffen Z. Wolff/Brainpoo

Und das ist der Punkt, weshalb es diese Sendung im Jahr 2022 schwer hat. Schon damals wirkte das einstudierte Vortragen und teilweise sogar sichtbare Ablesen der Gags altbacken, doch Showerfinder Rudi Carrell bestand darauf, vorher alles abzusprechen und trennte sich sogar nach einer Staffel von Karl Dall als Stamm-Mitglied, weil der ihm zu spontan war und sich nicht an die Gag-Absprachen hielt. Nach dem Aus der Sendung im Jahr 2005 gewöhnten sich die Zuschauer an modernere Formate wie  "Genial daneben" oder  "Schillerstraße", die das exakte Gegenteil boten und auf Impro-Comedy setzten.

Im Vergleich dazu wirkt auch die Neuauflage von "7 Tage, 7 Köpfe" behäbig und aus der Zeit gefallen. Es ist schon erstaunlich, wie passgenau das tiefe Kalauerniveau von damals wieder aufgegriffen wird - und erneut haben die Komiker vor sich die Zettel liegen, von denen sie die Gags ablesen. Unschön sind zudem die hörbar nachträglich eingefügten Fake-Publikumslacher und die harten Schnitte in der Sendung, deren Aufzeichnung scheinbar viel länger ging als die endgültige Schnittfassung. Lichtblick ist - wie so oft - Torsten Sträter, der die Sendung mit seinen Monologen bereichert und sie ein paar Minuten lang über das Schenkelklopfer-Level hebt.

Torsten Sträter
Torsten Sträter RTL/Steffen Z. Wolff/Brainpoo

Etwas, das bei der ersten Sendung zwar nicht ins Gewicht fällt, aber für die Zukunft eine Rolle spielen könnte, ist die Entscheidung von RTL, auf ein Stammpanel zu verzichten. Ein elementarer Unterschied zur Ursprungsfassung, die aus sechs festen Komikern - Jochen Busse, Mike Krüger, Bernd Stelter, Gaby Köster, Kalle Pohl und Rudi Carrell - und nur einem wöchentlich wechselnden Gast bestand. Stattdessen werden die Köpfe der Neuauflage bis auf Moderator Guido Cantz bunt durchgewechselt und die Stühle wöchentlich mit unterschiedlichen Komikern besetzt - mit dem Ziel, etablierte Künstler mit jungen Newcomern zu vereinen.

Dies ist nicht ungefährlich, denn zu einem wesentlichen Teil lebte das Original von den Running Gags zwischen der Stammbesetzung, die sich zwar in nahezu jeder Folge wiederholten, aber von den Zuschauern auch jedes Mal abgefeiert wurden. Mike Krüger, der von seiner "fürchterlichen Kindheit" erzählte, wurde wegen seiner großen Nase gehänselt, Rudi Carrell wegen seines Hörgeräts, Kalle Pohl wegen seiner kleinen Körpergröße und Bernd Stelter wegen seines Gewichts. Kalle Pohl erzählte von seinem Vetter Hein Spack, Gaby Köster von Oma Finchen. Mike Krüger machte sich über Holländer und ihre Wohnwagen lustig und bekam als Rache von Rudi Carrell Wasser über den Kopf gegossen. Das war im Prinzip der Ablauf jeder Ausgabe von "7 Tage, 7 Köpfe". Rückblickend erstaunlich, wie viele Jahre das funktioniert hat, aber man wusste eben, was man bekommt.

Gruppenfoto der ersten Sendung
Gruppenfoto der ersten Sendung RTL/Steffen Z. Wolff/Brainpoo

Mit einer ständig wechselnden Besetzung wird es schwierig, in der Neuauflage eine ähnlich stammtischartige Gruppendynamik zu etablieren - vielleicht ist dies aber auch gar nicht beabsichtigt. Ob einem die Sendung gefällt, wird wohl zu einem großen Teil davon abhängen, ob man mit den jeweiligen Gast-Komikern und deren Humor etwas anfangen kann. Ein Quotenerfolg der ersten Ausgabe, die gezielt im Sandwich zwischen "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" und  "IBES - Die Stunde danach" gezeigt wurde, dürfte sicher sein. Ob die Zuschauer dauerhaft neben der alles überragenden  "heute-show" einen weiteren humorvollen Wochenrückblick brauchen, der nicht subtil, aber dafür umso platter daherkommt, bleibt abzuwarten.

