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Upfronts-Splitter: "Wayward Sisters", "Kevin Can Wait" und "Brooklyn Nine-Nine"

Upfronts-Splitter: "Wayward Sisters", "Kevin Can Wait" und "Brooklyn Nine-Nine"

18.05.2018, 17.30 Uhr - Bernd Krannich/TV Wunschliste in International
Hintergrundinformationen zu den Upfronts-Entscheidungen
Themen der Upfronts 2018: "Wayward Sisters", "Kevin Can Wait", "Brooklyn Nine-Nine" und "Last Man Standing"
Bild: The CW, CBS, FOX, 20th Century Fox TV
Upfronts-Splitter: "Wayward Sisters", "Kevin Can Wait" und "Brooklyn Nine-Nine"/Bild: The CW, CBS, FOX, 20th Century Fox TV

Zwischen Montag und Donnerstag haben die fünf großen, englischsprachigen Broadcast-Networks ABC, CBS, FOX, NBC und The CW ihren Werbekunden - und auch der Öffentlichkeit - ihre Programmpläne für die Season 2018/19 vorgestellt. Dabei wurden auch Hintergründe für einige zuvor vieldiskutierte Programmentscheidungen erläutert.

"Wayward Sisters"
Fans von "Supernatural" waren enttäuscht, dass der Sender The CW das mit einer Folge der Mutterserie angetestete Spin-Off "Wayward Sisters" um eine Gruppe junger Dämonenjägerinnen unter der Schirmherrschaft von Sheriff Milles nicht bestellt hatte.

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Senderchef Mark Pedowitz kommentierte dazu, dass man einerseits große Fans der Figuren gewesen sei und auch der Frauen, die diese verkörpert haben. Allerdings sei die Serie "kreativ noch nicht das, was wir wollten". Dazu kommt, dass das "The Originals"-Spin-Off um Hope Mikaelson, das unter dem Titel "Legacies" bestellt wurde, erfolgversprechender erschien. Womit Pedowitz vermutlich lang anhaltende Feindschaften zwischen den Fans der "Supernatural"- und "Vampire Diaries"-Franchises angestoßen hat...

"Lucifer" und The CW
Nachdem der Sender FOX die Serie "Lucifer" abgesetzt hat, hoffen deren Fans auf eine Rettung der Serie - zumal die Produzenten das Finale der Staffel als Cliffhanger gestaltet hatten. Unter den Fans wurde sich The CW als neue Heimat schöngeredet: Hinter dem Sender steht als eine der beiden Mutterfirmen Warner Bros., das auch "Lucifer" herstellt. Zudem hatte The CW schon die Figur des Dämonenjägers Constantin ins Arrowverse "gerettet", nachdem dessen Serie bei NBC abgesetzt worden war. Auch "Supergirl" war einst "gerettet" worden. "Lucifer" stammt ebenfalls aus dem Fundus von Warner Bros. TV und basiert auf einer Serie, die bei DC Comics veröffentlicht wird.

Aber bei The CW gab es nicht die geringsten Überlegungen zur Rettung von "Lucifer" und auch keine Gespräche mit Warner Bros. TV. Pedowitz kommentierte, man sei mit dem neuen Programm vollkommen zufrieden.

Daneben dürfte es auch praktische Probleme geben, denn Serien bei The CW generieren wegen der kleineren Reichweite auch deutlich geringere Einnahmen - entsprechend müsste auch das Budget von "Lucifer" bei einem Wechsel deutlich sinken. Das war auch schon bei "Supergirl" ein viel diskutiertes Problem, was - soweit öffentlich bekannt - durch den Umzug der Produktion von Los Angeles nach Vancouver gelöst wurde. Durch den Umzug stieg auch Calista Flockhart aus der Serie aus, was ein teures Hauptdarstellergehalt einsparte.

