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Interview über 90er-Revival, "ESC", Helene Fischer, Castingshows und Entwicklung der Charts
Alex Christensen
ZDF/Michael Clemens
Alex Christensen: "Ohne Kai Pflaume wäre 'Around the World' kein Hit geworden!"/ZDF/Michael Clemens

Alex Christensen zählt zu den erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten. Als U96, Jasper Forks oder auch Alex C. hat er sich in den vergangenen 30 Jahren einen Namen als Komponist, Produzent und DJ gemacht. Er ist Mitwirkender in der neuen Musikreihe  "Klassik im Club", die am heutigen Freitagabend (3. Juli) um 23.15 Uhr im ZDF startet. Darin werden musikalische Grenzen überwunden und Genres miteinander verschmolzen. Klassik trifft auf elektronische Musik: Die Sopranistin Fatma Said interpretiert beispielsweise mit Alex Christensen am DJ-Pult den Eurodance-Hit "Rhythm is a Dancer" völlig neu.

Anlässlich der neuen Sendung sprach TV Wunschliste-Redakteur Glenn Riedmeier mit Alex Christensen. Der Produzent erläutert die Hintergrundgeschichte des großen Erfolgs, den er Anfang der 90er-Jahre mit dem Techno-Remix von "Das Boot" landete. Darüber hinaus verrät er, wie die Zusammenarbeit mit der damals noch unbekannten Verona Pooth für den Song "Ritmo de la noche" zustandekam, wie er seine Teilnahme beim  "Eurovision Song Contest" rückblickend betrachtet und weshalb Kai Pflaume Schuld daran ist, dass "Around the World" ein Erfolg wurde. Außerdem spricht Christensen darüber, was er heutzutage von Castingshows hält, warum die 90er ein Revival erleben, was Schlager mit Eurodance zu tun hat, und weshalb in den Single-Charts Musik nur noch einseitig abgebildet wird.

TV Wunschliste: Lieber Herr Christensen, mit "Klassik im Club" startet im ZDF eine neue Reihe, in der musikalische Grenzen aufgebrochen werden. Können Sie das Konzept näher beschreiben?

Alex Christensen: Die Sendung besticht damit, dass zwei Musikwelten aufeinandertreffen, die klassische Musik und die elektronische Musik - und dann machen wir zusammen Musik. Das ist ein sehr spannendes, neues Experiment.

Von Ihnen gibt es unter anderem orchestrierte Versionen der 90er-Jahre-Dance-Hits "Das Boot" und "Rhythm is a Dancer" zu hören. Was macht den besonderen Reiz aus, diese Tanzflächen-Hits mit klassischer Musik zu verschmelzen?

Alex Christensen: Viele können sich vorher wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie zum Beispiel "Rhythm is a Dancer" mit einem klassischen Orchester klingt, und fragen sich: Was soll das denn werden?. Wenn man sich aber die Sendung anschaut, stellt man fest, dass beide Musikrichtungen gar nicht so weit voneinander entfernt sind und klassische Musik und elektronische Tanzmusik sehr gut miteinander harmonieren. Das Ergebnis ist wirklich hervorragend.

Das Vermischen dieser musikalischen Genres ist Ihnen nicht fremd. Mittlerweile haben sie drei Teile von "Classical 90s Dance" veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit dem Berlin Orchestra und prominenten Acts kombinieren Sie Techno- und Dance-Tracks der 90er mit klassischer Musik. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Alex Christensen: Ursprünglich wollte ich ein Jubiläumsalbum zu "Das Boot" machen, denn schon 1991 hatte ich die Idee, den Song mit einem kleinen Quintett aus Streichern aufzunehmen. Damals konnte ich mir das nicht leisten, aber in meinem Kopf geisterte die Idee weiter herum. Zum 25-jährigen Jubiläum von "Das Boot" habe ich dann bei einem Orchester angefragt, ob sie Zeit und Lust hätten, den Song neu aufzunehmen. Können wir gerne machen, aber für einen Song lohnt sich das eigentlich nicht, lautete die Antwort. Da ich in den 90ern noch ein paar weitere Hits hatte, dachte ich mir: Okay, dann machen wir die doch gleich mit. Schließlich kam ich darauf, dass es darüber hinaus noch viele andere Songs gibt, die mich damals beeinflusst haben und die ich immer noch sehr gut finde. Und ruck zuck hatte ich fünf, sechs Songs fertig, die ich dann einer Plattenfirma vorgestellt habe. Die war so begeistert davon, dass wir letztendlich ein ganzes Album gemacht haben. Dieses wurde zu einem Erfolg, so dass ich mittlerweile drei Teile veröffentlichen konnte.