Die weiteren Ausgaben von "7 Tage, 7 Köpfe" sind ab dem 12. Februar samstags um 23.00 Uhr direkt im Anschluss an  "Deutschland sucht den Superstar" zu sehen.


 

Über den Autor

Glenn Riedmeier ist Jahrgang '85 und gehört zu der Generation, die in ihrer Kindheit am Wochenende früh aufgestanden ist, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Die Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben, zusätzlich begeistert er sich für Gameshows wie z.B. "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!". Auch für Realityshows wie den Klassiker "Big Brother" hat er eine Ader, doch am meisten schlägt sein Herz für Comedyformate wie "Die Harald Schmidt Show" und "PussyTerror TV", hält diesbezüglich aber auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten offen. Im Serienbereich begeistern ihn Sitcomklassiker wie "Eine schrecklich nette Familie" und "Roseanne", aber auch schräge Mysteryserien wie "Twin Peaks" und "Orphan Black". Seit Anfang 2013 ist er bei TV Wunschliste vorrangig für den nationalen Bereich zuständig und schreibt News und TV-Kritiken, führt Interviews und veröffentlicht Specials.

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Leserkommentare

  • mark64 schrieb am 13.02.2022, 11.58 Uhr:
    Ich habe mir gestern die 2.Folge dieses mal nur 10 min. angeschaut. Schade das ich 10 min meiner freien Zeit am WE. mit dieser Sendung verplempert habe. Einfach nur grottenschlecht!
  • Christian Schulz schrieb am 07.02.2022, 12.43 Uhr:
    Ich habe das Original geliebt, wenn ich damals Sendungen nicht schauen konnte, wurden sie aufgezeichnet. Auch damals wurden die Gags vorher ausgearbeitet und abgelesen und waren auch oftmals ziemlich platt. Aber das hat mich alles nicht gestört, es war einfach nur gute Unterhaltung.
    Darum verstehe ich auch die Einstellung nicht, dass Dinge, die damals salonfähig waren, nun plötzlich kritisiert werden müssen. Ja, klar ist es wieder gewöhnungsbedürftig, gerade neu und bunt zusammengewürfelte Comedians in diesem Format zu sehen. Und sicher wird es schwer sein, ein Zusammenspiel bzw. ein Zuspiel der Gag-Bälle hinzukriegen, gerade, wenn die Besetzung jede Woche wechseln soll.
    Aber warum geben wir dem Format nicht wieder eine Chance? Warum lassen wir uns nicht einfach darauf ein? Stattdessen wird gleich wieder nur das angeblich Negative ausgebreitet. Es ist halt alles Geschmackssache. Ich werde jedenfalls weiterhin zuschauen, denn auch bei dieser ersten Sendung habe ich mich köstlich amüsiert.
    Ach ja, Herr Riedmeier: wenn Ihr Herz für die "Harald Schmidt-Show" schlagt: da war auch jeder Gag vorher genau angelegt, auf den jeweiligen Gast zugeschnitten. Harald Schmidt hat nichts dem Zufall überlassen. Von daher haben Sie bei Ihrer Kritik einfach mal mit zweierlei Maß gemessen.
  • hendry79 schrieb am 05.02.2022, 21.01 Uhr:
    Also, mir hat die Neuauflage von 7T7K gut gefallen. Sicherlich ist da noch Luft nach oben. Und das Bernd Stelter als einziges Originalmitglied von früher dabei war, hat mich auch gefreut. Ich hoffe, er bleibt als Konstante der Sendung erhalten. Von mir aus können die anderen Comedians ruhig jede Woche wechseln. So bleibt es abwechslungsreich und man schaltet halt nur ein, wenn man mit einigen Comedians etwas anfangen kann. Also, ich bleibe der Sendung (vorerst) treu und bin gespannt, wie sich 7T7K entwickelt.
  • macabros schrieb via tvforen.de am 05.02.2022, 10.29 Uhr:
    Ich fand tatsächlich auch Torsten Sräter das Highlight der Sendung.