"Kevin Can Wait"
Bei CBS kam vor allem die Frage nach den Hintergründen für die Absetzung von "Kevin Can Wait" auf. Senderchef Kelly Kahl formulierte vorsichtig und defensiv, dass die Produzenten der Comedy vor der zweiten Staffel entschieden hatten, den Cast der Serie zu verändern (Entlassung von Erinn Hayes durch den Serientod ihrer Figur Donna, Neuaufnahme von Leah Remini als Vanessa Cellucci) - und dass die Zuschauer diesen Wechsel nicht sonderlich gut angenommen hatten.

Das habe dazu geführt, dass die Quoten sich in der zweiten Hälfte der zweiten Staffel rückläufig gezeigt hatten. CBS erwartete hier, dass der rückläufige Trend weitergehen würde. Auf jeden Fall ging man davon aus, dass "Kevin Can Wait" in der Season 2018/19 nicht geeignet sein werde, dem Montagabend zu einem guten Start zu verhelfen ("Kevin" lief bei CBS am Montag um 20.00 Uhr und setzte damit auch die Basis für die Quoten am gesamten Abend).

Allerdings darf man als Außenstehender irgendwie bezweifeln, dass die neue Serie "The Neighborhood" da viel reißen können wird.

"Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D."
ABC hatte in der ablaufenden Season versucht, für "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D." einen geeigneten Sendeplatz zu finden, der dem massiven Quotenverfall der Serie in den letzten Jahren Rechnung tragen würde und trotzdem die Serie vom Schwesterunternehmen Marvel sinnvoll zum Einsatz bringen würde: So landeten die "Agents" am Freitagabend. Auch die jetzige Verlegung ins Sommerprogramm und die Rückkehr erst 2019 (TV Wunschliste berichtete) wurde von ABC vorgegeben - nicht von Marvel.

Kenner des "Marvel Cinematic Universe" ist bewusst, dass die "Agents" mit ihrer Rückkehr im Sommer 2019 insbesondere erst nach dem nächsten, noch titellosen "Avengers"-Film laufen werden (der für den 3. Mai 2019 angekündigt ist). Der jüngste Film, "Avengers: Infinity War", hatte im MCU weitreichende Auswirkungen, die (wie einst nach "The Return of the First Avenger") eigentlich auch in der Serie angesprochen werden müssen. Aber ABC-Chefin Channing Dungey bestätigte insbesondere, dass die Pause der "Agents" nicht von Marvel initiiert wurde.

"Last Man Standing"
Um es noch mal klar zu sagen: Die Wiederbelebung von "Last Man Standing" durch FOX hatte rein finanzielle Hintergründe. Sicher, Protagonist Mike Baxter und Star Tim Allen sind sehr konservativ - und stolz darauf. Aber FOX versucht hier keinesfalls, parallel zum Nachrichtensender FOX News ein zweites Standbein in Sachen konservativer Meinungsmache aufzubauen. Der Sender sah die Gelegenheit, eine von anderen Sendern nicht bediente Zuschauerschaft mit einem etablierten Format zu bedienen und damit Geld zu verdienen. Das Revival von "Roseanne" hatte gezeigt, dass es dafür eine Nachfrage gibt.

Übrigens war FOX mit "Empire" und "Star" in jüngerer Vergangenheit ein Vorreiter darin, im amerikanischen Free-TV afro-amerikanische Zuschauer anzusprechen (nachdem Pay-TV-Sender Starz mit "Power" nachgewiesen hatte, dass damit Quote zu machen ist).

ABCs Reaktion auf "Last Man Standing"
ABC reagierte übrigens auf ganz eigene Art darauf, dass FOX seine ehemalige Serie "Last Man Standing" wiederbelebt hat - die vom Produktionsstudio 20th Century Fox TV hergestellt wird.

Man setzt im eigenen Programm nun "Fresh Off the Boat" zur gleichen Zeit ein. Die Serie zeigt nicht nur die Verständigung der ursprünglich aus Taiwan stammenden Huangs mit ihren weißen Nachbarn beziehungsweise sehr diversen Mitschülern - sie wird ebenfalls von 20th Century Fox TV produziert.