Die neuen Arrangements heben diese großen Hits wirklich noch einmal auf eine ganz neue Ebene. Für die Alben haben Sie mit sehr vielen prominenten Künstlern zusammengearbeitet. Auf welche Kooperation sind Sie besonders stolz?

Alex Christensen: Oh, das ist wirklich schwer zu sagen, aber manchmal erfüllen sich schon Träume. Mit Anastacia wollte ich zum Beispiel schon in den 90ern zusammenarbeiten, aber es hat nie geklappt. 20 Jahre später habe ich es hinbekommen. Darüber freue ich mich natürlich besonders. Und noch dazu ist es immer toll, wenn einen Künstler positiv überraschen und auch menschlich angenehm sind. Nichts ist schlimmer, als wenn man Helden seiner Jugend kennenlernt und danach enttäuscht ist, weil sie entzaubert und dadurch gewissermaßen Träume zerstört wurden.

Die 90er-Jahre und insbesondere die Musik erleben schon seit einigen Jahren ein Revival. Was glauben Sie, weshalb so viele Menschen heute die Musik dieses Jahrzehnts so feiern?

Alex Christensen: Das hat vielerlei Gründe. Einerseits hat man glaube ich lange unterschätzt, wie gut die Songs waren. Wenn man sich "United", "Rhythm is a Dancer", "Heaven" oder "Mr. Vain" genau anhört, merkt man, dass das richtig gute Songs sind. Hinzu kommt, dass diese Musik zu einem großen Teil ihren Ursprung in Deutschland hatte. Vieles, darunter zum Beispiel auch "What is Love" von Haddaway, wurde hier geschrieben und hergestellt. Und nicht zuletzt waren die 90er in der Rückschau ein sorgloses Jahrzehnt. Man war nicht so besorgt, ist zur Loveparade gegangen und es gab keine LKW-Sperren. Nach dieser unbeschwerten Zeit sehnen sich viele zurück.

1990 haben Sie Ihren ersten größeren Hit gelandet. Es handelte sich um den Song "Ritmo de la noche" von Chocolate, den die damals noch unbekannte Verona Pooth (damals Feldbusch) einsang. Wie kam es dazu?

Alex Christensen: Wie Dinge sich manchmal zutragen: Ich war DJ in einer Hamburger Diskothek, in der sich die Szene traf. Verona war auch dort und fiel mir sofort als wunderschönes Mädchen auf. In meiner verblendeten Naivität habe ich gedacht: Die ist bestimmt auch total musikalisch. Ich habe sie einfach angesprochen und gefragt, ob sie Musik macht. Sie verneinte und sagte, dass sie modelt, aber durchaus Interesse daran hätte, etwas Musikalisches zu machen. Und so haben wir uns langsam angenähert.

Und dann wurde "Ritmo de la noche" zu Ihrem ersten Hit in den Charts und gleichzeitig zum Startschuss für Veronas Karriere.

Alex Christensen: Richtig, "Ritmo" hat vieles ausgelöst und Karrieren beeinflusst - und das ist auch gut so (lacht)!

Auf der nächsten Seite erzählt Alex Christensen die Hintergrundgeschichte des großen Hits, den er Anfang der 90er-Jahre mit dem Techno-Remix von "Das Boot" landete. Außerdem verrät er, weshalb Kai Pflaume Schuld daran ist, dass "Around the World" ein Erfolg wurde.


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Leserkommentare

  • Teddylein schrieb am 04.07.2020, 20.59 Uhr:
    Als ich damals "Around The World" in den Viva Top 100 auf Platz 80 gesehen habe, war ich auch sehr enttäuscht. Für mich war das schon nach dem ersten Hören ein absoluter Hit.
  • DerLanghaarige schrieb am 03.07.2020, 16.06 Uhr:
    Als alter U96 Fan (und Freund von 90er Jahre Tanzmusik im Allgemeinen) freut es mich ja, dass sein Orchesteralbum so ein Erfolg ist, aber dass es, sagen wir mal diplomatisch "inspiriert" von Pete Tongs nur kurz vorher erschienenem "Classic House" Album ist, hat schon einen sauren Beigeschmack.
 

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