    Was mich neben vielem schon hier Gesagtem auchgestört hat, war das für mich empfundene 'Abschreiben uralter Facebookwitze'. Ich habe mindestens 5-6 mal gedacht, dass ich den Gag schon vor zwei Jahren auf Facebook mitgelesen habe. das fand ich schade. Wenn schon geskriptete dann doch bitte was Neues und nicht aus der Resteverwertung. Da erkennt man dann Granaten wie Torsten Sträter, der (vermutlich ? hoffentlich ? offensichtlich ?) seine Gags selber schreibt und damit auch sein Alleinstellungsmerkmal hat gut einbringen können.
    Ich werde erstmal weiter schauen, aber wie ich schon bei der Ankündigung geschrieben hatte, habe ich mich mit 7T7K 2022 ähnlich schwer getan wie mit den 'RTL Top News_ wo Comedians in einem ähnlichen Setting zusammengesetzt wurden.
    Schade, aber schauen wir mal wie sich 7T7K noch entwicklelt.
  • cassiel schrieb am 04.02.2022, 23.36 Uhr:
    Ich habe die Sendung nicht (komplett) gesehen und enthalte mich daher einer Bewertung.
    Grundsätzlich gilt auch für solche Sendungen: Spontanität will gut überlegt sein.
    Das muss nicht steif und altbacken wirken - wenn es eben gut gemacht ist.
    Ein schönes Beispiel ist die legendäre Szene "The Great Herring War" aus "Die Golden Girls", wo sich bis heute das Gerücht im Netz hält, dass die Szene von Betty White improvisiert wurde und die Reaktion von Bea Arthur und Rue McClanahan darauf spontan gewesen seien. Es stand aber alles genau so vorher im Drehbuch. Die Schauspielerinnen haben es nur so aussehen lassen als wäre es improvisiert und spontan und das so überzeugend, dass viele bis heute nicht glauben, dass es eben nicht improvisiert und spontan war. Das ist die perfekte Illusion und das ist es was ein guter Film und gutes TV ausmachen, wenn selbst das "aus der Rolle fallen" geschauspielert ist.
  • Zini1980 schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 21.03 Uhr:
    Die Besetzung des Original, kam auch von der Bühne.
    Busse kam vom Kabarett.
    Köster, Krüger und Stelter hatten schon Jahrzente Bühnenerfahrung hinter sich.
    Carrell ein TV Urgestein
    und Kalle Pohl hab ich 1995 das erste mal wahrgenommen, als Hausmeister Willi in der Comedyshow MANNgold auf TM3, mit der noch unbekannten Cordula Stratmann.
    Und die haben ihre Gags damals auch alle abgelesen.
    Wie schon geschrieben, strahlte Busse noch was "seriöses" aus, was Grinseköter Cantz nicht gelingt und sich mit seiner Art nicht wie sein Vorgänger, von der restlichen Runde abhebt.
  • Sveta schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 18.59 Uhr:
    Leider habe ich das Original nie gesehen, das fiel wohl in meine fernsehlosen Jahre. Aber die gestrige Sendung habe ich gesehen (extra eingeschaltet wegen dem doch großen Wirbel um die Neuauflage) und bin ziemlich enttäuscht. Manches war ja ganz nett, aber das waren ja nun alles professionelle Comediens mit viel Bühnenerfahrung, also keine Anfänger. Also sollten sie doch die Fähigkeit besitzen, auch auswendig gelernte Texte lebendig vorzutragen. Oder wie? Aber das klang so als würde man sie dazu zwingen, die müden Witzchen leiernd vorzulesen. Und dazu gabs dann unpassenden Beifall vom Band - Hallo? Da kann auch ein Sträter nichts mehr retten.
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 15.02.2022, 16.47 Uhr:
    Mr P. schrieb:
    kleinbibo schrieb:
    --------------------------------------------------
    -----
    "Es gibt ein Bier auf Hawaii"
    Keins, Mann, keins!! ;-))