Der Fall "Brooklyn Nine-Nine"
Zwei Aspekte gibt es zur Absetzung von "Brooklyn Nine-Nine" bei FOX und zur Rettung durch NBC aufzuklären.

Einerseits die Absetzung der Serie - sowie der anderen Single-Camera-Comedys "The Last Man on Earth" und auch "The Mick". Die FOX-Verantwortlichen haben mittlerweile deutlich gemacht, dass eher Football, als die Rettung von "Last Man Standing" hier ursächlich ist. FOX hat schon seit Jahren das Problem, dass man an fast allen Abenden (bis auf "Empire" am Mittwoch) sehr geringe Zuschauerzahlen hat, meist auch geringe Quoten in der werberelevanten Zielgruppe. Daher hat FOX nun tief in die Tasche gegriffen und sich das "Thursday Night Football"-Franchise für fünf Jahre gesichert. Das soll neue Zuschauer zum Sender bringen, ist Football doch aktuell der zugkräftigste Sport im US-Fernsehen (man erinnere sich daran, dass FOX auch Staffel zehn von "Akte X", "Lucifer" und "The Mick" jeweils nach zuschauerträchtigen Footballübertragungen starten ließ). Während dieser Football-Sendungen will FOX die neuen Zuschauer mit Werbung vollballern, die auf das restliche Programm des Senders neugierig machen soll. Parallel dazu setzen die Programmverantwortlichen nun halt auf Serien mit einer "geringen Einstiegshürde". Dabei ist es nachvollziehbar, dass FOX keine große Hoffnung hat, neue Zuschauer für "Staffel sechs von Brooklyn Nine-Nine" zu finden - oder "Staffel fünf von The Last Man on Earth" oder auch "Staffel vier von Lucifer".

Auf der anderen Seite steht die Mär, ein Aufschrei von Fans im Internet habe für die Rettung von "Brooklyn Nine-Nine" durch NBC gesorgt - einzelne "Super-Fans" wie Mark Hamill ("Star Wars") und "Hamilton"-Star Lin-Manuel Miranda, deren Rettungsgesuche in den sozialen Netzwerken dank großer Followerzahl tausendfach weiterverbreitet wurden, wurden hier gewürdigt.

In Wahrheit hatte NBC schon vorab durchgerechnet, ob sich die Rettung im Fall einer Absetzung bei FOX lohnen würde. Aus kreativer Sicht hatte NBC laut Aussagen von Senderchef Robert Greenblatt schon lange bereut, dass man sich das Projekt anfangs hatte durch die Finger gehen lassen - FOX hatte halt einfach bessere Konditionen geboten. Dann veränderte bei NBC die spätere Verpflichtung von Andy Samberg (lange Zeit bei NBC ein Star von "Saturday Night Live") für die Hauptrolle die Wertschätzung der Serie nochmals beträchtlich nach oben. Ein Fan-Aufschrei ist gut, aber spätestens seit der gefloppten Rückkehr von "Jericho" nach der Absetzung bei CBS im Jahr 2008 haben die US-Sender gelernt, dass der Enthusiasmus einer - im Verhältnis zu einem Millionenpublikum von TV-Zuschauern - kleinen Gruppe sich nicht auf Zuschauermassen überträgt.

Für eine Serienrettung muss es immer auch wirtschaftliche Gründe geben. Bei "Timeless" ist Produktionsstudio Sony NBC etwa nach der Absetzung augenscheinlich mit Budget/Lizenzkosten entgegengekommen. Bei Netflix' Rettung von "Longmire" war wichtig, dass die Serie vom Sender A&E abgesetzt worden war, weil zu wenige "junge" Zuschauer der umworbenen Zielgruppe einschalteten - was Netflix egal sein konnte.

