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23

ARD-Morgenmagazin

D, 1992–

ARD-Morgenmagazin
Das Erste
Serienticker
  • Platz 98523 Fans
  • Serienwertung4 11162 3.80von 5 Stimmeneigene: –

Serieninfos & News

Frühstücksfernsehen, Magazin
Seit 1992. Tägliches Frühstücksfernsehen von 5.30 bis 9.00 Uhr mit Nachrichten, Interviews und Service, das im wöchentlichen Wechsel mit dem ZDF-Morgenmagazin in beiden Programmen ausgestrahlt wird.
Harald Schmidt empfahl folgendes Merkmal zur Erkennung, welcher Sender an der Reihe ist: "Beim ARD-Morgenmagazin sehen die Moderatoren immer genauso müde aus wie die Menschen, die ihnen zu dieser Zeit zuschauen." Die Moderatoren waren Julitta Münch, Jürgen Drensek, Judith Schulte-Loh, Sven Kuntze, Inka Schneider, Peter Schreiber, Elke Bröder, Gert Scobel. Das aktuelle Moderatorenduo besteht aus Anne Gesthuysen und Sven Alexander Lorig.
Verantwortlich ist, im Unterschied zur Tagesschau-Familie, der WDR. Vorläufer der Sendung war das Frühstücksfernsehen, das die ARD gemeinsam mit dem ZDF 1991 während des Golfkriegs realisierte.
Das Fernsehlexikon*, Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.
Stand: 2005
Daten
Deutsche TV-PremiereMo, 13.07.1992 (Das Erste)
Originalsprache:Deutsch
siehe auch ZDF-Morgenmagazin (D, 1992)
Weitere Titel: Morgenmagazin
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    Kommentare, Erinnerungen und Forum

    • Rora schrieb am 26.08.2026, 08.40 Uhr:
      Man stelle sich vor: Politik ist tatsächlich veränderbar. Verträge können geändert oder gekündigt, Institutionen reformiert und Strukturen infrage gestellt werden. Geradezu erschütternd.
      Und nun trifft diese Erkenntnis ausgerechnet den öffentlich-rechtlichen Rundfunk selbst. Plötzlich ist eine politische Forderung nicht mehr nur Gegenstand der Berichterstattung, sondern möglicherweise eine ziemlich persönliche Angelegenheit. Da bekommt das Wort „Einordnung“ gleich einen ganz neuen Klang.
      Natürlich muss die ARD darüber berichten, wenn eine Partei den Rundfunkstaatsvertrag bzw. entsprechende staatsvertragliche Strukturen infrage stellt. Alles andere wäre absurd. Aber gerade weil man selbst betroffen ist, wäre journalistische Nüchternheit besonders wichtig: Was wird konkret gefordert? Was kann ein Land tatsächlich kündigen? Welche rechtlichen Folgen hätte das? Was würde sich ändern – und was eben nicht? Welche Argumente sprechen dafür, welche dagegen?
      Was es dagegen nicht braucht, ist dramaturgische Selbstbetroffenheit nach dem Motto: „Schauen Sie genau hin, liebe Zuschauer – hier könnte bald das Licht ausgehen.“
      Denn spätestens dann wird aus der Berichterstattung über einen politischen Konflikt eine Berichterstattung in eigener Sache. Und da darf man durchaus fragen, ob Nachricht und institutionelles Eigeninteresse noch sauber auseinandergehalten werden.
      Besonders kurios wäre es, eine solche Kritik allein deshalb anders zu behandeln, weil sie von der AfD kommt. Eine Forderung wird nicht automatisch richtig, weil sie von der AfD kommt – aber sie wird auch nicht automatisch falsch, weil sie von der AfD kommt. Genau dafür gibt es Journalismus: prüfen, erklären, einordnen und Gegenargumente liefern.
      Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss die AfD nicht mögen. Er muss sie auch nicht schonen. Aber er sollte politische Vorschläge nach Inhalt und Fakten behandeln und nicht danach, wie unangenehm sie für das eigene Haus sind.
      Denn wer jahrelang anderen erklärt, dass demokratische Entscheidungen Konsequenzen haben können, sollte nicht völlig überrascht wirken, wenn diese Erkenntnis eines Tages vor der eigenen Studiotür steht.
    • Rora schrieb am 25.08.2026, 05.51 Uhr:
      5:32 Uhr…Herr Grossmann kredenzt uns die mieseste jemals erhobene Verhaspel-Moderations-Quote in 15 Sekunden in SEINEM Moma-Opener…wortwörtlich „manchmal fast“….da mussten sogar seine Kollegen schmunzeln…und Grossmann musste diese Peinlichkeit mit einem überspielenden Zungen durch die Lippen drücken kompensieren…die prompte Rettung erfolgte durch einen souveränen Wettermoderator,der weiss was er sagt.Donald kann es einfach…Grossmann go home…
    • Rora schrieb am 24.08.2026, 10.08 Uhr:
      Wie praktisch: Der Faktencheck ist schon wach
      Guten Morgen Deutschland! ☕️
      Andere brauchen morgens erst einmal Kaffee. Das ARD-Morgenmagazin braucht offenbar erst einmal einen AfD-Faktencheck.
      Gestern Tino Chrupalla im Sommerinterview – und heute Morgen wird dem Zuschauer selbstverständlich gleich noch einmal erklärt, welcher Ausschnitt besonders wichtig ist und wie das Ganze einzuordnen ist.
      Servicefernsehen eben. Man möchte schließlich niemanden mit der gefährlichen Aufgabe alleinlassen, sich selbst eine Meinung zu bilden.
      Und jetzt stelle man sich nur einmal vor, ein ähnlich unangenehmer Ausschnitt käme von einem prominenten Vertreter der CDU oder der Grünen.
      Würde der dann morgens zur besten Frühstückszeit ebenfalls prominent herausgestellt, seziert und mit passender Einordnung serviert?
      Oder würde man plötzlich entdecken, dass es noch „Kontext“ gibt, dass Aussagen „differenziert betrachtet“ werden müssen und dass man vielleicht erst einmal die gesamte Debatte abwarten sollte?
      Genau diese unterschiedliche Gewichtung ist das Problem.
      Nicht, dass Aussagen von Chrupalla kritisch geprüft werden. Das sollen Journalisten ausdrücklich tun. Die spannende Frage lautet vielmehr: Wird mit derselben Konsequenz, derselben Sendezeit und derselben Lust an der Zuspitzung eigentlich bei allen Parteien gearbeitet?
      Gerade vor Wahlen wäre journalistische Distanz zu allen Seiten besonders wichtig.
      Denn wenn beim einen schon morgens das mediale Vergrößerungsglas ausgepackt wird, während es bei anderen gefühlt erst gegen 22 Uhr aus der Schublade kommt, braucht man sich über den Eindruck politischer Schlagseite nicht zu wundern.
      Aber wahrscheinlich ist auch dieser Eindruck nur ein Fall für den nächsten Faktencheck.