    Oh, da ist wohl das "k" aus dem Text herausgefallen.
  • Mr P. schrieb via tvforen.de am 12.02.2022, 19.02 Uhr:
    kleinbibo schrieb:
    "Es gibt ein Bier auf Hawaii"
    Keins, Mann, keins!! ;-))
    Aber ich stimme in der Sache absolut zu.
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 12.02.2022, 13.57 Uhr:
    Sveta schrieb:
    es nicht. Aber die Instrumentierung klingt
    dermaßen billig, da ist garantiert kein echter
    Musiker, der sein Instrument über Jahre erlernt
    hat, zu hören.

    Früher gab es mal ein Arrangement aber heute kennt das niemand mehr, da wirft man nur noch den Computer an und der gibt sich dann auch keine sonderliche Mühe. Ich habe vor ein paar Tagen "Es gibt ein Bier auf Hawaii" gehört und gestaunt, wie aufwendig das produziert worden ist. Oder wenn man die Nackten Füße nimmt, so ein Bläck-Fööss-Song ist auf der Platte auch mehr als nur ein wenig Gesang und etwas Gitarrenklimpern.
    Früher war halt nicht alles besser aber manches gut! Und einiges davon könnte heute immer noch gut sein, ist es aber nicht mehr.
  • Sveta schrieb via tvforen.de am 08.02.2022, 18.12 Uhr:
    kleinbibo schrieb:
    Sveta schrieb:
    --------------------------------------------------
    -----
    > war ja ganz nett, aber das waren ja nun alles
    > professionelle Comediens mit viel
    > Bühnenerfahrung, also keine Anfänger. Also
    > sollten sie doch die Fähigkeit besitzen, auch
    > auswendig gelernte Texte lebendig vorzutragen.
    > Oder wie?
    Nein, so ist das nicht. Ich habe den Eindruck, in
    den letzten Jahren kommt eine Comediens-Generation
    auf den Markt, die mit den einfachsten
    Anforderungen eines darstellenden Künstlers
    überfordert sind. Die haben extreme Probleme mit
    der Sprechgeschwindigkeit, können nicht vorlesen,
    ... . Ich habe nur keine Erklärung, wie man mit
    so wenig Talent so groß herauskommen kann, dass
    es für eine Tournee vor gut gefüllten Häusern
    reicht.
    Ja, das habe ich mich auch schon manchmal gefragt. Vielleicht sind die Erwartungen gesunken, also es sind mehr Menschen als früher mit weniger Qualität zufrieden. Das stellen wir ja auch in anderen Bereichen fest. Ich habe jetzt schon mehrmals den ARD-Olympiasong gehört, der Stimme nach könnte er von Frau Fischer sein, ich weiß es nicht. Aber die Instrumentierung klingt dermaßen billig, da ist garantiert kein echter Musiker, der sein Instrument über Jahre erlernt hat, zu hören. Aber die Leute werden es lieben denke ich, also alle ohne mich und ein paar Musikfreaks. Aber so ist das eben in vielen Bereichen, hier wird ja auch über schlechter werdende Qualität in den Mediatheken geklagt - das hängt alles zusammen, da ist ein Plan zu erkennen sage ich euch: Der Triumph des Billigen!
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 08.02.2022, 16.27 Uhr:
    Sveta schrieb:
    war ja ganz nett, aber das waren ja nun alles
    professionelle Comediens mit viel
    Bühnenerfahrung, also keine Anfänger. Also
    sollten sie doch die Fähigkeit besitzen, auch
    auswendig gelernte Texte lebendig vorzutragen.
    Oder wie?