Akte X und FOX
Im Zuge der Vorstellung des neuen Programms bei FOX äußerten sich die Senderverantwortlichen Dana Walden und Gary Newman auch zur Zukunft von "Akte X" - aktuell gebe es keine Pläne für eine weitere Staffel. Gillian Anderson kommentierte eine Überschrift, derzufolge FOX "nach dem Ausstieg von Gillian Anderson" keine weitere Staffel der Serie plane, dass wohl eher "der Ausstieg von 77 Prozent der Zuschauer" ursächlich sei.


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Leserkommentare

  • markox schrieb am 27.05.2018, 12.18 Uhr:
    markoxDie rechnen hin und her, rechnen rechnen rechnen. Aber ob einer mal auf die Idee gekommen ist das große Ganze zu betrachten und durch zu rechnen? Immer wird nur individuell betrachtet und berechnet. "FOX hat schon seit Jahren das Problem, dass man an fast allen Abenden [...] sehr geringe Zuschauerzahlen hat, meist auch geringe Quoten in der werberelevanten Zielgruppe."Woran mag das liegen? Vielleicht sind die Zuschauer nicht die dummen Quoten für die sie Fox hält, sondern haben mittlerweile gemerkt, dass es keinen Sinn mehr macht sich eine Fernsehserie an zu schauen, wenn sie eh irgendwann mit offenem Ende abgebrochen wird! Vielleicht wäre es ja in Summe am Ende wirtschaftlicher auch wirtschaftlich schwache Serien fort zu setzten oder bei Absetzung zumindest mit 1-3 zusätzlichen Folgen ab zu schließen. Generell dürfte dass mehr Zuschauer motivieren bei neuen Serien wieder ein zu schalten. Und später würden sich die Serien sicher viel besser weiter verwerten lassen. Wenn eine abgesetzte Serie wiederholt wird, die ich noch nicht kenne, informiere ich mich erst Mal, ob sie auch ein abgeschlossenes Ende hat. Wenn nicht lohnt es gar nicht sie an zu fangen. Und so dürfte es vielen gehen, was über die Jahre erheblich auf die Folge-Einnahmen von alten Serien drücken dürfte.
  • Sentinel2003 schrieb am 20.05.2018, 10.13 Uhr:
    Sentinel2003Mein Gott, Miss Gillian, deinetwegen sind die Zuschauer weg geblieben!! Danke schon mal dafür, daß Du ausgestiegen bist! Unfaßbar!!

    Ich hoffe stark, daß , wenn Fox weiterhin Null Interesse an den X-Akten hegt, ein anderer Sender dann in 3, 4 Jahren eine weitere Staffel machen wird!
  • Fernsehschauer schrieb am 18.05.2018, 20.25 Uhr:
    FernsehschauerEndlich sagt es mal jemand, das B99 nicht durch einen Fan
    Aufschrei gerettet wurde, sondern weil NBC es bereute die Serie nicht schon 2013 genommen zu haben und jetzt die Serie haben wollte, nachdem alles durchgerechnet wurde.
    Kann aber auch zum Flop werden für NBC, Misskalkulation :D

    Gotham wurde wahrscheinlich auch nur durch dadurch gerettet das man bei LW noch einen neuen Hauptdarsteller gefunden hat. Wahrscheinlich hat WB LW und Gotham nur Paket verkauft, entweder noch eine (finale) Gotham Staffel oder gar nichts von beiden.
    Hätte FOX gesagt wir scheißen auf LW wäre auch Gotham dran gewesen.
    Denn Gotham hat viel mehr an Quoten verloren als Rosewood letzte Jahr auf dem Donnerstag 20Uhr Sendeplatz. RWs Pech war das es direkt von FOX kam und somit in keinem Programmpaket war. (oder sein konnte)
    Wäre auch RW im WB Paket, hätte man gesagt: Ihr wollt LW dann müsst ihr auch RW/Gotham nehmen