    Nein, so ist das nicht. Ich habe den Eindruck, in den letzten Jahren kommt eine Comediens-Generation auf den Markt, die mit den einfachsten Anforderungen eines darstellenden Künstlers überfordert sind. Die haben extreme Probleme mit der Sprechgeschwindigkeit, können nicht vorlesen, ... . Ich habe nur keine Erklärung, wie man mit so wenig Talent so groß herauskommen kann, dass es für eine Tournee vor gut gefüllten Häusern reicht.
  • HolgerVomMond schrieb am 04.02.2022, 18.54 Uhr:
    Als großer Anhänger der damaligen Show hatte ich mich sehr über die Ankündigung der Neuauflage gefreut – und wurde überhaupt nicht enttäuscht. Herrlich die ganzen Sprüche ohne political correctness. Da wäre meiner Meinung nach auch noch mehr drin gewesen. Wer sich selber völlig verunstaltet, muss auch den Spott ertragen. Das hat mit Lustigmachen über Äußerlichkeiten (siehe manche Twitter-Kommentare) nichts zu tun. Kaya blieb etwas hinter meinen Erwartungen zurück, Chris Tall ausbaufähig. Stelter und Sträter setzten gewohnt routiniert die Glanzpunkte. Cantz muss sich noch in der neuen Rolle einleben.
    Kurz und knackig – die 45 Minuten (brutto) reichen völlig aus. Als traditioneller „Aufzeichner“ spule ich bei Werbung sowieso vor. Länger muss so ein wöchentliches Format auch nicht sein.
    Es ist was anderes als die alte Show, aber die Zeit bleibt ja auch nicht stehen. Abgelesen wurde übrigens auch damals schon – hat mich null interessiert. Mal sehen, wie sich die Sendung weiterentwickelt. Ich freue mich jedenfalls total auf die nächsten Ausgaben.
  • palmenfan schrieb am 05.02.2022, 20.52 Uhr:
    Das hätte 1 zu 1 von mir sein können, heißt, ich kann alles so unterschreiben - und ich bin auch ein traditioneller 'Aufzeichner' :-)
    Ich habe die Sendung damals geliebt und mich auch sehr über die Neuauflage gefreut. Ich finde sie besser als 'RTL Top News'.
    Mehr gibt es nicht hinzuzufügen.
  • TVMaster74 schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 18.03 Uhr:
    Ich habe es aus Neugier wegen Torsten Sträter bei TVNow angeguckt und wurde nicht enttäuscht. ;)
    Wie WesleyC schrieb, war Sträter das Hightlight! Ob ich mir 7K7K weiter ansehe, kommt sehr auf die Gäste. Ohne Sträter wird dat 'ne zähe Angelegenheit.
    Der Auftritt von Sträter gestern bei nuhr im Ersten. Sträter for President!
    https://www.ardmediathek.de/video/nuhr-im-ersten/torsten-straeter-i-3-februar-2022/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3NhdGlyZSBnaXBmZWwvNWU5YzIwOGQtMzQwZC00NWU3LWEzNDQtOGI0ODdiNmJlYzE3/
  • Torsten S schrieb am 04.02.2022, 12.23 Uhr:
    Naja, wenn man, abgesehen von der heute show, mal so sieht, was es an Comedy B-Sendungen so alles im TV läuft, war das hier doch noch mal eine etwas freudige Ausnahme. Die Show ist wie damals aufgebaut und das hat man auch Erwartet. Über die Besetzung lässt sich streiten, da macht es der Gastgeben Cantz ganz gut. Auch Bernd Stelter war erfreulich und hervorragend (wie immer) Torsten Sträte, der dich besten Lacher brachte. Chriss Tall war OK, aber Kaya Yana blieb total blass.
    Ansich war es doch eine erfreuliche Showeinlage, wo ich die nächsten Sendungen schauen werde. Das hier einige Kommentare ablassen, die nur mal kurz reinschauten ist Quatsch. Um ein ordentliches Urteil abzugeben, muss man eine Sendung komplett schauen. Allerdings kam es mir gestern so vor, als wäre sie abgebrochen gewesen. Also eine Stunde lief sie nicht und vor der Werbung angekündigtes, kam nicht. Hat RTL da geschnitten (läuft schließlich nicht Live) wegen IBES-Die Stunde danach? Überhaupt ist Die Stunde danach eine Fremdschämshow ohne Ende. An Peinlichkeit kaum zu ertragen.
  • Ondina schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 11.56 Uhr:
    Habe mir vor Wochen auf YouTube noch einige der alten Folgen von 96 angeschaut und bin gespannt wie lange sich dieses Format mit dieser Besetzung hält. Für mich völlig Fehlbesetzt C. Tal.
  • Zoppo_Trump schrieb via tvforen.de am 05.02.2022, 00.54 Uhr:
    WesleyC schrieb:

    > P. S.: Kann man die Sendung im Netz noch
    irgendwo
    > sehen?
    Hier ein Ausschnitt:
    https://www.youtube.com/watch?v=pMEkl0Pwf9o

    Den Ausschnitt fand ich gar nicht schlecht, jedenfalls nicht schlechter als das Original. Stimme zu, dass Sträters Beitrag der Beste war, aber die anderen waren - im Rahmen dessen, was die Sendung sein soll - auch gut (genug).
    Für mich funktioniert das noch. War lustiger als so manch anderes, was einem heute im Fernsehen als witzig vorgesetzt wird.
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 15.56 Uhr:
    WesleyC schrieb:
    Hier ein Ausschnitt:
    https://www.youtube.com/watch?v=pMEkl0Pwf9o
    Oh, tatsächlich!
    Hier übrigens Jochen Busse zum Original:
    https://www.youtube.com/watch?v=-M_ByEslOFQ
    ... schade dass er nicht im einzelnen ausführt, wer kein Talent hatte ...
  • WesleyC schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 15.40 Uhr:
    kleinbibo schrieb:
    4ever schrieb:
    --------------------------------------------------
    -----
    > Spontan war da gar nichts. Alles wirkte sehr
    > gekünstelt. Einige Teilnehmer
    > sind eine totale Fehlbesetzung. So hat das
    Ganze
    > keine Zukunft.
    Ich habe es nicht gesehen, aber vielleicht wollte
    man den Start der Ursendung nachahmen, da war
    Carrell nämlich nicht zufrieden und hat dann
    Mikes Frau Birgit belabert, dass sie Mike zum
    mitmachen bewegen soll.
    Ich weiß aber natürlich nicht, wer jetzt gerade
    überredet werden soll ... .
    P. S.: Kann man die Sendung im Netz noch irgendwo
    sehen?
    Hier ein Ausschnitt:
    https://www.youtube.com/watch?v=pMEkl0Pwf9o
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 15.32 Uhr:
    4ever schrieb:
    Spontan war da gar nichts. Alles wirkte sehr
    gekünstelt. Einige Teilnehmer
    sind eine totale Fehlbesetzung. So hat das Ganze
    keine Zukunft.

    Ich habe es nicht gesehen, aber vielleicht wollte man den Start der Ursendung nachahmen, da war Carrell nämlich nicht zufrieden und hat dann Mikes Frau Birgit belabert, dass sie Mike zum mitmachen bewegen soll.
    Ich weiß aber natürlich nicht, wer jetzt gerade überredet werden soll ... .
    P. S.: Kann man die Sendung im Netz noch irgendwo sehen?
  • 4ever schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 14.54 Uhr:
    Spontan war da gar nichts. Alles wirkte sehr gekünstelt. Einige Teilnehmer
    sind eine totale Fehlbesetzung. So hat das Ganze keine Zukunft.
  • Timmy schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 10.34 Uhr:
    Feingeschliffene Satire mit Haltung und Böhmermann in einem Satz unterzubringen ist schon eine gewaltige Leistung. Ich empfinde seine Comic immer mehr zum fremdschämen und unser Kinder mit Ratten gleichzusetzen ist schon mehr als nur eine Beleidigung.
  • Spooky78 schrieb am 04.02.2022, 16.38 Uhr:
    Sie haben offensichtlich nur die "Berichterstattung" der Springer-Presse zur letzten Böhmermann-Sendung gelesen und sie sich nicht selbst angesehen, sonst wüssten Sie, dass Böhmermann (wie es sich für einen Satiriker gehört) das Stilmittel der Ironie verwendet und keineswegs Kinder und Ratten gleichgesetzt hat - im Gegenteil: Er hat vielmehr kritisiert, dass Kinder in der Pandemie von der Politik als "Versuchtstiere" missbraucht werden, indem man sie der "Durchseuchung" aussetzt (als Familienvater sprach der dabei offenbar aus Erfahrung). Die "Journalisten" bei Welt & Bild, die sich zunehmend den "Querdenkern" anzubiedern versuchen, habe das aber nicht verstanden (oder besser: verstehen wollen) und einen entsprechenden Shit-Storm initiiert. Schade, dass auch Sie auf diese Schmutzkampagne hereingefallen sind.
    Ansonsten wusste ich gar nicht, dass Böhmermann jetzt auch Comics zeichnet. Ich dachte bislang, dass er vor allem Komiker ist... ;-)
    Im Übrigen wäre es vermutlich auch zu viel verlangt, von einem Sender, der das Dschungelcamp, DSDS und den Bachelor für "gute Unterhaltung" hält, eine humor- und zugleich anspruchsvolle Comedy-Sendung zu erwarten. Die Zielgruppe bekommt nun mal, was die Zielgruppe wünscht: Trash!
  • mark64 schrieb am 04.02.2022, 10.10 Uhr:
    Also, wie kann man eine Kultsendung von 1996–2005
    so verunstalten? Ich habe eine Viertelstunde reingeschaut und dachte: ne, geht gar nicht! Und Bernd Stelter passt ja nu mal gar nicht darein. Mein Meinung: sofort Absetzen die Sendung.
  • Helmprobst schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 09.38 Uhr:
    Die Show hat meine Erwartungen voll erfüllt. Platte Kalauer zu den Themen der Woche - warum sollte das nicht funktionieren?! Feingeschliffene Satire mit Haltung haben wir beim ZDF ja schon durch Welke, Böhmermann und Schmidt. Da ist es doch toll, dass RTL bewusst einen Gegenpol setzt und wieder auf das traditionelle Stammtisch-Witzeerzählen zurückgreift. Die Gags dürften durchaus in den nächsten Folgen noch ein bisschen derber daherkommen. Daher fast schon schade, dass das von Guido Cantz kurz angekündigte Thema "katholische Kirche" dann letztlich gar nicht mehr vorkam. Auf den Teil zum Dschungel hätte man verzichten können, aber das war natürlich thematisch dem RTL-LineUp an diesem Tag geschuldet. Man musste ja das Publikum abholen. Wenn die Mischung der Gäste und Themen in Zukunft stimmt, wird mich das auch weiter unterhalten.
    Kritik habe ich daher kaum am Inhalt, aber an der Gestaltung: das Lachen vom Band und die harten Schnitte haben mich auch extrem gestört. Ausserdem die optische Darstellung des Publikums: teils echte Menschen mit Maske, teils Pappfiguren. Das sah einfach blöd aus. Durch eine andere Anordnung der Sitzplätze hätte man vielleicht die Abstandsregeln besser einhalten können.
  • WesleyC schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 09.08 Uhr:
    Die Kritik kann ich teilweise nachvollziehen. Mal schauen, wie es sich entwickelt. Auch für mich war Sträter mit seinen zusammenfassenden Monologen mit das Highlight.
  • Chrissi50 schrieb via tvforen.de am 04.02.2022, 08.47 Uhr:
    Ich hab mal kurz reingekuckt,aber als ich den Tall sah musste ich wieder umschalten
  • BejaminBlümchen schrieb via tvforen.de am 05.02.2022, 19.31 Uhr:
    Chrissi50 schrieb:
    Ich hab mal kurz reingekuckt,aber als ich den Tall
    sah musste ich wieder umschalten
    Die 6 Gäste sollen ja regelmäßig wechseln. Find ich gut, das da jung und alt sitzt. Auch Newcomer soll wohl eine Chance gegeben werden. Der Tall, obwohl der jüngste, ist ja an sich kein Neuer mehr. Vielleicht einfach ein Teilnehmer wie eine Wildcard wie bei wer stiehlt mir die Show oder irgend ein Instagram Komiker.
    Damals 1996 war wohl der Stelter das Küken, jetzt der Älteste. Der inzwischen 81jährige Herr Busse soll demnächst auch mal als Gast da sitzen. Mike Krüger wollte ja nicht mehr im Fernsehen auftreten, mal gucken, ob er auch noch mal dabei ist..
    Man hat doch das bekommen, was man erwartet hat.
  • User 610808 schrieb am 04.02.2022, 01.35 Uhr:
    Ich fand diese Sendung bzw. Neuauflage gar nicht gut.
    Die Sendung schafft es nichtmal annähernd an das alte Original anzuknüpfen. Die neue Produktion wirkt billig, die Gags waren kaum lustig und alles wirkte sehr steif und unspontan. Es war zu offensichtlich, dass die Gags einstudiert und abgelesen wurden und dementsprechend nicht gut präsentiert wurden.
    Ich finde eine Neuauflage sollte so nah wie möglich an das Original kommen. Das ist hier nicht gelungen, da bis auf Bernd Stelter keiner mehr von der Originalbesetzung dabei war. Mit Mike Krüger (inzwischen Rentner), Rudi Carrell und Gaby Köster wäre es schwierig geworden aber man hätte durchaus neben Bernd Stelter auch Kalle Pohl, Oliver Welke oder Jochen Busse wieder einladen können, die seinerzeit aufgrund ihres Alters ihre Sendungen bei RTL verloren haben, aber so hätte man ein Nostalgiegefühl gehabt. Der Sendung hätte es ebenso gut getan ältere bekannte Comedians einzuladen statt auf viele Newcomer zu setzen oder Komiker, die man sowieso schon überall im Fernsehen sieht. Gute Beispiele wären Otto Waalkes, Ina Müller, Paul Panzer, Sebastian Puffpaf, Martin Schneider, Willy Astor, Michael Mittermeier, Hans-Werner Olm, Jürgen von der Lippe, Harald Schmidt, Anke Engelke oder Bastian Pastewka. Etwas bessere Pointen und Spontanität hätten dem Format ebenso gut getan. Eine Stammbesetzung wäre in meinne Augen auch besser gewesen, damit man sich an das neue Panel gewöhnt und Running Gags entstehen können. Gerade davon hat das alte Original gelebt, abgerundet von einem Streich von Rudi Carrell an Mike Krüger.
    Ich bin aufjedenfall gespannt, wie sich die Sendung weiter entwickeln wird.
  • Julika75 schrieb am 04.02.2022, 17.19 Uhr:
    Naja vielleicht kommt der/die ein oder andere von dir genannten ja noch... Würd mich freuen!
  • mork.vom.ork schrieb am 04.02.2022, 00.59 Uhr:
    Wenn der unlustige Sträter noch der Lustigste gewesen sein soll, dann muss es ja so richtig furchtbar gewesen sein.
  • BigApple schrieb am 05.02.2022, 22.29 Uhr:
    Sträter ist nix für Außerirdische!
  • MoniMausi schrieb am 03.02.2022, 23.58 Uhr:
    Ich finde, RTL sollte es lassen. Denn weder der Retrokram noch ihr Trash TV wird sie zur alten Größe bringen.
  • User 195149 schrieb am 05.03.2022, 19.57 Uhr:
    Jap jap jap - kurz und knapp! ;( :)